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	<title>ThinkPad-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-20T16:33:36Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=23318</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
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		<updated>2015-07-09T08:48:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: /* Pakete installieren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/ immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD], Forks wie [http://www.edgebsd.org EdgeBSD] (NetBSD) und [http://www.bitrig.org Bitrig] (OpenBSD) sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt ebenso wie Bitrig allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. Auch lässt der WLAN-Adapter im T60 FreeBSD bei meinem Router - einer Fritz!Box - gelegentlich ins Straucheln geraten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.8-CURRENT also &amp;quot;58&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen, sie ist [http://firmware.openbsd.org/firmware/ hier] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.tw.openbsd.org/faq/de/faq4.html#InstQuestions ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr an dieser Stelle übrigens schon an ein LAN kommt, also den Laptop per Kabel an den Router angeschlossen habt, und so mit dem Internet verbunden seid, könnt ihr die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware übrigens auch mit dem Systemprogramm [http://www.openbsd.org/cgi-bin/man.cgi?query=fw_update&amp;amp;sektion=1&amp;amp;arch=&amp;amp;apropos=0&amp;amp;manpath=OpenBSD+Current fw_update] installieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.7/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.6-CURRENT auf 5.7-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base57.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=23317</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=23317"/>
		<updated>2015-07-09T08:47:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: /* Die Installation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/ immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD], Forks wie [http://www.edgebsd.org EdgeBSD] (NetBSD) und [http://www.bitrig.org Bitrig] (OpenBSD) sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt ebenso wie Bitrig allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. Auch lässt der WLAN-Adapter im T60 FreeBSD bei meinem Router - einer Fritz!Box - gelegentlich ins Straucheln geraten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.8-CURRENT also &amp;quot;58&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen, sie ist [http://firmware.openbsd.org/firmware/ hier] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.tw.openbsd.org/faq/de/faq4.html#InstQuestions ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr an dieser Stelle übrigens schon an ein LAN kommt, also den Laptop per Kabel an den Router angeschlossen habt, und so mit dem Internet verbunden seid, könnt ihr die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware übrigens auch mit dem Systemprogramm [http://www.openbsd.org/cgi-bin/man.cgi?query=fw_update&amp;amp;sektion=1&amp;amp;arch=&amp;amp;apropos=0&amp;amp;manpath=OpenBSD+Current fw_update] installieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen vor der Version 5.6 noch kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.6-CURRENT auf 5.7-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base57.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=23316</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=23316"/>
		<updated>2015-07-09T08:41:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: /* Herunterladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/ immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD], Forks wie [http://www.edgebsd.org EdgeBSD] (NetBSD) und [http://www.bitrig.org Bitrig] (OpenBSD) sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt ebenso wie Bitrig allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. Auch lässt der WLAN-Adapter im T60 FreeBSD bei meinem Router - einer Fritz!Box - gelegentlich ins Straucheln geraten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.8-CURRENT also &amp;quot;58&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen, sie ist [http://firmware.openbsd.org/firmware/ hier] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr an dieser Stelle übrigens schon an ein LAN kommt, also den Laptop per Kabel an den Router angeschlossen habt, und so mit dem Internet verbunden seid, könnt ihr die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware übrigens auch mit dem Systemprogramm [http://www.openbsd.org/cgi-bin/man.cgi?query=fw_update&amp;amp;sektion=1&amp;amp;arch=&amp;amp;apropos=0&amp;amp;manpath=OpenBSD+Current fw_update] installieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen vor der Version 5.6 noch kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.6-CURRENT auf 5.7-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base57.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=23315</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=23315"/>
		<updated>2015-07-09T08:37:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/ immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD], Forks wie [http://www.edgebsd.org EdgeBSD] (NetBSD) und [http://www.bitrig.org Bitrig] (OpenBSD) sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt ebenso wie Bitrig allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. Auch lässt der WLAN-Adapter im T60 FreeBSD bei meinem Router - einer Fritz!Box - gelegentlich ins Straucheln geraten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.7-CURRENT also &amp;quot;57&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.6 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.6/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.7.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr an dieser Stelle übrigens schon an ein LAN kommt, also den Laptop per Kabel an den Router angeschlossen habt, und so mit dem Internet verbunden seid, könnt ihr die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware übrigens auch mit dem Systemprogramm [http://www.openbsd.org/cgi-bin/man.cgi?query=fw_update&amp;amp;sektion=1&amp;amp;arch=&amp;amp;apropos=0&amp;amp;manpath=OpenBSD+Current fw_update] installieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen vor der Version 5.6 noch kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.6-CURRENT auf 5.7-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base57.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=23270</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=23270"/>
		<updated>2015-06-08T15:25:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: /* Herunterladen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/ immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS, und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD], Forks wie [http://www.edgebsd.org EdgeBSD] (NetBSD) und [http://www.bitrig.org Bitrig] (OpenBSD) sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt ebenso wie Bitrig allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. Auch lässt der WLAN-Adapter im T60 FreeBSD bei meinem Router - einer Fritz!Box - gelegentlich ins Straucheln geraten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.7-CURRENT also &amp;quot;57&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.6 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.6/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.7.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr an dieser Stelle übrigens schon an ein LAN kommt, also den Laptop per Kabel an den Router angeschlossen habt, und so mit dem Internet verbunden seid, könnt ihr die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware übrigens auch mit dem Systemprogramm [http://www.openbsd.org/cgi-bin/man.cgi?query=fw_update&amp;amp;sektion=1&amp;amp;arch=&amp;amp;apropos=0&amp;amp;manpath=OpenBSD+Current fw_update] installieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen vor der Version 5.6 noch kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.6-CURRENT auf 5.7-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base57.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=23269</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=23269"/>
		<updated>2015-06-08T15:24:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: Versionsupdate -CURRENT&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/ immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS, und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD], Forks wie [http://www.edgebsd.org EdgeBSD] (NetBSD) und [http://www.bitrig.org Bitrig] (OpenBSD) sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt ebenso wie Bitrig allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. Auch lässt der WLAN-Adapter im T60 FreeBSD bei meinem Router - einer Fritz!Box - gelegentlich ins Straucheln geraten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.5-CURRENT also &amp;quot;55&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.5 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.5/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.6.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr an dieser Stelle übrigens schon an ein LAN kommt, also den Laptop per Kabel an den Router angeschlossen habt, und so mit dem Internet verbunden seid, könnt ihr die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware übrigens auch mit dem Systemprogramm [http://www.openbsd.org/cgi-bin/man.cgi?query=fw_update&amp;amp;sektion=1&amp;amp;arch=&amp;amp;apropos=0&amp;amp;manpath=OpenBSD+Current fw_update] installieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen vor der Version 5.6 noch kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.6-CURRENT auf 5.7-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man57.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base57.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=22636</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=22636"/>
		<updated>2015-01-18T01:49:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/ immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS, und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD], Forks wie [http://www.edgebsd.org EdgeBSD] (NetBSD) und [http://www.bitrig.org Bitrig] (OpenBSD) sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt ebenso wie Bitrig allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. Auch lässt der WLAN-Adapter im T60 FreeBSD bei meinem Router - einer Fritz!Box - gelegentlich ins Straucheln geraten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.5-CURRENT also &amp;quot;55&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.5 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.5/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.6.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr an dieser Stelle übrigens schon an ein LAN kommt, also den Laptop per Kabel an den Router angeschlossen habt, und so mit dem Internet verbunden seid, könnt ihr die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware übrigens auch mit dem Systemprogramm [http://www.openbsd.org/cgi-bin/man.cgi?query=fw_update&amp;amp;sektion=1&amp;amp;arch=&amp;amp;apropos=0&amp;amp;manpath=OpenBSD+Current fw_update] installieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen vor der Version 5.6 noch kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.5-CURRENT auf 5.6-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge -s etc55.tgz -x xetc55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter OpenBSD -CURRENT (ab Herbst 2014) wurden die Konfigurationsänderungen in die Installation integriert, der Befehl lautet also schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;sysmerge&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=22635</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=22635"/>
		<updated>2015-01-18T01:47:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/ immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS, und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD], Forks wie [http://www.edgebsd.org EdgeBSD] (NetBSD) und [http://www.bitrig.org Bitrig] (OpenBSD) sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. Auch lässt der WLAN-Adapter im T60 FreeBSD bei meinem Router - einer Fritz!Box - gelegentlich ins Straucheln geraten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Bitrig:&#039;&#039;&#039; Ein aus [http://marc.info/?l=openbsd-misc&amp;amp;m=133988170001415&amp;amp;w=2 fragwürdigen Gründen] entstandener OpenBSD-Fork mit Modernitätsanspruch, der keinen für uns relevanten Mehrwert bietet oder bieten möchte.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.5-CURRENT also &amp;quot;55&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.5 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.5/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.6.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr an dieser Stelle übrigens schon an ein LAN kommt, also den Laptop per Kabel an den Router angeschlossen habt, und so mit dem Internet verbunden seid, könnt ihr die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware übrigens auch mit dem Systemprogramm [http://www.openbsd.org/cgi-bin/man.cgi?query=fw_update&amp;amp;sektion=1&amp;amp;arch=&amp;amp;apropos=0&amp;amp;manpath=OpenBSD+Current fw_update] installieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen vor der Version 5.6 noch kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.5-CURRENT auf 5.6-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge -s etc55.tgz -x xetc55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter OpenBSD -CURRENT (ab Herbst 2014) wurden die Konfigurationsänderungen in die Installation integriert, der Befehl lautet also schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;sysmerge&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=22568</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=22568"/>
		<updated>2014-12-23T11:17:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: /* Pakete installieren */ upd.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/ immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS, und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.edgebsd.org EdgeBSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD] sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. Auch lässt der WLAN-Adapter im T60 FreeBSD bei meinem Router - einer Fritz!Box - gelegentlich ins Straucheln geraten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.5-CURRENT also &amp;quot;55&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.5 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.5/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.6.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr an dieser Stelle übrigens schon an ein LAN kommt, also den Laptop per Kabel an den Router angeschlossen habt, und so mit dem Internet verbunden seid, könnt ihr die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware übrigens auch mit dem Systemprogramm [http://www.openbsd.org/cgi-bin/man.cgi?query=fw_update&amp;amp;sektion=1&amp;amp;arch=&amp;amp;apropos=0&amp;amp;manpath=OpenBSD+Current fw_update] installieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen vor der Version 5.6 noch kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.5-CURRENT auf 5.6-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge -s etc55.tgz -x xetc55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter OpenBSD -CURRENT (ab Herbst 2014) wurden die Konfigurationsänderungen in die Installation integriert, der Befehl lautet also schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;sysmerge&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=22435</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=22435"/>
		<updated>2014-11-08T11:36:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: /* Das System aktuell halten */ Änderungen wegen -CURRENT&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/ immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS, und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.edgebsd.org EdgeBSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD] sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. Auch lässt der WLAN-Adapter im T60 FreeBSD bei meinem Router - einer Fritz!Box - gelegentlich ins Straucheln geraten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.5-CURRENT also &amp;quot;55&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.5 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.5/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.6.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr an dieser Stelle übrigens schon an ein LAN kommt, also den Laptop per Kabel an den Router angeschlossen habt, und so mit dem Internet verbunden seid, könnt ihr die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware übrigens auch mit dem Systemprogramm [http://www.openbsd.org/cgi-bin/man.cgi?query=fw_update&amp;amp;sektion=1&amp;amp;arch=&amp;amp;apropos=0&amp;amp;manpath=OpenBSD+Current fw_update] installieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.5-CURRENT auf 5.6-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge -s etc55.tgz -x xetc55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter OpenBSD -CURRENT (ab Herbst 2014) wurden die Konfigurationsänderungen in die Installation integriert, der Befehl lautet also schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;sysmerge&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21871</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21871"/>
		<updated>2014-05-20T19:10:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/ immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS, und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.edgebsd.org EdgeBSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD] sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. Auch lässt der WLAN-Adapter im T60 FreeBSD bei meinem Router - einer Fritz!Box - gelegentlich ins Straucheln geraten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.5-CURRENT also &amp;quot;55&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.5 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.5/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.6.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr an dieser Stelle übrigens schon an ein LAN kommt, also den Laptop per Kabel an den Router angeschlossen habt, und so mit dem Internet verbunden seid, könnt ihr die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware übrigens auch mit dem Systemprogramm [http://www.openbsd.org/cgi-bin/man.cgi?query=fw_update&amp;amp;sektion=1&amp;amp;arch=&amp;amp;apropos=0&amp;amp;manpath=OpenBSD+Current fw_update] installieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.5-CURRENT auf 5.6-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge -s etc55.tgz -x xetc55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21868</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21868"/>
		<updated>2014-05-16T08:51:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/ immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS, und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.edgebsd.org EdgeBSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD] sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. Auch lässt der WLAN-Adapter im T60 FreeBSD bei meinem Router - einer Fritz!Box - gelegentlich ins Straucheln geraten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.5-CURRENT also &amp;quot;55&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.5 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.5/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.6.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.5-CURRENT auf 5.6-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge -s etc55.tgz -x xetc55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21866</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21866"/>
		<updated>2014-05-15T09:26:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/ immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS, und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.edgebsd.org EdgeBSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD] sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. (Übrigens: Der WLAN-Adapter im T60 lässt FreeBSD gelegentlich ins Straucheln geraten!)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.5-CURRENT also &amp;quot;55&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.5 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.5/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.6.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.5-CURRENT auf 5.6-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge -s etc55.tgz -x xetc55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21865</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21865"/>
		<updated>2014-05-15T09:25:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: Danke, hatte tatsächlich den Link vergessen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen und kostenlosen Mitteln langfristig flügge gemacht werden soll, da es zu schade zum Wegwerfen ist und Windows bzw. Mac OS die 32-bit-CPU nicht ewig unterstützen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel [url=http://www.theregister.co.uk/2009/09/22/linus_torvalds_linux_bloated_huge/]immer &amp;quot;fetter&amp;quot; wird[/url].&lt;br /&gt;
Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal etwas anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS, und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.edgebsd.org EdgeBSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD] sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. (Übrigens: Der WLAN-Adapter im T60 lässt FreeBSD gelegentlich ins Straucheln geraten!)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.5-CURRENT also &amp;quot;55&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.5 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.5/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.6.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.5-CURRENT auf 5.6-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge -s etc55.tgz -x xetc55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21856</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21856"/>
		<updated>2014-05-11T14:48:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: /* Das System aktuell halten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen, möglichst kostenlosen Mitteln möglichst langfristig flügge gemacht werden soll; ist ja doch zu schade zum Wegwerfen, und so ein Windows (oder Mac OS X) wird auch nicht ewig mit dem 32-Bit-Prozessor zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel . Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal was anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS, und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spricht für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.edgebsd.org EdgeBSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD] sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. (Übrigens: Der WLAN-Adapter im T60 lässt FreeBSD gelegentlich ins Straucheln geraten!)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der Prolog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.5-CURRENT also &amp;quot;55&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.5 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.5/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.6.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.5-CURRENT auf 5.6-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge -s etc55.tgz -x xetc55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21855</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21855"/>
		<updated>2014-05-11T14:46:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen, möglichst kostenlosen Mitteln möglichst langfristig flügge gemacht werden soll; ist ja doch zu schade zum Wegwerfen, und so ein Windows (oder Mac OS X) wird auch nicht ewig mit dem 32-Bit-Prozessor zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel . Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal was anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS, und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spricht für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.edgebsd.org EdgeBSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD] sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. (Übrigens: Der WLAN-Adapter im T60 lässt FreeBSD gelegentlich ins Straucheln geraten!)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der Prolog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.5-CURRENT also &amp;quot;55&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.5 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.5/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.6.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Schritt 6: Das System aktuell halten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.5-CURRENT auf 5.6-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge -s etc55.tgz -x xetc55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/175067-OpenBSD-auf-einem-ThinkPad-T60-Wie-und-warum-Hier-entlang! Diskussion im ThinkPad-Forum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=Kategorie:OpenBSD&amp;diff=21853</id>
		<title>Kategorie:OpenBSD</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=Kategorie:OpenBSD&amp;diff=21853"/>
		<updated>2014-05-10T22:20:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: Die Seite wurde neu angelegt: „Kategorie:BSD“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:BSD]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=21852</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=21852"/>
		<updated>2014-05-10T22:12:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;hauptseite&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| width=&amp;quot;100%&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;div id=&amp;quot;hauptseite-willkommen&amp;quot; class=&amp;quot;hauptseite-oben&amp;quot;&amp;gt;	 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; margin-bottom:10px; border: 2px solid #DD0F0F; background-color:#F7CDCD; padding: 1em 1em 1em 1em;&amp;quot;&amp;gt;	 	&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Willkommen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div id=&amp;quot;hauptseite-willkommen&amp;quot; class=&amp;quot;hauptseite-oben&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Willkommen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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* [[Luxus-Navi]] – ThinkPad als Navi-Sytem im Auto&lt;br /&gt;
* [[SSD und CF-Karten als HDD-Ersatz]] – Einführung und Infos zu SSD und CF-Karten&lt;br /&gt;
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* [[Sammelstelle]] – Liste verbesserungswürdiger Artikel, unfertiger Ideen und Baustellenabschnitte, die auf Bearbeitung warten&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;display: block; clear: both; visibility: hidden;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Technische Skizzen, Schaltpläne und Bilder --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div id=&amp;quot;hauptseite-Skizzen&amp;quot; class=&amp;quot;hauptseite-links&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; margin-bottom:10px; border: 1px dotted #dfdfdf; background-color:#f9f9f9; align:right;padding: 0.3em 1em 0.7em 1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Skizzen, Schaltpläne und Bilder ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bilder-Galerie]] incl. Th&amp;lt;font color=red&amp;gt;i&amp;lt;/font&amp;gt;nk-Wiki [[Bilder-Galerie#Logo-Entw.C3.BCrfe_f.C3.BCr_das_Think-Wiki|Logo-Entwürfe]]&lt;br /&gt;
* [http://www.lenovo.com/accessoriesguide|Accessories Compatibility Guide]&lt;br /&gt;
* [http://support.lenovo.com/en_US/detail.page?LegacyDocID=TPAD-SIMS BIOS-Simulator] &lt;br /&gt;
* [http://www.reflowrepairs.co.uk/ftp1/key.pdf  Einbau einer Taste am Beispiel T4x] 1)&lt;br /&gt;
* [http://support.lenovo.com/en_US/detail.page?LegacyDocID=NDEX-HMM Hardware Maintenance Manuals]&lt;br /&gt;
* [http://www.reflowrepairs.co.uk/ftp1/carry%20laptop1.pdf  Notebook richtig transportieren] 1)&lt;br /&gt;
* [[Pinbelegung für das T2X-Displaykabel]]&lt;br /&gt;
* [[T23 Spulenbilder]]&lt;br /&gt;
* [[T22 Sicherungen]]&lt;br /&gt;
* [http://www.reflowrepairs.co.uk/ftp1/T4x%20Fuses.pdf  Sicherungen auf T4*-Boards] 1)&lt;br /&gt;
* [[T61_Sicherungen|Sicherungen auf einem T61-Board (14,1&amp;quot; wide screen)]]&lt;br /&gt;
* [[T60_4:3:Sicherungen|Sicherungen auf einem T60-Board (15 Standardscreen)]]&lt;br /&gt;
* [[X6x-Series-Fuses|Sicherungen des X60 (Lage und Spezifikationen)]]&lt;br /&gt;
* [[W500_Sicherungen|Sicherungen des T500/W500 (Lage und Spezifikationen)]]&lt;br /&gt;
1) Mit freundlicher Genehmigung von [http://thinkpad-forum.de/members/37625-nickpaton nickpaton] aka [http://forum.thinkpads.com/memberlist.php?mode=viewprofile&amp;amp;u=28239 poshgeordie] &lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;display: block; clear: both; visibility: hidden;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; margin-bottom:10px; border: 1px dotted #dfdfdf; background-color:#f9f9f9; align:right;padding: 0.3em 1em 0.7em 1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Downloads ==&lt;br /&gt;
* [[2010_Error_umgehen|BIOS Download-Links für T43, R52, X41 und X41 Tablet]] zum Abschalten der Error 1802 und 2010&lt;br /&gt;
* [http://forum.notebookreview.com/lenovo/459591-t61-x61-sata-ii-1-5-gb-s-cap-willing-pay-solution-8.html#post6501443 Middleton-Bios (T/R/X61, X300)] (bei notebookreview.com)&lt;br /&gt;
* [[Access Help deutsch|Access Help User Guide deutsch]] (bei Lenovo nicht zum Download erhältlich)&lt;br /&gt;
* [https://dl.dropboxusercontent.com/u/15415342/ATI-Legacy-Treiber_Vista.zip ATI Treiber für X3x, T40-42 unter Windows 7] (eigentlich für Windows Vista gedacht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;50%&amp;quot; style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- News --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div id=&amp;quot;hauptseite-News&amp;quot; class=&amp;quot;hauptseite-rechts&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; margin-bottom:10px; border: 1px dotted #dfdfdf; background-color:#f9f9f9; align:right;padding: 0.3em 1em 0.7em 1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelles ==&lt;br /&gt;
* Lenovo ruft Akku zurück. Betroffene Systeme Thinkpad [[T410]]/[[T420]], [[T510]]/[[W510]], [[X200]]/[[X201]](s), [[X100e]]/[[X120e]]. Weitere Infos siehe [http://support.lenovo.com/de_DE/detail.page?DocID=HF004122 hier:]&lt;br /&gt;
* Wichtig BIOS Update W540, weitere Details im Lenovo-Forum [http://forums.lenovo.com/t5/W-Series-ThinkPad-Laptops/HOWTO-Brick-a-W540-in-easy-steps/td-p/1400393 hier] Bios Update gibt es [http://support.lenovo.com/en_US/downloads/detail.page?DocID=DS039078 hier]&lt;br /&gt;
* Neue Firmware 2.17.000 für ThinkPad Pro Dock und ThinkPad Ultra Dock (schwarzer Bildschirm für ein paar sek.) [http://support.lenovo.com/en_US/detail.page?DocID=HT081248 Problemlösung]&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;display: block; clear: both; visibility: hidden;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; margin-bottom:10px; border: 1px dotted #dfdfdf; background-color:#f9f9f9; align:right;padding: 0.3em 1em 0.7em 1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stammtische==&lt;br /&gt;
[[Bild:Stamtischrunde050708.jpg|150px|right|]]&lt;br /&gt;
* [[ThinkPad-Stammtisch_Berlin|ThinkPad-Stammtisch Berlin]] – Treffen in Berlin-Kreuzberg jeden 1. Samstag im Monat&lt;br /&gt;
* [[ThinkPad-Stammtisch_Düsseldorf|ThinkPad-Stammtisch Düsseldorf]] – Treffen in Düsseldorf am 3. Samstag alle zwei Monate&lt;br /&gt;
* [[ThinkPad_Stammtisch_Hamburg|ThinkPad-Stammtisch Hamburg]]– Treffen in Hamburg jeden 3. Sonntag im Monat&lt;br /&gt;
* [[ThinkPad_Stammtisch_Rhein-Main|ThinkPad-Stammtisch Rhein-Main]] Treffen alle zwei Monate (2. Samstag) in Mainz&lt;br /&gt;
* [[User-Treffen_in_Kiel|Usertreffen in Kiel -]] Am 22. März 2014: &amp;quot;Kieler-Frühjahrstreffen 2014&amp;quot;&lt;br /&gt;
* [http://thinkpad-forum.de/threads/95963-Rund-um-Thinkpad-Treffen-%C3%9Cberblick?p=898364&amp;amp;viewfull=1#post898364/ Aktuelle Übersicht und Terminplan der Usertreffen]&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;display: block; clear: both; visibility: hidden;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anleitungen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div id=&amp;quot;hauptseite-Anleitungen&amp;quot; class=&amp;quot;hauptseite-rechts&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; margin-bottom:10px; border: 1px dotted #dfdfdf; background-color:#f9f9f9; align:right;padding: 0.3em 1em 0.7em 1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anleitungen (Hardware) ==&lt;br /&gt;
* [[Erste Hilfe bei Flüssigkeitsschäden]] – Ruhe bewahren und NICHT KIPPEN&lt;br /&gt;
* [[Geräuschentwicklung reduzieren]] – Leisetreter ohne Surren, Fiepen, Schnarren oder Zwitschern&lt;br /&gt;
* [[X200 Displayumbau|IPS-Display im X200]] – das X200 mit hochwertigem Display ausstatten&lt;br /&gt;
* [[Rauchertastatur reinigen]] – am X40 erfolgreich durchgeführt&lt;br /&gt;
* [[Lüfter reinigen]] – Reinigen bzw. Entstauben des Thinkpad-Lüfters&lt;br /&gt;
* [[WLAN nachrüsten]] – bei älteren ThinkPads WLAN integrieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Thinkpad_Anleitungen |weitere Anleitungen rund um ThinkPad-Hardware]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;display: block; clear: both; visibility: hidden;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Windows auf Thinkpads --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div id=&amp;quot;hauptseite-windows&amp;quot; class=&amp;quot;hauptseite-rechts&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; margin-bottom:10px; border: 1px dotted #dfdfdf; background-color:#f9f9f9; align:right;padding: 0.3em 1em 0.7em 1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Windows auf ThinkPads ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Windows_logo.png|140px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Clean Install]] – Windows &amp;quot;sauber&amp;quot; neu aufsetzen&lt;br /&gt;
* [[Lüftersteuerung]] – wie bekommt man den Lüfter unter Kontrolle?&lt;br /&gt;
* [[Vista Stromverbrauch senken|Stromverbrauch senken, unter Vista]] &amp;amp; [http://thinkpad-forum.de/threads/85242-HowTo-Stromsparen-bei-T-R-400-500-u.-evtl.-auch-anderen Windows 7] – Dienste aufräumen, C4-Sleep aktivieren und Undervolting&lt;br /&gt;
* [[TPFanControl richtig einrichten]] Nützliches zu TPFanControl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Windows_Anleitungen|weitere Windows-Anleitungen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;display: block; clear: both; visibility: hidden;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Linux auf ThinkPads --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div id=&amp;quot;hauptseite-Linux&amp;quot; class=&amp;quot;hauptseite-rechts&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; margin-bottom:10px; border: 1px dotted #dfdfdf; background-color:#f9f9f9; align:right;padding: 0.3em 1em 0.7em 1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linux auf ThinkPads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tuxpad.png|150px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Linux Distributionen]] – Entscheidungshilfen für die Wahl zwischen Ubuntu, Debian, Gentoo &amp;amp; Co.&lt;br /&gt;
* [[Debian Schnelleinstieg]] – Einführung in die Installation von Debian&lt;br /&gt;
* [[Archlinux Schnelleinstieg]] – Kleiner Guide zum Einstieg in Archlinux&lt;br /&gt;
* [[Fedora Schnelleinstieg]] – Anleitung zur Installation von Fedora&lt;br /&gt;
* [[Linux Distributionen für ältere Thinkpads]] – Linux-Distributionen, die weniger Leistung benötigen&lt;br /&gt;
* [[TLP - Linux Stromsparen]] – Dokumentation zum Stromspartool&lt;br /&gt;
* [[Messung_der_Leistungsaufnahme_unter_Linux|Messung der Leistungsaufnahme]] – Verbrauchsmessung mit Powertop bzw. tp_smapi&lt;br /&gt;
* [[Thinkfan]] – benutzerdefiniertes Steuern des CPU-Lüfters&lt;br /&gt;
* [[Thinkpad_Fan_Control|tpfanco]] – Lüftersteuerung mit GUI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ThinkPad_Linux_Anleitungen|Weitere Linux-Anleitungen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;display: block; clear: both; visibility: hidden;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ubuntu auf ThinkPads --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div id=&amp;quot;hauptseite-Ubuntu&amp;quot; class=&amp;quot;hauptseite-rechts&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; margin-bottom:10px; border: 1px dotted #dfdfdf; background-color:#f9f9f9; align:right;padding: 0.3em 1em 0.7em 1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ubuntu auf ThinkPads ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Ubuntu_orange_hex_su.png|150px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ubuntu_Schnelleinstieg|Ubuntu Schnelleinstieg]] – Übersichtsartikel zur Installation mit zahlreichen Querverweisen&lt;br /&gt;
* [[TLP - Linux Stromsparen]] – Dokumentation zum Stromspartool&lt;br /&gt;
* [[Qualcomm_Gobi_2000_unter_Linux_installieren|Gobi 2000]] – Qualcomm Gobi 2000 einrichten&lt;br /&gt;
* [[Ubuntu_ThinkPad_Extras_PPA|ThinkPad Extras PPA]] – Pakete für Trackpoint, Gobi 2000 und zum Schalten des WWAN&lt;br /&gt;
* [[Ubuntu_tp-Kernel|tp-Kernel]] – Kernel mit rückportierten Treibern und Patches für aktuelle Modelle sowie PHC-Patch&lt;br /&gt;
* [[BIOS-Update_ohne_optisches_Laufwerk_unter_Ubuntu|BIOS-Update ohne opt. Laufwerk]] – BIOS-ISO-Image mit Grub2/SysLinux ausführen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ThinkPad_Linux_Anleitungen#Ubuntu|Weitere Ubuntu-Anleitungen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;display: block; clear: both; visibility: hidden;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- BSD auf Thinkpads --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div id=&amp;quot;hauptseite-bsd&amp;quot; class=&amp;quot;hauptseite-rechts&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; margin-bottom:10px; border: 1px dotted #dfdfdf; background-color:#f9f9f9; align:right;padding: 0.3em 1em 0.7em 1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== BSD auf ThinkPads ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Bsd_daemon.jpg|140px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[OpenBSD auf älteren ThinkPads]] am Beispiel eines ThinkPads T60.&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;display: block; clear: both; visibility: hidden;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Links und Adressen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div id=&amp;quot;Links&amp;quot; class=&amp;quot;hauptseite-rechts&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; margin-right:10px; margin-bottom:10px; border: 1px dotted #dfdfdf; background-color:#f9f9f9; align:right;padding: 0.3em 1em 0.7em 1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links und Adressen ==&lt;br /&gt;
* [http://thinkwiki.org http://thinkwiki.org] englischsprachiges Wiki zum Thema Thinkpad&lt;br /&gt;
* [[Link-Seite]] – Liste der wichtigsten Links und Adressen zum Thema ThinkPad&lt;br /&gt;
* [[Linux (Verweise)]] – Liste der wichtigsten Links und Adressen zum Thema Linux&lt;br /&gt;
* [http://www.thinkpad-forum.de/index.php?page=Portal Thinkpad-Forum] – Das größte deutsche Forum zum Thema Thinkpads.&lt;br /&gt;
* [http://support.lenovo.com/en_US/ Lenovo Support] – Supportseiten von Lenovo &lt;br /&gt;
* [http://forum.lenovo.com/lnv/?category.id=Community-DE?profile.language=de Deutschsprachiges Lenovo-Forum] &lt;br /&gt;
&amp;lt;hr style=&amp;quot;display: block; clear: both; visibility: hidden;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21851</id>
		<title>OpenBSD auf älteren ThinkPads</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=OpenBSD_auf_%C3%A4lteren_ThinkPads&amp;diff=21851"/>
		<updated>2014-05-10T22:12:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: Die Seite wurde neu angelegt: „== Prolog ==   rechtsDie &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herausforderung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Ihr habt ein &amp;#039;&amp;#039;altes&amp;#039;&amp;#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Prolog ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Openbsd_fish.jpg|miniatur|rechts]]Die &#039;&#039;&#039;Herausforderung&#039;&#039;&#039;: Ihr habt ein &#039;&#039;altes&#039;&#039; ThinkPad (in meinem Fall ein T60 mit Core-Duo-CPU), das mit möglichst einfachen, möglichst kostenlosen Mitteln möglichst langfristig flügge gemacht werden soll; ist ja doch zu schade zum Wegwerfen, und so ein Windows (oder Mac OS X) wird auch nicht ewig mit dem 32-Bit-Prozessor zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Ziel&#039;&#039;&#039;: Aus dem alten T60 einen leichten, schnellen Alltagslaptop machen, der auch die nächsten paar Jahre an Betriebssystemupdates voraussichtlich noch übersteht, ohne dass neue Hardware fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe liegende Lösung wäre eine Linux-Distribution, ungeachtet des Umstands, dass der Linuxkernel . Nun habe ich mit Linux auf Laptops insbesondere hinsichtlich des Ruhezustands und der WLAN-Unterstützung sehr gemischte Erfahrungen gemacht. Warum nicht mal was anderes?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===Warum BSD?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tritt &#039;&#039;&#039;BSD&#039;&#039;&#039;. BSD - Berkeley Software Distribution - ist eine Klasse von Betriebssystemen, die ursprünglich auf dem Code von AT&amp;amp;T Unix, dessen Entwicklung bis in die späten 1960-er Jahre zurückreicht, basierten, im Laufe der Jahre aber immer umfangreicher überarbeitet wurden, so dass Anfang der 1990-er Jahre - etwa zur Zeit der Veröffentlichung von FREAX, dem Vorgänger von Linux - in 386BSD, der ersten &#039;&#039;freien&#039;&#039; BSD-Version für x86-Rechner, die 1993 zur Basis von NetBSD und FreeBSD wurde, kein lizenzbehafteter Code mehr im System enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In BSD fanden Innovationen wie der Texteditor &#039;&#039;vi&#039;&#039; und die TCP/IP-Protokollfamilie ihren Ursprung, verschiedene Versionen von BSD dienten später als Teilelager und Inspiration für NeXTStep (und damit Mac OS X), iOS, und weitere Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Linux nach dem Vorbild von BSD gestaltet wurde, sind die Unterschiede doch bis heute geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linus Torvalds sagte einmal: &#039;&#039;&amp;quot;Hätte 386BSD bereits existiert, als ich mit Linux angefangen habe, wäre Linux wahrscheinlich nie passiert.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spricht für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Aber welches BSD nun?===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An aktuellen freien BSD-Abkömmlingen ([http://www.freebsd.org FreeBSD], [http://www.dragonflybsd.org DragonFly BSD], [http://www.edgebsd.org EdgeBSD], [http://www.netbsd.org NetBSD], [http://www.openbsd.org OpenBSD] sowie diverse FreeBSD-Distributionen wie [http://www.ghostbsd.org GhostBSD], [http://www.pcbsd.org PC-BSD] und [http://www.midnightbsd.org MidnightBSD]) mangelt es wahrlich nicht. Unsere Auswahl wird im vorliegenden Fall allerdings - zum Glück - von zwei Faktoren eingeschränkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Ziel ist ein &#039;&#039;leichtes, schnelles&#039;&#039; Gerät; die vorkonfigurierten Desktopsysteme haben, so weit ich das bis jetzt sehen konnte, immer irgendwelchen &#039;&#039;Bloat&#039;&#039; an Bord, der dieses Ziel unnötig ins Schwanken geraten lässt. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Unser Testsystem beherrscht &amp;quot;nur&amp;quot; 32 Bit. Die FreeBSD-Familie nimmt allmählich Abschied von dieser &#039;&#039;veralteten&#039;&#039; Plattform; zwar unterstützt zumindest FreeBSD selbst noch - bis auf Weiteres - i386, aber zukunftssicher ist das nicht. (Übrigens: Der WLAN-Adapter im T60 lässt FreeBSD gelegentlich ins Straucheln geraten!)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Damit bleiben als zumindest theoretische Optionen übrig:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;EdgeBSD:&#039;&#039;&#039; Junger NetBSD-Fork mit dem ambitionierten Ziel, die Codebasis rundzuerneuern. Leider passiert momentan nicht viel, es bleibt abzuwarten, ob das Projekt langfristig überleben kann. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;NetBSD:&#039;&#039;&#039; Das älteste der drei &amp;quot;großen&amp;quot; BSDs, läuft [http://netbsd.org/ports/ beinahe überall] und inzwischen auch [http://www.embeddedarm.com/software/arm-netbsd-toaster.php auf Toastern]. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;OpenBSD:&#039;&#039;&#039; 1995 entstandener NetBSD-Fork mit Fokus [http://www.openbsd.org/papers/ven05-deraadt/index.html auf Sicherheit und Korrektheit] des Codes, OpenSSH und weitere bekannte Werkzeuge entstanden im Rahmen dieses Projekts; aktuell ist OpenBSD mit dem hauseigenen OpenSSL-Fork [http://www.computerbase.de/2014-04/openbsd-spaltet-sich-mit-libressl-von-openssl-ab/ LibreSSL] in den Medien. Unter ThinkPad-Nutzern bekannt für seine herausragende [http://openbsd.maroufi.net/laptop.shtml APM-/ACPI-Unterstützung].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ich habe NetBSD nicht selbst getestet, die Unterschiede zu OpenBSD sind wohl durchaus spürbar. Ein wesentlicher Unterschied gerade für ältere Systeme: Während NetBSD auf [http://www.pkgsrc.org pkgsrc], eine Art &amp;quot;Ports-System&amp;quot;, und damit auf Selbstkompilieren setzt, bevorzugt OpenBSD Binärpakete. Das kommt uns sehr entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also OpenBSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die verschiedenen OpenBSD-Versionen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von OpenBSD gibt es - wie unter *BSD üblich - mehrere &amp;quot;Zweige&amp;quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-STABLE:&#039;&#039;&#039; Die &amp;quot;stabile&amp;quot; Version, alle sechs Monate erscheint der jeweilige Nachfolger, Unterstützung für jeweils ein Jahr; geeignet für Server, Firewalls und alles, wo ihr sonst Debian Stable nutzen würdet. Nachteil: Auch die Pakete erhalten nach Veröffentlichung nur noch Sicherheitsfixes, Firefox und dergleichen wird also recht schnell veralten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;-CURRENT:&#039;&#039;&#039; Quasi das &amp;quot;Rolling Release&amp;quot; der Nachfolgeversion; dank ausgiebiger Qualitätskontrollen ebenfalls stabil, trotz seiner Natur nur sehr selten tiefgreifende Änderungen, die viel Nacharbeit erforderten. (Mehr dazu siehe weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weil wir hier einen Laptop für den täglichen Einsatz und keine Firewall, die wir danach in einen Schrank sperren und den Schlüssel wegwerfen, einrichten wollen, nehmen wir die &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039;-Version.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der Prolog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herunterladen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD ist ein schlankes System, das Herunterladen ist also schnell erledigt: Ein vollständiges ISO der Installations-CD ist nur wenig mehr als 200 MiB groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image namens &#039;&#039;installXX.iso&#039;&#039; - wobei &amp;quot;XX&amp;quot; die aktuelle Versionsnummer, für 5.5-CURRENT also &amp;quot;55&amp;quot;, angibt - ist auf diversen FTP-Servern zu finden, etwa auf [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/i386/ dem hier]. (Hinweis: Es handelt sich um den Ordner für 32-Bit-Images; Nutzer von 64-Bit-ThinkPads werden zum Beispiel [ftp://ftp.spline.de/pub/OpenBSD/snapshots/amd64/ hier] fündig.) Möchtet ihr lieber einen USB-Stick nutzen, so ist das Image &#039;&#039;installXX.fs&#039;&#039; das richtige.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während ihr das ISO herunterladet, erspare ich euch eine weitere unangenehme Überraschung: Zwar hat OpenBSD in aktuellen Versionen eine ziemlich hervorragende Hardwareunterstützung (sogar der freie &#039;&#039;radeon&#039;&#039;-Treiber wird inzwischen automatisch installiert), aber ausgerechnet die &#039;&#039;wpi&#039;&#039;-Firmware für den WLAN-Adapter steht unter einer nicht ausreichend freien Lizenz. OpenBSD ist da ähnlich konservativ wie Debian und Fedora, wenn man nicht nachhilft. ;-) Ihr solltet euch also rechtzeitig auch diese Firmware besorgen; für OpenBSD 5.5 gibt es sie [http://firmware.openbsd.org/firmware/5.5/ hier], spätere Versionen sollten nicht schwer zu finden sein. (Gegenwärtig existiert noch kein Verzeichnis für die voraussichtlich kommende Version 5.6.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Installation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich betrachte das Wort &amp;amp;quot;idiotensicher&amp;amp;quot; immer mit etwas Argwohn, aber es ist hier sehr, sehr nahe liegend: CD rein, [http://www.synsei.be/blog/?p=194 ein paar Fragen beantworten], fertig. &#039;&#039;&#039;Unter diesen Fragen befindet sich auch die Frage, ob ihr &amp;amp;quot;X&amp;amp;quot; - also den Desktop - beim Systemstart laden wollt. Bestätigt das!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zwei Anmerkungen im Speziellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# WLAN geht an dieser Stelle wahrscheinlich noch nicht, während der Installation braucht ihr aber auch noch kein Internet. Das könnt ihr also überspringen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bei der Paketauswahl überfordert? Wählt einfach alles aus. &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039; ist der &amp;amp;quot;spezielle&amp;amp;quot; Multiprozessor-Kernel, läuft auf dem T60 aber anstandslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Neustart könnt ihr euch als &#039;&#039;root&#039;&#039; anmelden und den WLAN-Treiber installieren. Im Folgenden gehe ich davon aus, dass ihr ihn auf eine - die eingelegte ;-) - CD gebrannt habt, für USB-Sticks müsst ihr aber nicht viel ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir -p /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
mount /dev/cd0a /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /mnt/cdrom ; cp wpi-*.tgz /root/ ; umount /mnt/cdrom&lt;br /&gt;
cd /root&lt;br /&gt;
pkg_add wpi-firmware-3.2p1.tgz ; rm wpi-*.tgz&lt;br /&gt;
ifconfig wpi0 up&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der WLAN-Adapter sollte nun ohne Fehlermeldung &amp;amp;quot;hochfahren&amp;amp;quot;. (Eine automatische Verbindung beim Hochfahren ist natürlich machbar, mehr dazu unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihr gerade sowieso auf der Shell arbeitet, solltet ihr eurem hoffentlich bei der Installation - wie empfohlen - angelegten Nicht-&amp;amp;quot;root&amp;amp;quot;-Benutzerkonto zumindest Zugriff auf &#039;&#039;su&#039;&#039; und/oder &#039;&#039;sudo&#039;&#039; gewähren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;usermod -G wheel euerBenutzer&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schiebt den Benutzer in die Gruppe &amp;amp;quot;wheel&amp;amp;quot; (das hat [http://www.retrologic.com/jargon/W/wheel-bit.html historische Gründe]), er &amp;amp;quot;darf&amp;amp;quot; anschließend per &#039;&#039;su&#039;&#039; kurzzeitig root-Rechte akquirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;vi /etc/sudoers&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datei &#039;&#039;/etc/sudoers&#039;&#039; solltet ihr eine der beiden Zeilen, die mit &amp;amp;quot;%wheel&amp;amp;quot; beginnen, entkommentieren. Lest die Kommentare über den Zeilen, wenn ihr nicht wisst, welche Zeile ihr &amp;amp;quot;braucht&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So weit der umständliche Teil. Ihr könnt euch jetzt als Benutzer anmelden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pakete installieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe ja zu, der &#039;&#039;fvwm&#039;&#039;-Standarddesktop von OpenBSD ist etwas für Puristen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD_fvwm.png|OpenBSD_fvwm.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich wollt ihr auch auf einem &amp;amp;quot;alten&amp;amp;quot; Laptop was für&#039;s Auge. Zum &amp;amp;quot;minimalistischen&amp;amp;quot; Konzept unseres Vorhabens passt ein eleganter, aber leichtgewichtiger Fenstermanager wie &#039;&#039;Openbox&#039;&#039; oder ein Desktop wie &#039;&#039;LXDE&#039;&#039;. Ich bevorzuge [http://awesome.naquadah.org/ awesome wm], die Vorgehensweise ist aber überall recht ähnlich; ich mach&#039; euch das mal an einem Beispiel klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst brauchen wir natürlich eine Paketverwaltung, um Zeug (etwa einen anderen Texteditor oder zum Beispiel den Fenstermanager unserer Wahl) zu installieren. OpenBSD kennt anders als viele Linux- und FreeBSD-Distributionen kein &amp;amp;quot;Standard-Repository&amp;amp;quot;, es lässt dem Benutzer hier die größtmögliche Flexibilität. (Grundsätzlich gilt: Ein OpenBSD-&amp;amp;quot;Repository&amp;amp;quot; liegt immer auch da, wo es OpenBSD-ISOs gibt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ich annehme, dass fast jeder von euch irgendwo in Europa heimisch ist, ist ein europäischer Spiegelserver eine gute Idee. Eine Liste an möglichen Spiegelservern gibt&#039;s [http://www.openbsd.org/ftp.html#ftp hier].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habt ihr euch für einen Server entschieden, so solltet ihr ihn in der Datei &#039;&#039;~/.profile&#039;&#039; eintragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/snapshots/packages/i386/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vollständige Ordnerangabe ist hier relevant: &amp;amp;quot;snapshots/&amp;amp;quot; bedeutet, dass es sich um den -CURRENT-Zweig handelt, &amp;amp;quot;i386/&amp;amp;quot; gibt die Plattform an. Wenn ihr stattdessen OpenBSD -STABLE mit einem x64-Prozessor nutzt, so lautet der Eintrag zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;export PKG_PATH=ftp://ftp.eu.openbsd.org/pub/OpenBSD/5.5/packages/amd64/&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich empfehle, auf Experimente zu verzichten. Es gilt grundsätzlich: OpenBSD-STABLE-Pakete werden nicht problemlos unter OpenBSD -CURRENT funktionieren, andersherum sieht es ähnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt euch nun ab- und wieder anmelden oder einfach die &amp;amp;quot;export&amp;amp;quot;-Zeile in den offenen &#039;&#039;xterm&#039;&#039; kopieren - die Paketverwaltung ist nun, funktionierendes WLAN vorausgesetzt, freigeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, richtig, das WLAN!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Automatisch ins WLAN==&lt;br /&gt;
Wer von Ubuntu oder ähnlichen Linuxdistributionen kommt, ist möglicherweise etwas enttäuscht: Den &amp;amp;quot;networkmanager&amp;amp;quot; gibt&#039;s unter OpenBSD nicht. In euer heimisches (und ein beliebiges anderes euch zur Verfügung stehendes) WLAN kommt ihr per Befehl. Das könntet ihr [http://vinci.wordpress.com/2008/10/16/using-wpa-on-openbsd/ manuell] machen (den dort beschriebenen Befehl solltet ihr trotzdem kennen, er könnte nützlich sein, wenn ihr zum Beispiel mal mit eurem Laptop in fremden Netzen unterwegs seid), aber automatisch ist&#039;s doch viel schöner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
OpenBSD liest bei der Initialisierung eurer WLAN-Adapter - üblicherweise beim Hochfahren - eure &#039;&#039;hostname&#039;&#039;-Dateien aus. Das ist ziemlich praktisch. Heißt euer Adapter etwa &amp;amp;quot;wpi0&amp;amp;quot; (das könnt ihr per &#039;&#039;ifconfig&#039;&#039; prüfen), so genügt es, unter &#039;&#039;/etc/&#039;&#039; eine Datei namens &#039;&#039;hostname.wpi0&#039;&#039; folgenden Inhalts anzulegen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;nwid euerNetzwerkName&lt;br /&gt;
wpakey euerNetzwerkSchluessel&lt;br /&gt;
dhcp&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt neu starten und freuen. :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ihr könnt übrigens auch [https://github.com/overrider/wireless das &amp;amp;quot;wireless&amp;amp;quot;-Script] verwenden, wenn ihr mehrere kabellose Netze verwalten und verwenden wollt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einen anderen Desktop installieren und einrichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paketverwaltung sollte nun funktionieren. Da OpenBSD bereits alles Nötige - Displaymanager, X-Server und dergleichen - mitbringt, hält sich der Installationsaufwand für zum Beispiel &#039;&#039;awesome wm&#039;&#039; auch deutlich in Grenzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr den Desktop direkt nach dem Anmelden sehen und nicht jedes Mal erst im &#039;&#039;fvwm&#039;&#039; rumfrickeln wollt, tragt ihn doch direkt in eurer &#039;&#039;~/.xsession&#039;&#039; ein - die Zeile lautet schlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;awesome&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Openbox lautet der Eintrag stattdessen &#039;&#039;openbox-session&#039;&#039;, die Aufrufe von KDE, LXDE und so weiter solltet ihr selbst nachschlagen, das würde hier den Rahmen sprengen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fertige Desktop sieht dann ungefähr so aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png|300px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wie ein &#039;&#039;vollwertiger&#039;&#039; KDE-Desktop mit Firefox, Emacs und dergleichen aussieht, entnehmt bitte der Bildersuche eurer Wahl - eine mit der hier gezeigten vergleichbare Systemlast könnte dann aber schwierig zu erzielen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das System aktuell halten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Schritt 6: Das System aktuell halten&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr habt OpenBSD jetzt nach euren Wünschen konfiguriert? Schön, aber das war es natürlich noch nicht. Es wird Updates geben, für &#039;&#039;-CURRENT&#039;&#039; sogar recht häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installierte Pakete auf dem neuesten Stand zu halten ist kein großes Problem und lässt sich theoretisch auch einfach mit &#039;nem Cronjob erledigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;pkg_add -u&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanter wird&#039;s, wenn ihr einen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; auf eine neuere Version aktualisieren wollt, etwa 5.5-CURRENT auf 5.6-CURRENT oder die Version von letzter Woche auf die Version von dieser Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;amp;quot;nicht stabile&amp;amp;quot; Version von OpenBSD ist, wie erwähnt, gelegentlichen Änderungen unterworfen. Unlängst wurde etwa Apache 1.3 (Teil des Systems selbst) durch nginx ersetzt, diese und weitere Änderungen bedürfen natürlich händischer Nacharbeit. OpenBSD-CURRENT-Nutzer sollten zumindest vor jedem Update auf einen neuen &amp;amp;quot;Snapshot&amp;amp;quot; einmal [http://www.openbsd.org/faq/current.html nachsehen], was sich geändert hat, und die empfohlenen Aktionen durchführen. Das hält das System sauber. (Fortgeschrittene Nutzer könnten das mit &#039;&#039;curl&#039;&#039;/&#039;&#039;wget&#039;&#039; und ein bisschen Scripting wahrscheinlich einfach automatisieren. Ich mache das manuell, damit ich weiß, was sich eigentlich geändert hat, und mich nicht irgendwann wundere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle &amp;amp;quot;Snapshots&amp;amp;quot; gibt es recht oft, ich aktualisiere mein System etwa ein- bis zweimal im Monat. Natürlich reicht&#039;s aber auch, wenn ihr nur alle paar Monate mal ein Update einspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas komplizierter als die erstmalige Installation, geht aber wohl am Einfachsten [http://blather.michaelwlucas.com/archives/543 so]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstellt &#039;&#039;&#039;als root&#039;&#039;&#039; ein Verzeichnis auf eurem Laptop, in dem ihr das Update &amp;amp;quot;aufbewahren&amp;amp;quot; wollt, und baut dann zuerst eine (anonyme) Verbindung zu einem Spiegelserver eurer Wahl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;mkdir ~/upgradefiles ; cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
ftp ftp.eu.openbsd.org&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort wechselt ihr in das &amp;amp;quot;snapshots&amp;amp;quot;-Verzeichnis für eure Plattform, ladet die Hashdateien (zum Abgleich) und alle aktuellen Distributionsdateien herunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cd pub/OpenBSD/snapshots/i386&lt;br /&gt;
prompt&lt;br /&gt;
mget SHA*&lt;br /&gt;
mget bsd*&lt;br /&gt;
mget *.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ein bisschen dauern. Habt ihr allerdings nicht alles installiert und etwa auf die &amp;amp;quot;games&amp;amp;quot; verzichtet, könnt ihr die entsprechenden &#039;&#039;.tgz&#039;&#039;-Dateien auch einfach weglassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind alle Downloads intakt? Das könnt ihr prüfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;cksum -a sha256 *&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst könnt ihr nun den Kernel austauschen. Der besteht bei OpenBSD aus einer einzigen Datei (&#039;&#039;bsd&#039;&#039; oder &#039;&#039;bsd.mp&#039;&#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;rm /obsd&lt;br /&gt;
ln /bsd /obsd &amp;amp;amp;&amp;amp;amp; cp bsd.mp /bsd&lt;br /&gt;
cp bsd.rd /&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Installiert nun alles &#039;&#039;&#039;außer den &amp;amp;quot;etc&amp;amp;quot;-Dateien&#039;&#039;&#039; in euer laufendes System (Versionsnummern gegebenenfalls anpassen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;tar -C / -xzphf xserv55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xfont55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xshare55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf xbase55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf game55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf comp55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf man55.tgz&lt;br /&gt;
tar -C / -xzphf base55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer OpenBSD läuft nun mit einem neuen Userland unter einem alten Kernel. Um auch &#039;&#039;/etc&#039;&#039; zu aktualisieren, muss erst mal der neue Kernel her; danach könnt ihr &#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; ausführen. (&#039;&#039;sysmerge&#039;&#039; dient dem Zweck, eure Änderungen an Konfigurationsdateien in &#039;&#039;/etc&#039;&#039; in das neue System zu integrieren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;reboot&lt;br /&gt;
# ...&lt;br /&gt;
cd ~/upgradefiles&lt;br /&gt;
sysmerge -s etc55.tgz -x xetc55.tgz&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&#039;s!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:OpenBSD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Installation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=Datei:Openbsd_fish.jpg&amp;diff=21850</id>
		<title>Datei:Openbsd fish.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=Datei:Openbsd_fish.jpg&amp;diff=21850"/>
		<updated>2014-05-10T22:09:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png&amp;diff=21849</id>
		<title>Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=Datei:OpenBSD-5.5-mit-awesome.png&amp;diff=21849"/>
		<updated>2014-05-10T22:05:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=Datei:OpenBSD_fvwm.png&amp;diff=21848</id>
		<title>Datei:OpenBSD fvwm.png</title>
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		<updated>2014-05-10T21:56:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=Datei:Bsd_daemon.jpg&amp;diff=21847</id>
		<title>Datei:Bsd daemon.jpg</title>
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		<updated>2014-05-10T21:19:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://thinkwiki.de/index.php?title=Benutzer:Allegutennamenwarenweg&amp;diff=21846</id>
		<title>Benutzer:Allegutennamenwarenweg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://thinkwiki.de/index.php?title=Benutzer:Allegutennamenwarenweg&amp;diff=21846"/>
		<updated>2014-05-10T21:18:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Allegutennamenwarenweg: Die Seite wurde neu angelegt: „(alle guten namen waren weg.)“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;(alle guten namen waren weg.)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Allegutennamenwarenweg</name></author>
	</entry>
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