770X

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Thinkpad 770X
Thinkpad 770X Rückseite mit Anschlüssen
Thinkpad 770X rechte Seite
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Thinkpad 770X

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Das Thinkpad 770X erschien als viertes Modell der Thinkpad 770-Reihe im Oktober 1998 und wurde bis Juni 1999 hergestellt.


Technische Daten

Hier sind die technischen Daten im Auslieferungszustand angegeben. Für die maximal möglichen technischen Daten siehe Kapitel "Hardware" und "Mods".


CPU:

  • Intel Mobile Pentium II "Tonga" 300 MHz
    • 512kb L2 Cache mit halbem Prozessortakt
    • 66 MHz Frontside-Bus
    • Core-Spannung: 1,6 Volt
    • Thermal Design Power: 11,6 Watt


Grafikchip:

  • Trident Cyber 9397 DVD 83 MHz
    • AGP 1X (der Grafikchip kann auch AGP 2X, dies unterstützt das BIOS des Thinkpad aber nicht)
    • 4MB SGRAM bei den Thinkpad-Modellen mit 14,1" TFT und 1024x768er Auflösung
    • 8MB SGRAM bei den Thinkpad-Modellen mit 13,7" TFT und 1280x1024er Auflösung
    • 3D-Beschleunigung bis Windows 98SE (für Windows 2000 und XP existieren keine Treiber mit 3D-Beschleunigung)


Display:

  • TFT-Display am Gerät selbst:
    • 14,1" TFT mit 1024x768 Pixeln Auflösung (XGA), max. 32-bit Farbtiefe oder
    • 13,7" TFT mit 1280x1024 Pixeln Auflösung (SXGA), max. 16-bit Farbtiefe
  • externer Monitor am VGA-Ausgang angeschlossen:
    • Bildausgabe auf dem TFT-Bildschirm und gleichzeitig am VGA-Ausgang: bis zu 1024x768 Pixeln bei 32-bit Farbtiefe bei den Modellen mit 14,1" TFT und bis zu 1280x1024 Pixeln bei 16-bit Farbtiefe bei den Modellen mit 13,7" TFT
    • Bildausgabe auschließlich am VGA-Ausgang: bis zu 1600x1200 Pixeln bei 16-bit Farbtiefe und bis zu 1024x768 Pixeln bei 32-bit Farbtiefe


Speicher:

64 - 128MB 144-Pin SD-RAM SO-DIMM


Festplatten: Es ist standardmäßig eine 2,5" IDE Festplatte doppelter Bauhöhe mit:

  • 8,1GB verbaut.


Chipsatz:

  • Northbridge: Intel i440BX AGPset
  • Southbridge: Intel PIIXE4


Audio:

  • Cirrus Logic CS4239 ISA
  • Cirrus Logic CS4610 PCI


sonstiges:

  • 56K-Modem


Erweiterungsschacht:

  • Ultrabay II mit einem der folgenden Laufwerke ab Werk:
    • 1,44 MB Diskettenlaufwerk
    • 24x CD-Laufwerk von Sanyo (CRD-S372BDB)
    • 2x DVD / 16X CD-Laufwerk von Toshiba (SD-C2002) RPC I
    • 2x DVD / 20X CD-Laufwerk von Matsushita (SR-8171-L) RPC II


Schnittstellen:

  • PCMCIA 8+16bit / Cardbus 32bit (2x Steckplätze Typ 2 bzw. 1x Typ 3) / Zoomed Video Steckplatz
  • IrDA 1.1 Infrarot Schnittstelle mit bis zu 4 MBit/s
  • parallele Schnittstelle
  • serielle Schnittstelle (9pol. Sub-D)
  • VGA Monitor-Anschluss
  • Stereo Kopfhörer Ausgang
  • Stereo Line-In Eingang
  • Mikrofon Mono Eingang
  • Dockingport für SelectaBase 770
  • Anschluß, um das Ultrabay-II-Diskettenlaufwerk über ein Kabel extern anzuschließen

bei installiertem DVD and Enhanced Video Adapter zusätzlich:

  • TV-Out
  • Video-In
  • Digital Audio Out (AC3)


Netzteil:

  • Eingang 100-240V~, Ausgang 16V=, 3,6Ah, 54W


Bootmöglichkeiten:

  • Diskettenlaufwerk extern am Floppy-Anschluß
  • Diskettenlaufwerk intern im Ultrabay-Schacht
  • IDE-Gerät im Festplattenschacht
  • IDE-Gerät im Ultrabay-Schacht
  • PCMCIA-Karte mit eigenem BIOS bzw. BIOS-Erweiterung im 770x


Maße und Gewichte:

  • äußere Abmessungen (zusammengeklappt, ohne Netzteil und eingestecktes Zubehör):
         o 31,3 cm breit, 25,5 cm tief, 5,9 cm hoch 
  • Gewicht, betriebsbereit (installiert: 8,1GB HDD, Toshiba DVD-Laufwerk, DEVA-Karte, Akku):
         o  3.120 Gramm 
  • Leergewicht (nicht installiert: HDD, Ultrabay-Gerät, Akku, weiteres Zubehör):
         o  ? Gramm 


Erhältliches Zubehör:

  • Ultrabay-Laufwerke
    • Adapter für zweite Festplatte (diese muss in dem für die Festplatten der 770-Serie oder 760-Serie typischen IBM-Gehäuse installiert werden)
    • Abstandshalter, um im Ultrabay-II-Schacht einen zusätzlichen Akku zu betreiben
    • ZIP-Diskettenlaufwerk für ZIP-Disketten bis 100MB
    • LS120-Diskettenaufwerk
  • DVD and Enhanced Video Aapter (im folgenden DEVA-Karte) mit folgender Ausstattung:
    • MPEG-2-Decoder zur flüssigen Wiedergabe von DVDs, ohne den Prozessor zu belasten, funktioniert auch unter Windows 2000 und XP einwandfrei
    • Video-In-Anschluss zum digitalisieren von analogen Videoaufnahmen (z.B. VHS), qualitätsmäßig sollte man besser nicht allzuviel erwarten
    • digitaler AC3-Audioausgang zum Anschluss an einen 5.1-Receiver
    • TV-Out zum Anschließen eines Fernsehers als Bildschirm
  • Portreplikator Selecta-Base 770
  • Dockingstation Selecta-Dock III (erfordert Portreplikator)

Aufrüstmöglichkeiten Hardware

Die Hardware des Thinkapd 770X entspricht fast (bis auf Modem und Grafikchip) genau der des 600E und lässt sich demnach auch ähnlich gut aufrüsten. Aufgrund des etwas besseren Grafikchips und des MPEG2-Decoders auf der DEVA-Karte taugt das 770X auch heute noch einwandfrei für Aufgaben wie DVD schauen und Office. Rüstet man das Thinkpad auf, sind auch Dinge wie DVB-T, surfen (wenn man von den meisten Flash-Videos absieht) und Windows XP kein Problem. Dies ist aus Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten aber eher Spielerei bzw. Liebhaberei, da es für deutlich weniger Geld und Aufwand schon neuere und dementsprechend leistungsfähigere Thinkpads gebraucht zu kaufen gibt. Zudem ist das 770X durch seine Größe und sein Gewicht z. B. im Vergleich zu den Modellen der 600er Reihe aus der selben Zeit deutlich unbequemer zu transportieren. Andererseits ist es gerade die massive Bauweise, die das Modell für Thinkpad-Liebhaber und Nostalgiker interessant macht.


CPU

Will man möglichst wenig Aufwand betreiben, kann man die CPU bis auf einen Pentium II mit 366 oder 400 MHz aufrüsten. Der L2-Cache bei diesen Prozessoren ist zwar nur halb so groß wie der des original verbauten 300 MHz Pentium II, dafür taktet dieser aber mit vollem Prozessortakt. Darum ist der Leistungsgewinn durch Aufrüsten auf ein Modell mit 366 bzw. 400 MHz deutlich höher, als man rein von den Taktraten her erwarten würde. Der Frontside-Bus bleibt bei diesem Szenario bei 66 MHz. Der Prozessor befindet sich zusammen mit der Northbridge des Chipsatzes auf einer standardisierten Platine mit MMC-2-Anschluss. Diese wird komplett getauscht. Wer im Forum oder bei Ebay MMC-2 bzw. MMC2 eingibt, wird fündig.

Zum Tauschen des Prozessors geht man am besten vor wie im Hardware-Maintainance-Manual für die 770-Serie ab Seite 68 beschrieben.

Generell ist es auch möglich, Pentium-III-Prozessoren mit 100 MHz Frontside-Bus zu verbauen, was einen deutlich größeren Leistungsschub zur Folge hat, als wenn man bei einem Pentium II bleibt. Siehe hierzu das Kapitel "Mods".


Festplatte

Die original verbauten IBM-Festplatten sind mit Abstand der größte Flaschenhals bei diesem Modell. Sie sind nicht nicht nur langsam, sondern auch noch schwer und vor allen Dingen äußerst laut. Dies fällt vor allem dann auf, wenn man eine halbwegs aktuelle kleinere 2,5" IDE-Festplatte (z. B. 40GB) verbaut. Danach ist das Thinkpad so gut wie unhörbar, solange der Lüfter nicht läuft.

Eine neue Festplatte bringt von allen Aufrüstoptionen am meisten. Hat man zusätzlich noch den Arbeitsspeicher auf 256MB aufgerüstet, lässt sich Windows XP bereits mit dem originalen Pentium II 300 Mhz recht flüssig bedienen, Windows 2000 stellt überhaupt kein Problem dar.

Zum Tauschen der Festplatten löst man zunächst die Schraube links unter der Festplattenabdeckung mit einer Centmünze (es gibt auch Modelle, bei denen einen kleine Innensechskantschraube installiert ist) und schiebt dann den schwarzen Riegel zur Seite. Nachdem man die Abdeckung abgenommen hat, kann man an dem blauen Band die Festplatte in ihrem Gehäuse herausziehen. Jetzt dreht man die sechs Kreuzschlitzschrauben heraus und legt das Blechgehäuse mit der Festplatte mit dem IBM-Label nach oben auf den Tisch. Nun drückt man, während man den Deckel abhebt, von oben leicht auf den braunen Stecker, um das Flachbandkabel nicht durch zu starkes Verbiegen zu beschädigen. Jetzt kann man das Gehäuse umgekehrt in die Hand nehmen und dann das Blechunterteil abheben. Nur noch das Kabel vorsichtig von der Festplatte abziehen, an die neue Festplatte anstecken und alles wieder zusammenbauen.

Die maximale Festplattengröße, die das Thinkpad 770X ohne weiteres mit dem neusten BIOS verträgt, ist etwa 120GB. Es funktionieren auch größere Festplatten (eine 250GB-Festplattte wurde erfolgreich getestet, es existiert auch eine 320GB-Version, die wahrscheinlich ebenso funktioniert), allerdings sollte dann Windows XP oder Windows 98SE mit dem inoffiziellen Service-Pack (siehe Kapitel "Software") als Beriebssystem wählen, da diese die BIOS-Limitierung (unterstützt kein 48 bit-LBA) umgehen können. Möchte man eine Festplatte größer 120GB in der Ultrabay-II verwenden, ist Hotswapping nur unter Windows XP (und laut diverser Informationen aus dem Internet auch mit Windows 2000 Service Pack 4, dies wurde allerdings noch nicht im Forum getestet) nur mit einem Trick möglich: man öffnet den Hebel für die Ultrabay-II, steckt die Festplatte ein und schließt den Hebel. Anschließend öffnet man den Hebel nochmals (die Festplatte nicht herausnehmen) und schließt ihn wieder, so dass der Schalter für die Ultrabay-II auf dem Mainboard ein zweites Mal betätigt wird. Erst dann taucht die große Festplatte kurze Zeit später im Dateimanager des Betriebssystems auf. Unter Windows 98/SE funktioniert Hotswapping mit Platten über der 120GB-Grenze überhaupt nicht. Ist die Platte bereits beim Systemstart eingebaut, funktioniert sie sowohl unter 98/SE mit inoffiziellem Service-Pack 3 Beta 4 als auch unter XP einwandfrei.

Wer ganz sicher gehen will, kann einen Disk-Manager (z. b: von Ontrack) verwenden, allerdings funktioniert die Festplatte dann nur, wenn sie angebootet wurde.


Arbeitsspeicher

Dies ist die Aufrüstoption, die nach der Festplatte den zweithöchsten Leistungsgewinn (bei ebensowenig Aufwand) verspricht. Es können bis zu 512 MB Arbeitsspeicher verbaut werden. Der Arbeitsspeicher muss vom Typ SD-RAM SO-DIMM 144 Pin sein. Der maximale FSB, für den die Speichermodule ausgelegt sind, spielt keine Rolle und kann 66 MHz, 100 MHz oder 133 MHz betragen. Wichtig ist allerdings, dass die Module für eine CAS-Latency von 2 spezifiziert sein müssen, damit ein stabiler Betrieb gewährleistet ist, da es im BIOS leider keine Option gibt, um die CAS-Latency auf 3 zu stellen. Auf den RAM-Etiketten stehen meistens Angaben wie PC133-333 oder PC100-222. Die Zahl hinter dem PC*** ist der maximale Frontside-Bus in MHz, die drei folgenden Ziffern geben die Timings der RAM-Riegel bei maximalem FSB an. Die erste Ziffer ist die CAS-Latency, um die beiden anderen braucht man sich im Falle des 770X nicht zu kümmern. Evtl. laufen Riegel für CL3 auch bei CL2 stabil, dafür gibt es aber keine Garantie.

Bei den 256-MB-Modulen ist Vorsicht geboten, hier werden ausschließlich solche Module vollständig erkannt, die auf beiden Seiten acht Chips aufweisen (also ingesamt sechzehn). Darum sollte man sich unbedingt vor dem Kauf Original-Bilder des RAMs zeigen lassen und keinen Beispielbildern trauen, solange der Verkäufer nicht ausdrücklich die Kompatibilität zu Notebooks mit i440Bx-Chipsatz (wie z. B. T20-T22 oder 600X) garantiert.

512-MB-Module laufen generell nicht.

Außerdem kann es, aus welchen Gründen auch immer, vorkommen, dass ein RAM-Riegel nicht stabil läuft oder nicht erkannt wird, obwohl er von den Spezifikationen her eigentlich laufen müsste. Am sichersten fährt man daher mit RAM-Riegeln, die eine FRU-Nummer von IBM haben. So laufen z. B. die 256-MB-Riegel aus den T20-T22-Modellen mit FRU # 33L3070 generell auch problemlos im 770X mit voller Kapazität. Generell empfiehlt es sich nach einem RAM-Upgrade, die Stabilität mit dem Programm memtest86+ von einer Bootdiskette zu überprüfen. Wenn das TP nicht mit dem neu erworbenen Riegel startet oder unter memtest Fehler auftreten, sollte man den Riegel (mehrmals) nochmal herausnehmen und wieder reinstecken, evtl. ist es nur ein Kontaktproblem, da die Kontaktfedern manchmal schon sehr ausgeleiert oder leicht oxidiert sind.

Auf 512 MB kommt man am einfachsten, indem man zwei kompatible 256-MB-Riegel in den beiden RAM-Slots unterhalb der RAM-Abdeckung einbaut. Dazu wird einfach die RAM-Abdeckung auf der Unterseite des Gerätes mit einem Kreuzschlitzschraubendreher entfernt und das Modul etwa im 30°-Winkel zum Mainboard im Steckplatz eingesteckt (auf die Kerbe achten). Dann wird der Riegel so tief herunter gedrückt, dass beide Plastikklammern (rechts und links) einrasten. Evtl. bereits installierte Riegel entfernt man durch das Beiseiteziehen dieser Plastikklammern (RAM-Modul schnappt nach oben) und anschließendes Herausziehen des Riegels. Man kann aber auch das gesamte Thinkpad bis auf die allerletzte Schraube auseinandernehmen und den 64-MB-Riegel in dem dritten RAM-Slot, der bei abgenommener RAM-Abdeckung teilweise in der Ecke zu sehen ist, gegen einen 128-MB oder 256-MB-Riegel ersetzen. So hat man auch die Möglichkeit, mit nur einem (meist teuren) 256-MB-Riegel und zwei (oftmals deutlich billigeren) 128-MB-Riegeln auf 512 MB zu kommen. Dies ist allerdings nur dann zu empfehlen, wenn man das Gerät sowieso auseinandernehmen will, um z. B. den Prozessor zu tauschen. Ansonsten sollte man lieber das Geld für einen zweiten 256-MB-RAM-Riegel investieren, die gesparte Arbeit ist es definitiv wert!

Theoretisch wäre es technisch sogar möglich, mit drei 256-MB-Riegeln auf 768 MB RAM zu kommen. Tests haben ergeben, dass im BIOS auch die vollen 768 MB erkannt werden (wenn man unter "config" auf "memory" klickt und die RAM-Größe neben "Installed:" abliest), allerdings werden davon nur maximal 512 MB aktiviert. Bisher ist keine Möglichkeit bekannt, diese BIOS-Limitierung (vermutlich künstlich durch IBM ins BIOS eingebaut) zu umgehen. Somit liegt der maximale RAM-Ausbau leider nur bei 512 MB.

Grafikkarte

Dies ist mit Abstand der größte Schwachpunkt vom 770X. Unter Windows 2000 und XP funktioniert noch nicht einmal die 3D-Beschleuningung und Overlay (?), unter Windows 98/SE ist Overlay ist auch nicht besonders zuverlässig, z B. stürzt das Gerät in Verbindung mit VLC komplett ab, wenn man im Programm "Videoausgabe überlagern", also die Verwendung der Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte, aktiviert hat. Unter Media-Player Classic in Verbindung mit einem Codec-Pack wie z. B. K-Lite funktioniert bei bestimmten Einstellungen (-wird nachgereicht, kann länger dauern-) zwar Overlay, bringt aber auch nur leichte Verbesserungen bei Bildqualität und Leistung (hängt auch stark von der verwendeten Video-Datei ab).

Aufgrund der unterm Strich miesen Videobeschleunigung (resultierend aus uralten Treibern, der Chip selbst ist garnicht mal so übel) kann man das 770X somit für die Wiedergabe von heute gängigen größeren Video-Dateien wie z. B. XVID nur äußerst eingeschränkt verwenden; ohne das Aufrüsten auf einen Pentium III wie im Kapitel "Mods" beschrieben geht in dieser Hinsicht sowieso schon mal so gut wie garnichts außer eben DVDs und reinem MPEG (bei installierter DEVA-Karte), was aber für viele User schon ausreichen dürfte.

Es gibt Platinen mit 4 MB Grafikspeicher (in den Modellen mit 14,1" TFT, FRU # - wird noch eingefügt-) und 8 MB Grafikspeicher (in den Modellen mit 13,7" TFT, FRU # - wird noch eingefügt-), die nicht ohne weiteres untereinander austauschbar sind. Baut man ein Modell mit 8MB in ein Thinkpad mit 14,1" TFT ein, werden beispielsweise die Farben nicht mehr korrekt dargestellt (sieht ein wenig aus, wie 16 bit Farbtiefe).

Im Kapitel "Mods" ist beschrieben, wie man diese 8-MB-Platinen zu den 14,1"-TFTs kompatibel macht und so den Grafikspeicher bei diesen Thinkpad-Modellen auf 8 MB aufrüsten kann. Allerdings sind auch dadurch nur leichte Verbesserungen bei der Leistung von Overlay und 3D (und auch nur unter Windows 98/SE) möglich.

Der Einbau einer komplett anderen Grafikkarte ist nicht möglich.


Optisches Laufwerk

Generell kann man jedes heutzutage übliche optische Laufwerk mit Slimline-IDE-Anschluss im Thinkapd 770X betreiben. Leider gibt es dabei eine massive Einschränkung. Der Stecker des CD-Laufwerks innerhalb des Ultrabay-II-Gehäuses ist kein Standard-Stecker und der Stecker im Ultrabay-II-Gehäuse des Toshiba-DVD-Laufwerks ist zwar der richtige, hat aber eine andere Position als üblich, so dass sich das starre Flachbandkabel nicht für aktuelle Laufwerke verwenden lässt. Somit eignet sich zum einfachen Umrüsten nur das DVD-Laufwerk von Matsushita, dessen Flachbandkabel und Ultrabay-II-Gehäuse zu allen heutigen Standard-IDE-Slimline-Laufwerken kompatibel ist. Ich selbst habe z. B. erfolgreich einen NEC Optiarc AD-7543A DVD-Brenner eingebaut. Allerdings muss bei so gut wie allen Laufwerken die Laufwerksblende angepasst werden (z. B. Position des Auswurftasters und der LED). Außerdem passen die Befestigungsnasen so gut wie nie, so dass man die Blende mit Kleber befestigen muss. Ein Laufwerk, bei dem die Blende sehr gut passt und es lediglich erforderlich ist, ein kleines Loch ins Plastik des Laufwerks zu bohren ist das Panasonic UJDA-750 (liest DVDs und brennt CDs). Der Umbau wird hier vom User "pkiff" aus dem amerikanischen Thinkpad-Forum detailliert beschrieben.

DVD and Enhanced Video Adapter (auch bekannt als DEVA-Karte)

Diese Erweiterungskarte ermöglicht durch den Hardare-MPEG-2-Decoder das ruckelfreie Apsielen von DVDs und MPEG-2-Dateien, auch ohne Aufrüsten von Festplatte, Prozessor und / oder Arbeitsspeicher. Zudem erweitert es das Thinkpad um einen TV-Out, einen Video-Eingang und einen digitalen Audioausgang. Um diese Anschlüsse auch verwenden zu können, benötigt man allerdings ein entsprechendes Adapterkabel (FRU # 85G1897), was der Karte damals beilag. Bei Gebrauchtgeräten von Ebay, die die DEVA-Karte installiert haben (erkennt man an den drei kleinen runden Anschlüssen unter dem Akkuschacht auf der linken Seite), ist dieses nicht immer dabei! Außerdem lag noch eine Software "DVD Express" von Mediamatics zum Abspielen von DVDs und eine Software "Digital Video Producer" zum Digitalisieren von Videos von Asymetrix bei, die bei Gebrauchtgeräten so gut wie nie dabei ist.

Die richtige Reihenfolge beim Installieren der Software und Treiber spielt unter Windows 98/SE eine entscheidende Rolle. Zuerst müssen, falls nicht schon geschehen, die Grafiktreiber (Video Features for Windows 98, TP770X/Z) und Audio-Treiber (Audio Features for Windows 98, TP770X/Z) installiert werden (immer schön Rebooten nach jedem mal). Danach müssen zuerst die Video-Capture-Treiber ( - Name kommt noch- ) und dann die MPEG-2-Decoder-Treiber (MPEG Features IV for Windows 98/2000) installiert werden. Hat man das Programm "DVD-Express" zur Hand, installiert man zunächst die Original-Version von CD (Reboot nicht vergessen) und anschließend (ohne die Software ausgeführt zu haben!) das Update für "DVD-Express" von der IBM-Seite (wieder Reboot). Wenn jetzt bei den Einstellungen von DVD-Express der Tab "Audio" ==> "digitaler Audio-Ausgang aktivieren" angezeigt wird und DVDs einwandfrei abgespielt werden können, dann hat alles einwandfrei geklappt.

Hat man diese Software nicht (und besonders "Digital Video Producer" ist sehr schwer zu bekommen, "DVD-Express" bekommt man schon eher mal), kann man zwar trotzdem den MPEG-2-Decoder sowie den TV-Out und den Video-Eingang nutzen. Der digitale Audio-Ausgang erfordert allerdings zwingend "DVD-Express", zumindest unter Windows 98/SE. Der Video-Eingang ist zudem recht schwierig zum Laufen zu bekommen, mit dem kostenlosen Vidcap32 von Microsoft bekommt man zumindest schon mal ein Bild angezeigt, die Qualität und der Funtkionsumfang ist allerdings nicht sonderlich berauschend. Zum DVDs Abspielen eignet sich unter Windows 98/SE auch der Media-Player Classic (hat nichts mit dem Media Player 6.4 von Mirosoft zu tun), nachdem man alle Treiber installiert hat. Alternativ kann man auch den Windows Media-Player auf Version 7.4 (Windows 98) bzw. 9 (Windows 98SE) updaten, damit sollte es auch funktionieren.

Unter Windows 2000 und XP spielt der Windows Media-Player nach der Installation der Windows-2000-Treiber für den MPEG-2-Decoder (MPEG Features IV for Windows 98/2000) ebenfalls DVDs problemlos unter Verwendung des MPEG-2-Decoders ab (kontrollieren, ob im Windows Media-Player unter DVD-Playback bei "Decoder" "Hardware" ausgewählt ist -wird noch kontrolliert und genauer ausgeführt-). Der Video-Capture-Treiber ist bereits in Windows integriert. Der digitale Audio-Ausgang funktioniert unter diesen Betriebssystemen nur dann, wenn der Hardware-Decoder per Registry-Eintrag (-wird noch eingefügt-) deaktiviert und der digitale Audio-Ausgang aktiviert wird (die DVD muss dann per Software-Decoder vom Prozessor decodiert werden). Unter 98/SE funktioniert mit "DVD-Express" beides gleichzeitig.

Genausogut (laut meiner Erfahrung ist dies die beste und zuverlässigste Lösung) kann man zum DVD Abspielen unter Windows 2000 und XP auch unter "start" ==> "ausführen" "dvdplay.exe" eingeben (bzw. sich eine Verknüpfung dazu anlegen). Unter Windows 2000 ist dies noch ein komplett eigenständiger, schlanker DVD-Player, unter Windows XP lediglich eine Art "Link" auf den Windows Media-Player. Allerdings funktioniert die dvdplay.exe von Windows 2000 auch problemlos unter Windows XP (dazu einfach die Datei in WINDOWS\system32\ überschreiben). Neben der Übersichtlichkeit hat die dvdplay.exe von Windows 2000 auch den Vorteil, dass sie ausschließlich mit Hardware-MPEG-2-Decodern funktioniert, so dass man sich absolut sicher sein kann, dass der Hardware-Decoder auch verwendet wird (auch, wenn zusätzlich Software-Decoder installiert sind), wenn man diesen Player nutzt (ein Blick auf die CPU-Auslastung im Taskmanager während der DVD-Wiedergabe gibt zusätzlich Aufschluss).

Zum nachträglichen Einbau der DEVA-Karte wird das Thinkpad zunächst mit dem Boden nach oben auf den Tisch gelegt. Danach werden die beiden Schrauben auf der Unterseite am linken Rand beim Akkuschacht entfernt und die Plastik-Blende abgenommen. Anschließend wird die Karte mit den Bauteilen nach oben zeigend möglichst mittig eingeschoben, man muss evtl. ein bisschen rumprobieren, bis der Stecker einrastet und man die Karte vollständig einschieben kann. Anschließend werden die beiden Schrauben wieder eingeschraubt. Nicht wundern: Beim ersten Start nach dem Einbau wird das BIOS nach dem normalen Piepton kurz nach dem Einschalten den Bildschirm schwarz stellen und dann nochmals piepen. Anschließend startet das Gerät automatisch neu und bootet erst dann wieder wie gewohnt das Betriebsystem. Dies passiert ebenso, nachdem man die DEVA-Karte wieder ausbaut.

Außerdem gibt es zwei Versionen der DEVA-Karte: Eine ältere, die nur in den Thinkpads 770, 770E und 770ED funktioniert (Part # 11J9008) und eine neuere (Part # 12J0411), die in allen Thinkpads der 770er-Serie funktioniert (also auch im 770X und im 770Z).


Software

BIOS

  • BIOS-Update

Vor allen Änderungen am Thinkpad sollte man das BIOS auf den neusten Stand bringen. Die neuste BIOS-Version des 770X ist IEET42W. Zum Updaten des BIOS benötigt man ein Diskettenlaufwerk plus 1,44-MB Diskette, das Netzteil und normalerweise eine voll geladenen Akku. Wenn möglich, schließt man der Einfachheit halber das Diskettenlaufwerk extern an, da es dann unter sämtlichen Betriebssystemen als Laufwerk A erkannt wird. Hat man das entsprechende Anschlusskabel nicht, muss man unter Windows 2000 und XP die EXE-Datei aus der Kommandozeile gefolgt von "b:" (ohne Anführungszeichen) starten, damit das Diskettenlaufwerk in der Ultrabay-II von der Software erkannt wird. Zuerst wird die Diskette formatiert, dann die EXE-Datei ausgeführt. Diese entpackt nun Dateien auf die Diskette. Anschließend startet man den Laptop neu, booten von der Diskette im Laufwerk und folgt den Anweisungen auf dem Bildschirm. Nach dem Update sollte man zur Sicherheit im BIOS unter "config" auf "initialize" klicken.

  • Ich besitze keinen funktionsfähigen Akku, wie kann ich das BIOS trotzdem updaten?

Zuerst sei gesagt, dass diese Vorgehensweise ein gewisses Risiko birgt. Fällt während des BIOS-Updates der Strom aus, ist das Thinkpad sehr wahrscheinlich nicht mehr bootfähig.

Man benötigt die fertige Update-Diskette mit den bereits entpackten Dateien und einen Hex-Editor. Man öffnet die Datei "updtflsh.exe" auf der Diskette mit dem Hex-Editor, scrollt bis etwas 7/8 der Datei herunter bis man rechts in der Textspalte "prep2" gefunden hat. Dort ersetzt man jetzt die 2 durch eine 1 und speichert die Datei ab. Bootet man von dieser Diskette, sollte das BIOS-Update auch ohne Akku funktionieren. Genaueres kann man in diesem Post von Dominik Schorpp nachlesen oder man googelt nach "1Byte-Hack".

  • Wie komme ich ins BIOS?

Während dem Anschalten die Taste F1 gedrückt halten, irgendwann erscheint das BIOS (oder auch "Easy Setup"), welches bei diesen Thinkpads leider so gut wie keine Einstellmöglichkeiten bietet.

  • Welche "versteckten" BIOS-Optionen gibt es?

im Hauptmenü:

  • "strg + Bild auf" vorheriges BIOS-Farbschema
  • "strg + Bild ab" nächstes BIOS-Farbschema
  • "strg + Pos1" lädt das Standard-BIOS-Farbschema

im Untermenü "config"

  • "strg + d" öffnet einen CMOS-Editor ("System Configuration Edit Utility", dieses benötigen wir vor allem für die Modifikationen im Kapitel "Mods")
  • "strg + n" öffnet ein Feld, mit dem man die Seriennummer des Mainboards ändern kann (normalerweise unnötig)
  • "strg + u" automatische Konfiguration des PCI-Busses (unbekannt, was genau eingestellt wird)
Nachdem man im Untermenü "config" strg + d gedrückt hat, kann man sich mit F1 auch die Hilfe anzeigen lassen, auf Seite 7 sind diese Tastenkombinationen alle nochmal aufgelistet.

im Untermenü "test"

  • "strg + a" erweiterter Test-Modus (generell sehr zu empfehlen, da man genaue Statusmeldungen und Optionen während der Tests erhält)
nur, nachdem man strg + a im Untermenü "test" gedrückt hat:
  • "strg + f" zeigt eine Liste mit angeschlossenen Teilen und der zugehörigen FRU# an (erscheint auch direkt, nachdem man strg + a gedrückt hat)
  • "strg + t" enable/disable printing of messages (scheint nichts zu bewirken)
  • "strg + k" ruft den Tastaturtest auf (erscheint auch, nachdem strg + a gedrückt wurde)
  • "strg + e" ruft eine Liste mit aufgetretenen Fehlern (Error log) auf
  • "strg + v" zeigt das Resultat von "looptest oder "test all" an


Betriebssystem

Als Betriebsystem für das 770X im Originalzustand eignet sich Windows 98 Second Edition. Verwendet man dieses Betriebsystem, ist die Installation des inoffiziellen Service-Packs 3.0 Beta 4 für Windows 98SE von hier, des Internet Explorers 6 und des Service Packs 1 dafür sowie der "NUSB-Treiber v3.3" von hier sowie das Updaten des Windows Media-Players auf Version 9 zu empfehlen. Dadurch bekommt man ein sehr funktionables Windows 98SE, bei dem man sogar wie von Windows 2000 und XP gewohnt USB-Sticks und Kameras ohne Installation von Extra-Treibern verwenden kann.

Spätestens, wenn man die Festplatte getauscht und 256 MB Arbeitsspeicher installiert hat, kann man Windows 2000 mit Service Pack 4 oder Windows XP mit Service Pack 3 ohne Probleme verwenden. Aufgrund der Aufwandsersparnis beim Treiber installieren und des neueren "Unterbaus" ist dies auch ausdrücklich zu empfehlen. Besonders gut laufen diese Betriebsysteme, wenn vorher nicht benötigte Komponenten von Windows mit dem Tool "nlite" entfernt und nach der Installation sämtliche nicht notwendigerweise benötigten Dienste und Autostart-Anwendungen deaktivert werden.

Lüftersteuerung

Die Steuerung des Lüfters ist unter Windows 2000 und XP generell möglich, allerdings nur manuell mit dem Programm PFControl von "Profiler" oder automatisch über eine Software-Doppellösung: Man lässt im Hintergrund eine Instanz von Notebook Hardware Control laufen, welche so konfiguriert wird, dass sie permanent die CPU-Temperatur im Hintergrund ausliest. Als nächstes installiert man eine speziell für das Thinkpad 770X angpasste Version des Tools TPFanControl von "troubadix" (vielen Dank nochmal an dieser Stelle) - evtl. noch die Version plus ini-Datei hochladen oder verlinken, wenns troubadix erlaubt-

Nützliches Zubehör

-kommt noch-

Mods

Pentium III einbauen

Es gibt auch Platinen mit Pentium-III-Prozessoren für den im Thinkapd 770X verwendeten MMC-2-Sockel. Allerdings gibt es beim Aufrüsten auf einen Pentium-III-Prozessor einiges zu beachten:

  • Der L2-Cache des Prozessors kann nicht vom BIOS aktiviert werden, da dieses eigentlich keine Pentium-III-Prozessoren unterstützt. Es gibt aber Software, um den L2-Cache bei laufendem Betriebssystem oder, was noch eleganter ist, per Bootloader zu aktivieren (siehe Ende dieses Abschnitts).
  • Der Frontside-Bus erhöht sich von 66 auf 100 MHz. Dies bringt zwar einen deutlichen Performance-Schub, bedeutet aber auch, dass man Arbeitsspeicher benötigt, der für 100 MHz FSB augelegt ist. Die alten RAM-Riegel können nicht immer weiterverwendet werden.
  • Die schnelleren Modelle (ab Pentium III 600 MHz MMC-2) haben eine Stromspartechnologie namens Speedstep implementiert. Der Prozessor hat zwei Multiplikatoren und zwei Spannungen. Der hohe Multpilikator und die hohe Spannung müssen erst vom BIOS aktiviert werden, ansonsten läuft der Prozessor nur mit niederiger Spannung und niedrigerem Multiplikator. Da das BIOS des 770X diese Stromsparfunktion nicht unterstützt, laufen Speedstep-Modelle ohne weitere Modifikationen an der CPU (Speedstep-Mod) nur mit kleinerem Multiplikator und kleiner Spannung. Es gibt aber eine Möglichkeit, permanent die hohe Spannung und den hohen Multiplikator zu aktivieren, oder aber (mit deutlich mehr Arbeitsaufwand) Spannung und Multiplikator der CPU in Abhängigkeit vom Netzteilanschluss zu steuern, so dass eine ähnliche Funktion erreicht wird, wie bei Notebooks, bei denen das BIOS Speedstep unterstützt.
  • Es gibt die Möglichkeit, die Spannungen der beiden Modi unabhängig voneinander zu verändern (Volt-Mod), entweder, um die Spannungen zu senken und Strom zu sparen, oder um den Prozessor zu übertakten.

Die beiden Modifikationen an der MMC-2-Platine sind im Artikel MMC-2-Prozessoren modifizieren erklärt.

Für das 770X empfiehlt es sich, maximal einen Pentium III 650 MHz mit Spedstep-Mod @ 650 MHz und 1,6 Volt Vcore oder schnellere Modelle ohne Speestep-Mod (z. B. das Modell mit 850 MHz @ 700 MHz und 1,35 Volt Vcore) zu betreiben, da sonst die Kühlung zu schwach sein könnte. Ein Pentium-III 850 Mhz @ 700 Mhz ist möglicherweise stromsparender als ein Pentium-III 650 MHz @ 650 MHz. Vom Preis-Leistungverhältnis sind die kleineren (und somit auch deutlich billigeren) Modelle allerdings besser, da der Leistungsgewinn durch die Pentium-III-Technik allgemein (100 MHz FSB, SSE-Befehlssatz, L2-Cache mit vollem Prozessortakt) höher ist, als man noch mit höheren Taktraten im Vergleich zum kleinsten Pentium III mit 450 MHz rausholen könnte.

Software, um den Level2-Cache des Prozssors (und den höheren CPU-Multiplikator, falls der Speedstep-Mod angewandt wurde):

Mit dem Tool "enable_p6" lässt sich der Level-2-Cache des Pentium-III-Prozessors und, sofern der Speedstep-Mod gemacht wurde, auch der höhere CPU-Takt aktivieren. Zum Autostart kann man es entweder als Service im Hintergrund laufen lassen oder eine Verknüpfung auf die "test.bat" legen. Da nach dem Standby oder Suspend-to-Disk die CPU wieder ohne L2-Cache und mit niedrigerem Takt arbeitet ist es außerdem ratsam, sich eine Verknüpfung dazu auf dem Desktop anzulegen.

Es gibt auch die Möglichkeit, eine modifizierte Version des Bootloders GRUB zu verwenden. Details dazu finden sich hier.

Prozessor um 8% übertakten

Der Taktgenerator im Thinkapd 770X kann neben den FSBs 66 MHz und 100 MHz auch die FSBs 71 MHz und 108 MHz generieren. Dazu muss am Taktgenerator lediglich eine kleine Kabelverbindung angelötet werden, wie auf dem Bild unten zu sehen. Alle Pentium-II- und Pentium-III-Prozessoren sollten diese kleine Übertaktung ohne Probleme verkraften. Beim Speicher kann das schon anders aussehen. Am besten überprüft man nach dem Mod die Stabilität mit Memtest86+.

8% Übertaktung








zweiten USB-1.1-Port von der Southbridge nutzen

Die Southbridge kann zwei USB-Ports bereitstellen, allerdings ist nur einer davon am Gehäuse des Thinkpads ausgeführt. Steckt man das Thinkpad an die Selecta-Base 770 an und verwendet den Port der Selecta-Base, wird der zweite USB-Port der Southbridge angesprochen. Wen man diesen Mod durchführt, darf man immer nur entweder den Port (bzw. das USB-Gerät), den man beim Mod hinzugefügt hat oder den Port an der Selecta-Base 770 verwenden, da man sonst zwei Geräte an einem Anschluss hat, was man lieber nicht ausprobieren sollte.

Für den Mod muss das Gerät komplett auseinandergebaut werden (übrigends eine gute Gelegenheit, um den PC66-RAM-Riegel mit 64 MB im dritten Slot gegen 128 MB PC100 oder PC133 zu tauschen). Anschließend legt man das Mainboard mit der Unterseite nach oben auf den Tisch und lötet einen USB-Stecker oder z. B. einen USB-Bluetooth-Stick wie in folgendem Bild beschrieben an (in die beiden Datenleitungen müssen zwei 27-Ohm-Widerstände eingelötet werden): siehe Foto "USB-Mod"

Unbedingt darauf achten, dass keine offenen Lötstellen oder abisolierte Kabel Kurzschlüsse verursachen können. Ab besten alles mit etwas Heißkleber fixieren. Entscheidet man sich dafür, eine zweiten USB-Stecker ins Gehäuse zu bauen, ist der beste Platz dafür auf der Rückseite links neben dem Infrarot-Port (siehe Foto "Thinkpad 770X mit USB-Mod").

USB-Mod
Thinkpad 770X mit USB-Mod

Grafik-RAM der 14,1" TFT-Modelle auf 8MB aufrüsten

Man besorgt sich eine Platine aus einem Thinkpad 770X oder 770Z mit 8 MB Grafik-RAM und lötet die Bauteile wie auf den beiden Bildern gezeigt um. Danach kann die modifizierte Platine in Modellen mit dem 14,1" TFT bei 32 bit Farbtiefe ohne Komplikationen verwendet werden. Will man sie wieder in einem Gerät mit 13,7" TFT betreiben, muss der Mod rückgängig gemacht werden.

Grafik-RAM: Modifikation an der Platinenoberseite
Grafik-RAM: Modifikation an der Platinenunterseite

133 MHz FSB nutzen

Dieser Mod ist mit Abstand der schwierigste von allen. Seine Anwendung bleibt versierten Bastlern vorbehalten, die wissen, was sie tun. Aus diesem Grund wird hier nur oberflächlich auf den Mod eingegangen. Ohne einen sehr feinen Lötkolben und das richtige Werkzeug sollte man diesen Mod besser nicht versuchen. Zudem hat man den Nachteil, dass danach Overlay und 3D nicht mehr funktionieren (unter Windows XP sowieso kein Problem, aber unter Windows 98/SE eine kleine Einschränkung). Der Leistungsgewinn durch den höheren FSB steht dem aber in nichts nach. Die DVD und MPEG-2-Wiedergabe über den Hardware-Decoder funktioniert danach auch weiterhin noch einwandfrei! Eine Variante mit Schalter für die AGP-Taktquelle wurde bisher nicht getestet. Damit wäre es evtl. möglich, die Quelle so umzuschalten, dass entweder Overlay und 3D (@ 100 MHz FSB) funktionieren, oder aber 133 MHz FSB (und kein Overlay / 3D).

Da der Pentium III bandbreitenlimitiert ist, wird sich z. B. ein 650 MHz-Speedstep-Modell mit 1,6 Volt Vcore, aber kleinem Multiplikator (siehe Artikel MMC-2-Prozessoren modifizieren), also 5 x 133 MHz = 666 Mhz, deutlich schneller anfühlen als bei 100 MHz x 6,5 = 650 MHz. Zudem ist diese Übertaktung so gut wie sicher, da der Prozessor effektiv nur um 16 MHz übertaktet wird. Natürlich kann man auch versuchen noch weiter zu übertakten. Theoretisch wären mit dem schnellsten MMC-2-Prozessor 1133 MHz erreichbar. In der Praxis liegt die Grenze des C0-Steppings des Pentium-III-Coppermine-Kerns bei um die 1000 MHz, so dass 933 MHz bei 7 x 133 Mhz mit einem 850 MHz-Modell wohl noch am realistischsten sind, allerdings auch nur mit verbesserter Kühlung. So kann man z. B. das Wärmeleitpad gegen eine Kupferplatte entsprechender Dicke plus Wärmeleitplaste tauschen und zwischen den beiden Metallteilen des Kühlers ebenfalls Wärmeleitpaste aufbringen. Ob einem die Kühlleistung dann ausreicht, muss jeder für sich selbst entscheiden, der Prozessor arbeitet dann auf jeden Fall noch immer am oberen Teperaturlimit.

Es existiert ein Taktgenerator, der pinkompatibel zu dem im Thinkpad 770X ist, aber zusätzlich noch folgende FSB/PCI-Taktkombinationen produzieren kann:

FS2 FS1 FS0 FSB [MHz] PCI-Takt [MHz]
0 0 0 133 33,25
0 0 1 83,3 41,65 (zu hoch)
0 1 0 75 37,5
0 1 1 66,6 33,3
1 0 0 124 41,33 (zu hoch)
1 0 1 133 44,3 (zu hoch)
1 1 0 112 37,3
1 1 1 100 33,3

Die Bezeichnung ist ICS9248BF-55. Man findet das IC beispielsweise auf dem Gigabyte GA-BX2000 Desktop-Motherboard.

Lötet man das alte PLL mit einer Heißluftpistole vom Mainboard aus (dabei sollte man die Widerstände rundherum mit Kreppband abkleben) und dieses pinkompatible PLL an dessen Stelle wieder ein, kann man durch Verbinden aller drei FSx-Pins nach Masse (GND) 133 MHz FSB bei 33 Mhz PCI einstellen. Genauso gut lassen sich auch die anderen Taktraten über entsprechende Kombinationen einstellen, bei denen der PCI-Takt nicht zu weit außerhalb der Spezifikation von 33 MHz liegt. Je nach dem, welche Pins man mit Masse (GND) oder über einen 10K-Ohm-Widerstand mit +3,3 V verbindet, bedeutet das eine logische 0 (LOW) oder 1 (HIGH). Für eine Lösung mit Schaltern müssen die Leiterbahnen der FSx-Pins gekappt und die Pins über 10K-Widerstände und den Schalter entweder mit +3,3 Volt oder GND verbunden werden, je nach gewünschter Frequenz. So kann man den FSB-Takt variabel einstellen.

Dabei ist zu beachten, dass die Northbridge nur AGP-Teiler von 1:1 und 2:3 (Verhältnis von AGP zu FSB) hat. Somit beträgt der aus dem FSB von 133 MHz generierte AGP-Takt 89 MHz. Mit diesem hohen Takt kann man gerade mal im abgesicherten Modus mit Bildfehlern ins Windows booten, da der Grafikchip mit dem hohen AGP-Takt nicht klarkommt. Es gibt aber eine Möglichkeit, den AGP-Takt von einem zweiten Taktgenerator, ausgesägt aus einem alten Pentium-II-Desktop-Mainboard, einzuspeisen. Dies ist ein ähnliches Prinzip wie das sogenannte "Turbo-PLL", welches früher von Übertaktern von Desktop-Hardware verwendet wurde, als die Mainboards noch keine oder nur wenige Optionen zum Übertakten anboten. Man sägt den Taktgenerator mit den umliegenden Widerständen aus dem Pentium-II-Desktop-Board aus und stellt die FSx-Pins des extra-PLLs mittels 10K-Widerständen nach GND oder +3,3 Volt auf 66 MHz ein. Dann verbindet man die +2,5 Volt-Leiterbahn des Extra-PLL mit der +3,3 Volt-Leiterbahn und diese wiederum mit der +3,3 Volt-Leiterbahn am Taktgenerator im Thinkpad. Jetzt verbindet man einen der FSB-Outputs des Extra-PLLs mit den Widerständen in den beiden AGP-Signaltakt-Leitungen auf dem Mainboard des Thinkpad 770X und kappt die alte Leiterbahn links am unteren Ende neben dem linken 10-Ohm-SMD-Widerstand. Der gesamte Einbau sieht am Ende wie auf den Bildern unten aus.

Zudem benötigt man Arbeitsspeicher, der für 133 MHz FSB und gleichzeitig CAS-Latency 2 spezifiziert ist. Dieser ist sehr schwer zu finden. Bei 256-MB-Riegeln mit 16 Chips existieren meines Wissens nach nur zwei Fabrikate - werden noch benannt-!

Hinweis: Dieser Mod funktioniert auch im Thinkpad 600E, da dieses Modell den selben Taktgenerator wie das Thinkpad 770X und das Thinkpad 770Z verwendet. Möglicherweise verkraftet der Grafikchip im Thinkpad 600E sogar die 89 MHz AGP-Takt. In diesem Fall wäre das Extra-PLL für AGP unnötig und der Aufwand deutlich geringer.

Das Thinkpad 600X verwendet einen anderen Taktgenerator, daher muss diese Methode für dieses beliebte Modell etwas abgewandelt werden, um auf 133 MHz FSB zu kommen. Generell ist dies aber auf jeden Fall möglich.

ICS-Taktgenerator fertig eingelötet
seperater Taktgenerator für AGP über dem ICS-Taktgenerator

Error 127 beheben

Um den Error 127 abzustellen ins BIOS gehen und dort den CMOS-Editor aufrufen:

  • Cancel bei der Error-Meldung, es wird das Test-Menü aufgerufen
  • mit "Cancel" zurück ins Hauptmenü gehen
  • Menü "Config" auswählen
  • Strg-D
  • Byte 20 (Zeile "20", Spalte "0") von "02" auf "0A" bzw. von "00" auf "08" stellen, je nachdem was vorher dort stand
  • mit F2 abspeichern
  • Gerät danach direkt abschalten.

Hinweis

Bei leerer BIOS-Batterie oder nach dessen Ausbau muss diese Prozedur wiederholt werden.


Treiber

Weblinks