Modellvarianten

Aus ThinkPad-Wiki
Version vom 2. Januar 2015, 13:41 Uhr von Mornsgrans (Diskussion | Beiträge) (Modellnamenvarianten)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

In diesem Artikel werden einige grundsätzliche Modellunterschiede erläutert.

Akkus

Display

  • im Netzbetrieb sind ThinkPad-Displays heller als ohne Netzstrom bei höchster Stufe. Dies ist eine Voreinstellung im BIOS, die zum Stromsparen gedacht ist. Wer auch im Akkubetrieb volle Helligkeit erreichen möchte, muss diese Einstellung im BIOS umkonfigurieren.
  • Helligkeit: Das hellste Display der ThinkPads steckt im LED beleuchteten T400 (Super Bright Outdoor Display 680nits). Eine hohe Helligkeit geht allerdings auf Kosten des Stromverbrauchs.
  • Flexviews Displays mit IPS-Panel sind wegen ihrer sonst kaum erreichten Blickwinkelstabilität und perfekten Farbdarstellung sehr beliebt. Flexview-Modelle sind allerdings etwas dicker und benötigen auch etwas mehr Strom als ihre Brüder mit TN-Panel. Flexview-Displays gibt es grundsätzlich nur bei 15" 4:3 und 15,4" 16:10 Displays, nicht bei 14,1". Die letzte Konfigrationen mit Flexview findet man im T60.
  • Das X220 hat als erstes nicht-Tablet seit dem T60 wieder ein IPS-Display.

Integrierte Grafik

  • Wer auf maximale Akkulaufzeit wert legt, wählt ein ThinkPad mit integrierter Grafik (Intel GMA bzw. Intel HD Graphics). Gegenüber den Modellen mit einer dedizierten NVIDIA- oder ATi/AMD-Grafikkarte ist der Stromverbrauch im Office- oder Surfbetrieb damit sehr viel geringer. Entsprechend länger hält der Akku. Eine Alternative dazu bietet nVidia Optimus: Dabei handelt es sich um eine Kombination aus dedizierter und Shared-Memory Grafik, wodurch automatisch nach Leistungsbedarf umgeschaltet wird.
  • Mittlerweile ist der Grafikkern mit dem Prozessor auf einem Stück Sillizium vereinigt. Dies hat einen noch niedrigeren Stromverbrauch und noch weniger Hitze zur Folge.


Monitoranschlüsse

  • ThinkPads vor der Serie R500 bzw. T500 haben leider keine digitalen Monitorausgänge, diese erhält man aber über eine Dockingstation. Den T400 und R400 und dem X200/X201 blieb der DislayPort vorenthalten, die jeweiligen Nachfolgemodelle T410, L412 und X220 besitzen dann aber DisplayPort.
  • Während die Dockingstationen (bis auf die Essential Dock) bei allen ThinkPads einen DVI-Anschluss für die digitale Ansteuerung externer Monitore besitzen, haben die Docks für die X-ThinkPads keinen DVI-Anschluss., ab der X200 Ultrabase haben die X-Dockings DisplayPort.
  • Bis zu einer Auflösung von circa 1600x1050 Pixeln bei 50 Hz liefern die VGA-Ausgänge ein akzeptables Bild, darüber hinausgehende Auflösungen können verwaschen wirken (abhängig von Modell und Bildschirm).
  • Wer ein Dual Link Display mit gigantischen 2560*1600 Pixeln betreiben möchte, muss zu einem der p-Modelle plus ThinkPad Advanced Mini Dockingstation greifen, oder zu einem der neuen T410er Serie, die alle mit Displayport ausgestattet sind, und diese Auflösung anbieten. Über eine der Dockingstationen sind sogar zwei DVI und zwei Displayport-Anschlüsse verfügbar, von denen zwei gemeinsam genutzt werden können.
  • Die R-Modelle (R60, R61 und das R500) und 15- bzw. 15,4-Zoll-Display sowie ältere T-Modelle (T43) mit integrierter Grafik unterstützen kein DVI an der Dockingstation. Die neueren T-Modelle (T61, T500) und auch die 14-Zoll-Modelle des R61 und das R400 haben diese Einschränkung nicht. Mit der Nutzung von DisplayPort gibt es keine Einschränkungen mehr.

3 GB RAM oder 4 GB RAM?

  • Die ThinkPads mit Napa-Chipsätzen (T60, R60, X60, Z61) unterstützen keinen Flex Mode. Um Dual Channel RAM-Zugriffe zu erreichen ist daher eine symmetrische Bestückung erforderlich. Performancerelevant wird das aber nur für die Modelle mit integrierter Grafik, die parallel zur CPU auf den Speicher zugreift. Speziell bei hoher Auflösung wird dann ein Geschwindigkeitsvorteil durch Dual Channel RAM von bis zu 15% bei Grafik- bzw. Daten-lastigen Anwendungen erreicht. Eine 2+2=4 GB-Bestückung liefert zwar volle Geschwindigkeit, beim Napa-Chipsatz sind aber von diesen 4 GB leider nur 3 GB tatsächlich für Anwendungen nutzbar - und zwar auch bei 64-Bit-Betriebssystemen.
    • erst die ThinkPads mit Santa-Rosa-Chipsätzen (T61, R61, X61) können dank Memory Remapping volle 4 GB RAM (inoffiziell sogar 8 GB [2x4 GB]) nutzen, vorausgesetzt ein 64-Bit-Betriebssystem ist installiert. Eine asymmetrische Bestückung, also 2+1=3 GB RAM, läuft hier dank der Unterstützung von Flex-Mode Technologie im Santa Rosa-Chipsatz ebenfalls mit Dual Channel-Geschwindigkeit (für den symmetrisch bestückten Teil). Dies gilt auch für alle neueren Modelle.

ThinkPad-Besonderheiten

  • UltraBay - der flexible Laufwerkschacht
  • ThinkLight - Licht ins Dunkel für die meisten ThinkPad - Modelle
  • TrackPoint - der rote Mausersatzknubbel
  • Roll-Cage - Robuste Käfige aus Magnesium oder Carbon zur Gehäuse- und Deckelverstärkung
  • ThinkVantage Tools - nicht unumstrittene Zusatz-Software von IBM/Lenovo
  • Festplattenschutz - Airbag für die Daten
  • ThinkVantage-Taste - nützliche Taste, die man umbelegen kann
  • Precision Keyboard - Für viele Anwender die beste Tastatur, und damit Referenz im Schreibkomfort
  • Spritzwasserschutz - letzte Instanz bei verschütteten Kaffeetassen
  • UltraPort - eine bei einigen ThinkPad-Generationen spezielle Schnittstelle für Webcams und andere Perieriegeräte
  • RapidDrive - die flexible mSATA SSD im WWAN Steckplatz
  • RapidCharge - 80 % Akkuladung in nur 30min (nur X1, X1 Carbon, X230t und T430s, die letzen beiden aber nur mit spez. 4-Zellen Akku)

Modellnamenvarianten

Bei ThinkPads ab 1999 lassen verschiedene Buchstaben am Ende der Modellbezeichnung (z.B. A21m, T61p, T420s, T430u) eine genauere Spezifikation zu. Hier die Erklärung dieser Buchstaben:

  • p - Steht für performance. Diese Modelle stellen das obere Ende hinsichtlich Ausstattung und Leistung dar.
  • s - Steht für slim oder slimline. Diese Modelle sind dünner und leichter und haben eine etwas bessere Ausstattung.
  • u - Steht für Ultrabook (erstmalige Verwendung beim T430u).
  • e - Steht für economy. Diese Geräte sind Einstiegsmodelle und hier fehlen einige Dinge wie Docking-Anschluss, UltraBay oder das ThinkLight.
  • i - Steht wie das e für eine schwächere Konfiguration, jedoch etwas stärker als Modelle mit e. Extras wie das ThinkLight oder der UltraBay sind hier vorhanden.
  • m - Steht für midrange. Dieser Buchstabe steht für normale Modelle.
  • t - Dieser Buchstabe wird bei den Modellreihen von 1992 bis 2001 für die Tablet-Modelle (z.B. 700T, 710T etc.) verwendet. Ab 2002 kommt er nur bei der Z-Serie zum Einsatz. Dort markiert er die 14,1" Modelle. Inoffiziell wird er auch oft für die X-Serie Tablets verwendet (z.B. X61 Tablet -> X61t)
  • Tablet - Wird als Erkennungszeichen der X-Serie Tablets und Slate Tablets verwendet.


Modellnummern

Es gibt 2 Arten von Nummern:

1. Bestellnummer: z.B. UT08ZGE

2. Modellbezeichnung: z.B. 2007-8ZG

Beide dieser Nummern werden zu einem Modell zugeordnet.

Seit dem Jahr 2013 benutzt Lenovo eine neue Nomenklatur für die Modellnummern. Statt der alten Nummern, die 8-Zeichen lang sind, werden nun neue Nummern vergeben, die eine Länge von 10 Zeichen haben.

  • Beispiel für die neue Modellbezeichnung: 20AA0012GE

GE am Ende der Bestellnr. und Modellbezeichnung (bzw. G am Ende der alten Modellbezeichnung) steht für das deutsche Modell (UK für das englische, AT für das österreichische, etc. ). Bei der neuen Modellbezeichnung hat weiterhin auch die Ziffer eine besondere Bedeutung: Sie weißt aus, zu welchem Brand ein Lenovo Produkt gehört. Modellbezeichnungen für ThinkPads ab 2013 fangen also immer mit einer 2 an (für einen ThinkCentre dagegen immer mit einer 1, für ein IdeaPad immer mit einer 8 etc.).

Neues Modellschema-Lenovo.png

Links