System-Migration

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Beschreibung

Da der System Migration Assistent bei Lenovo nicht mehr zur Verfügung steht, ist diese Seite obsolet.

Der System Migration Assistent ist ein Werkzeug zum Übertragen von Dateien und Systemeinstellungen von einem Thinkpad auf ein anderes. Es funktioniert ähnlich dem Windows-eigenem Programm "Übertragen von Dateien und Einstellungen"(XP und Windows 2000) bzw. "Windows Easy-Transfer" (Vista und Windows 7).

Besondere Merkmale des System Migration Assistent sind hier aufgeführt.

Systemvoraussetzungen

Das Quellensystem muss die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Auf dem Festplattenlaufwerk muss freier Speicherplatz von mindestens 60 MB für die SMA-Installationsdateien verfügbar sein.
  • Es muss ausreichend freier Festplattenspeicherplatz für die temporären Dateien verfügbar sein, die in der Erfassungsphase erstellt werden. Die Größe der temporären Dateien ist von der Größe der migrierten Dateien abhängig.


Das Zielsystem muss die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Auf dem Festplattenlaufwerk muss freier Speicherplatz von mindestens 60 MB für die SMA-Installationsdateien verfügbar sein.
  • Es muss ausreichend freier Festplattenspeicherplatz für die temporären Dateien verfügbar sein, die in der Anwendungsphase erstellt werden. Die Größe der temporären Dateien ist von der Größe der migrierten Dateien abhängig.
  • Das Zielsystem muss auf die SMA-Migrationsdateien zugreifen können. Sie können ein lokales Netz (LAN - Local Area Network), einen Wechseldatenträger (z. B. ein austauschbarer USB-Datenträger) oder ein gekreuztes Ethernet-Kabel verwenden.
  • Bei der PC-zu-PC-Migration muss das Zielsystem über so viel freien Speicherplatz auf der Festplatte verfügen, wie für die Gesamtgröße der Migrationsdateien erforderlich ist. (Anmerkung: Zur Ermittlung des freien Speicherplatzes ist die Größe der Migrationsdatei zur Gesamtgröße der Migrationsdateien hinzuzurechnen)

Quelle: Handbuch zum SMA

Anmerkung:

Die Angaben des Handbuchs können von denen der Hilfedatei abweichen. Das Handbuch bezieht auch auf SMA 6.x, die Hilfedatei auf die Version 8.x.


Vorabeinstellungen

Zum Transfer einiger Registry-Einstellungen kann diese Funktion in der

C:\Programme\ThinkVantage\SMA\config.ini aktiviert werden:

;------------------------------------------------------------------------------
;				APPLICATIONS PAGE
;------------------------------------------------------------------------------
Applications_Page_Show_Registry_Button = yes
;------------------------------------------------------------------------------

Es können anschließend Teilschlüssel der HKEY_CURRENT_USER und HKEY_LOCAL_MACHINE\Software migriert werden.

Hardware-Einstellungen lassen sich nicht übertragen.


Anhand einer Migration vom Thinkpad X61s mit Windows XP Professional auf ein T61 mit der gleichen Windows-Version beschreibe ich nachfolgende Vorgehensweise.

Auf beiden Notebooks muss der SMA installiert sein.


Download SMA

Handbuch (auch in deutsch)

Eine 250 GB externe Festplatte wurde am Quellrechner angeschlossen.

Migrationsdatei erstellen

Nach dem Programmstart des System Migration Assistent erscheint folgender Startbildschirm:

SMA01.gif

Nach dem Klick auf "Weiter" wählt man "Quellensystem" und "Migrationsdatei" und "Weiter"

SMA02.gif

In den folgenden Dialogen wählt man die gewünschten Einstellungen aus und klickt auf "Weiter"

SMA03.gif

Zu migrierende Benutzerkonten auswählen

SMA04.gif

Benutzerdefinierte Einstellungen auswählen

SMA05.gif

Zu migrierende Anwendungseinstellungen auswählen (ist abhängig von der verwendeten Version des System Migration Assistenten - ggf. vorher upgraden)

SMA06.gif

Wurde die Variable Applications_Page_Show_Registry_Button in der Config.ini auf yes gesetzt (siehe oben), erscheint zusätzlich der Schalter „Registry“:

SMA06a.gif

Hier können nun zusätzliche Registryeinstellungen übernommen werden. z.B. HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Exchange und HKEY_CURRENT_USER \Software\Microsoft\Office\11.0\Outlook (für Outlook 2003)

SMA06b.gif

Als nächstes werden die Netzwerk- und Domäneneinstellungen ausgewählt. Ebenso können die verbundenen Netzwerkfreigaben, DFü-Netzwerk-Zugänge u.a. ausgewählt werden

SMA07.gif

Über Freigaben verbundene Netzwerkdrucker auswählen

SMA08.gif

Den Abschluss der Auswahl bilden die Auswahl der Ordner und Dateien, die auf den neuen Rechner migriert werden sollen

SMA10.gif

und die Zuordnung der Dateitypen

SMA11.gif

Hierauf werden die Dateien und Einstellungen in die Migrationsdatei auf dem ausgewählen Datenträger (hier USB-Festplatte) exportiert.


Migrationsdatei importieren

Nach dem Anschließen der USB-Festplatte an den Zielrechner wird dort der System Migration Assistent gestartet. Nach Auswahl "Zielrechner" und "Migrationsdatei" klickt man auf "Weiter"

SMA14.gif

In den folgenden Abschnitten können in der Migrationsdatei abgelegte Einstellungen nachträglich abgewählt werden

SMA15.gif SMA16.gif SMA18.gif SMA19.gif SMA21.gif

Zum Schluss muss noch der Start des Imports bestätigt werden

SMA22.gif

Nach der optionalen Anzeige des Berichts muss der Rechner neu gestartet werden

SMA25.gif


Nach dem Reboot stehen die importerten Einstellungen und Dateien zuer Verfügung:

  • Einstellungen und Profile von AC wurden vollständig übernommen (siehe Einschränkung weiter unten)
  • Ebenso das auf dem alten Rechner erstellte Profil im Presentationdirector, das Outlook – Profil mit einem Exchange- und einen POP3-Account
  • Die Outlook-Passwörter für den Zugriff auf die Accounts mussten neu eingegeben werden, wie auch die Synchronisationseinstellungen für den Offline-Ordner unter Extras - Senden/Empfangen - Übermittlungseinstellungen - Übermittlungsgruppen definieren.
  • Benutzerdefinierte Word- und Excel-Vorlagen wurden übernommen, nachdem man sie beim Export im Dateibaum manuell ausgewählt hatte.
  • Verbundene Netzlaufwerke werden im Explorer angezeigt.


Einschränkung bezüglich Access Connections:

Access Connections-Profile werden sehr wahrscheinlich nur auf das neue System migriert, wenn dort die gleichen Netzwerkkarten Verwendung finden (festgestellt im Rahmen einer Migration von X61s mit XP auf X201 Tablet mit Windows 7 64 Bit).


Problem: kleinere Ziel-HDD als Quell-HDD

Gerade bei Umzug auf eine SSD kommt man in die Lage, dass preisbedingt diese kleiner ist, als das "Datengrab" auf der Quellfestplatte.

Nach Auswahl der Migrationsdatei erhält man folgende Fehlermeldung:

SMA26.gif

Oft reicht der Speicherplatz in diesen Fällen nicht für die temporären Dateien aus, die vom System Migration Assitenten beim Import erzeugt werden. Man benötigt freien Festplattenspiecher in der Grüße der Migrationsdatei plus aller zu importierenden Dateien (die in der Migrationsdatei komprimiert vorliegen)

Anstatt sich jetzt groß mit dem Erstellen von Import-Steuerdateien im XML-Format herumzuschlagen, hier ein Tipp aus der Praxis, der ohne große Umstände funktioniert:

  • System Migration Assistent beenden
  • Man nehme entweder eine zweite USB-HDD oder erzeugt auf der USB-HDD, die die Migrationsdaten enthält, eine zweite Partition, die mindestens so groß, wie die Migrationsdatei ist und formatiert sie im NTFS-Format.
  • Auf der Festplattenpartition C:\ wird ein Ordner _SMA erzeugt (wichtig ist der Unterstrich vor dem "SMA")
  • Als nächstes startet man die Datenträgerverwaltung (Systemsteuerung - Verwaltung - Computerverwaltung) und entfernt die Zuweisung des Laufwerkbuchstabens der zweiten USB-HDD bzw. der zweiten Partition auf der USB-HDD

SMA27.gif

  • Anschließend stellt man diese Partition im NTFS-Ordner C:\_SMA zur Verfügung

SMA28.gif

Der "Datenträger 1" ist hier die USB-HDD, die die Migrationsdateien enthält

Nun kann der System Migration Assistent neu gestartet und der Import der Migrationsdatei durchgeführt werden.

Wichtig!!!

Beenden des System Migration Assistent löscht sämtliche Dateien im temporärem Verzeichnis, das über C:\_SMA bereitgestellt wurde und löscht das Verzeichnis C:\_SMA

Muss der Import erneut durchgeführt werden, muss erst wieder C:\_SMA erzeugt und die Bereitstellung in der Datenträgerverwaltung erneut erfolgen.

Weblinks