A31

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Vorderseite des A31
Rechte Seite des A31

Das von März 2002 bis Januar 2004 hergestellte Thinkpad A31 ist der Nachfolger des A30 und das letzte Modell der A-Serie. Die Modellvariante A31p stellt es die höchste Ausbaustufe dieser Generation dar und ist auch heute noch vielseitig und produktiv einsetzbar.


Technische Daten des A31

Aufgeführt werden die werksseitig erhältlichen Ausführungen sowie maximal mögliche Ausbaustufen.


CPU:

  • Intel Pentium 4-M 1.4, 1.5, 1.6, 1.7, 1.8, 1.9 oder 2.0 GHz

Dieser Prozessor basiert auf dem Northwood-Kern, läuft mit FSB400 und hat 512 KB L2-Chache. Er unterstützt kein Hyper-Threading. Die stärkste CPU, die diesen Spezifikationen entspricht, läuft mit 2.6 GHz und kann - technisch gesehen - im A31 verbaut werden.


Grafikchip:

  • ATI Mobility Radeon 7500 16 MB oder
  • ATI Mobility Radeon 7500 32 MB


Display:

  • 14,1" TFT XGA 1024x768
  • 15,0" TFT XGA 1024x768
  • 15,0" TFT SXGA+ 1400x1050 (alle Modelle außer den Baureihen 2652-Dxx mit IPS-FlexView-Displays)


Speicher:

  • 128 MB PC2100 DDR-SODIMM oder
  • 256 MB PC2100 DDR-SODIMM

Der Speicher kann problemlos mit 2 x 1 GB PC2100 oder PC2700 DDR-SODIMMs aufgerüstet werden, der Maximalausbau liegt somit bei 2 GB.

Bei PC2700 RAM können manchmal Unverträglichkeiten auftreten, die sich u.a. in Freezes und Bluescreens äußern. Hier hilft nur ein Austausch gegen ein anderes Modul. Es spielt übrigens keine Rolle, ob das betreffende PC2700 Modul eine FRU-Nummer besitzt oder nicht.


Festplatte: Standardmäßig verbaut sind 2,5"-HDDs im PATA-Format, 4200 RPM, mit folgenden Kapazitäten:

  • 20 GB
  • 30 GB
  • 40 GB

Es können alle erhältlichen Festplatten nach PATA-Standard verbaut werden. Die derzeit (Stand Juli 2010) erreichbare maximale Kapazität für PATA-Festplatten beträgt 320 GB.


Chipsatz:

  • Intel 845MP-Chipsatz
  • AD1881A AC'97 Audio Controller


Erweiterungen:

  • Zwei Erweiterungsschächte (Ultrabay 2000 & Ultrabay Plus)
    • Ultrabay Plus (auf der rechten Seite) mit einer der folgenden Funktionen
      • CD-ROM
      • CD-RW
      • DVD-ROM
      • DVD/CD-RW
    • Ultrabay 2000 (auf der linken Seite) mit einer der folgenden Funktionen
      • leer
      • 3,5" Diskettenlaufwerk
  • Mini-PCI-Steckplatz mit folgender Bestückung:
    • leer
    • IBM High Rate Wireless LAN Mini-PCI Adapter with Modem
  • CDC-Platz 1 mit
    • Ethernet Daughter Card (EDC)
  • CDC-Platz 2 mit
    • leer
    • Modem Daughter Card (MDC)
    • Bluetooth Daughter Card (BDC)
  • IBM Embedded Security Subsystem


Schnittstellen:

  • 2 x USB 1.1
  • 10/100 MBit-LAN
  • VGA-Ausgang
  • IrDA Infrarot-Anschluss
  • 56K-Modem
  • Stereo-Kopfhörerausgang
  • Line-In
  • Mikrofon-Eingang
  • 1 x COM
  • 1 x LPT
  • S-Video-Ausgang
  • UltraPort im Displaydeckel


Abmessungen & Gewicht:

  • 329mm x 272.5mm x 44.6mm[vorn]/46.8mm[hinten] (mit Standard-Akku)
  • 3.45kg (mit Standard-Akku & optischem Laufwerk)


Technische Daten des A31p

CPU

  • Intel Pentium 4-M 1.7, 1.8 oder 2.0 GHz

Dieser Prozessor basiert auf dem Northwood-Kern, läuft mit FSB400 und hat 512 KB L2-Chache. Er unterstützt kein Hyper-Threading. Die stärkste CPU, die diesen Spezifikationen entspricht, läuft mit 2.6 GHz und kann - technisch gesehen - auch im A31p verbaut werden.


Grafikchip:

  • ATI Mobility FireGL 7800 mit 64 MB DDR-SDRAM mit OpenGL-Unterstützung, Takt 183 MHz


Display:

  • 15,0" TFT UXGA 1600x1200 (ausschließlich IPS-FlexView-Displays)


Speicher:

  • 128 MB PC2100 DDR-SODIMM
  • 256 MB PC2100 DDR-SODIMM
  • 512 MB PC2100 DDR-SODIMM

Der Speicher kann problemlos mit 2 x 1 GB PC2100 oder PC2700 DDR-SODIMMs aufgerüstet werden, der Maximalausbau liegt somit bei 2 GB.


Festplatte: Standardmäßig verbaut sind 2,5"-HDDs im PATA-Format, 4200 und 5400 RPM, mit folgenden Kapazitäten:

  • 40 GB
  • 60 GB
  • 80 GB

Es können sämtliche im Handel erhältlichen 2,5"-Festplatten nach PATA-Standard verbaut werden. Die maximale Kapazität der PATA-Festplatten liegt derzeit (Stand Juli 2010) bei 320 GB.


Chipsatz:

  • Intel 845MP-Chipsatz
  • AD1881A AC'97 Audio Controller


Erweiterungen:

  • Zwei Erweiterungsschächte (Ultrabay 2000 & Ultrabay Plus)
    • Ultrabay Plus (auf der rechten Seite) mit einer der folgenden Funktionen
      • DVD/CD-RW
    • Ultrabay 2000 (auf der linken Seite) mit einer der folgenden Funktionen
      • 3,5" Floppy
      • Ultrabay-Akku
  • Mini-PCI-Steckplatz mit folgender Bestückung:
    • leer
    • IBM High Rate Wireless LAN Mini-PCI Adapter with Modem
  • CDC-Platz 1 mit
    • Ethernet Daughter Card (EDC)
  • CDC-Platz 2 mit
    • leer
    • Modem Daughter Card (MDC)
    • Bluetooth Daughter Card (BDC)
  • IBM Embedded Security Subsystem


Schnittstellen:

  • 2 x USB 1.1
  • 10/100 MBit-LAN
  • VGA-Ausgang
  • IrDA Infrarot-Anschluss
  • 56K-Modem
  • Stereo-Kopfhörerausgang
  • Line-In
  • Mikrofon-Eingang
  • 1 x COM
  • 1 x LPT
  • FireWire (IEEE1394)
  • S-Video-Eingang und S-Video-Ausgang
  • UltraPort im Displaydeckel


Abmessungen & Gewicht:

  • 329mm x 272.5mm x 44.6mm[vorn]/46.8mm[hinten] (mit Standard-Akku)
  • 3.45kg (mit Standard-Akku & optischem Laufwerk)


Einsatzmöglichkeiten

Die relativ starke Grafikkarte des A31p in Verbindung mit dem hervorragendem Display verleihen diesem Notebook ein beachtliches Multimediapotenzial. Da es außerdem als eines der wenigen Thinkpads über zwei Wechselschächte verfügt, die mit verschiedensten Geräten betrieben werden können, eröffen sich einzigarte Konfigurations- und Einsatzmöglichkeiten:

  • zwei CD- oder DVD-Brenner im Ultrabay 2000-Format für Direktkopien optischer Datenträger
  • zusätzlicher Festplattenplatz
    • herkömmliche PATA-Platten (Stand: Juli 2010) bieten maximal 960 GB (3x320 GB) Festplattenplatz
    • durch spezielle Ultrabay-Adapter können auch SATA-Platten genutzt werden, und zwar in allen Bauhöhen (auch 12,5 mm)
  • Zusatzakku und optisches Laufwerk für mobilen DVD-Genuss in voller Filmlänge
    • BluRay-Brenner und -Laufwerke bieten die Möglichkeit, auch sehr große Datenbestände zu lesen und zu schreiben
  • Verwendung als DVB-T-Gerät (dank FlexView-Display und sehr guten Lautsprechern)
  • Multimediakonsole: Musik, Videos, DVB-T, Spiele...

Der Kreativität sind hierbei dank ausreichender technischer Ressourcen kaum Grenzen gesetzt.

Erfahrungsberichte

Review A30/A30p/A31/A31p

von enrico65 aus dem Thinkpad-Forum.de


Am 9. Oktober 2001 läutete IBM mit der Vorstellung der ThinkPad A30-/A30p-Serie eine neue Ära des Mobile Computing ein. Die neuen High End-Rechner lösten die bisherige A22m-/A22p-Baureihe ab, die lange Zeit als eine der leistungsfähigsten und innovativsten Notebookserien gegolten hatte. IBM positionierte die A30- und A30p-Notebooks als Desktop-Alternative im Markt. Daher warteten die Geräte mit einer Reihe von technischen Neuheiten auf, die es bislang in dieser Form noch nicht gegeben hatte.


Technische Innovationen

Alle A30-Geräte wiesen als sogenannte Drei-Spindel-Notebooks insgesamt drei Laufwerksschächte auf. Das gab es zwar bereits bei den A20-, A21- und A22-Serien mit Ausnahme der A21e-2655-Baureihe, neu und weltweit einmalig war jedoch die Tatsache, dass zwei der Schächte Wechsellaufwerke aufnehmen konnten, so dass also beispielsweise zwei interne Festplatten und ein DVD-Laufwerk gleichzeitig im Gerät betrieben werden konnten. Die Wechselschächte – dem Ultrabay 2000- und Ultrabay Plus-Standard von IBM entsprechend – konnten zudem einen Zweitakku oder ein numerisches Keypad aufnehmen. Bei den Displays hatte die Kundschaft nicht nur die Wahl zwischen 14,1“ und 15“ Bilddiagonale, sondern es wurden auch bei den 15“-Displays drei verschiedene Auflösungen angeboten: Neben Standard-XGA (1024x768 Punkten) bot IBM zudem hochauflösende SXGA+-Bildschirme an (1400x1050 Punkte) sowie – damals einmalig – UXGA-Displays (1600x1200 Punkte). Die letztgenannten, sündhaft teuren Panels wurden ausschließlich im Spitzenmodell A30p eingebaut. Dieser Rechner sollte speziell auch Kunden aus dem kreativen Sektor, also Fotografen und Kreative aus der Filmindustrie, ansprechen. Folgerichtig waren die UXGA-Displays in der IPS-FlexView-Technologie gefertigt, die nicht nur einen Betrachtungswinkel von 170° aus jeder Richtung erlaubt, sondern obendrein durch Kontrastwerte von 400:1 bei einer Leuchtdichte von 250 nits (cd/qm) ein außergewöhnlich brillantes Bild bietet. Um der anvisierten Zielgruppe gerecht zu werden, wurden die A30p zudem serienmäßig mit einem IEEE-1394-Anschluss (Firewire) ausgestattet, der die problemlose Kommunikation mit Profi-Kameras und Camcordern gestattete. Auch ein S-Video-Eingang und -Ausgang gehörten zum Standardrepertoire dieser Systeme.

Unter der Haube hatte IBM die A30-Serie gegenüber ihren Vorgängern ebenfalls gründlich renoviert. Der bereits etwas angestaubte mobile Intel Pentium III-Prozessor mit dem Coppermine-Kern wurde durch die deutlich leistungsfähigere mobile Tualatin-CPU ersetzt, die nicht nur höhere Taktfrequenzen erlaubte, sondern obendrein eine ganze Reihe leistungssteigernder Merkmale mitbrachte: Der FSB war beim Tualatin auf 133 Mhz erhöht, der 2nd Level-Cache auf 512 KB verdoppelt, und mit der neuen Radeon 7000-GPU von Ati hatte IBM die damals leistungsfähigste Grafikeinheit mit an Bord. Diese 4x-AGP-Grafikkarte steuerte in den A30-Systemen 16 MB dedizierten VRAM an, im A30p sogar 32 MB VRAM. Besonderheit war hier, dass der Videospeicher nicht mehr – wie noch beim A22p – als SGRAM ausgelegt war, sondern aus mit 188 Mhz getaktetem DDR-SDRAM bestand, der wesentlich schnellere Ein- und Ausgabeoperationen gestattete. Auch der neue Chipsatz 830MP, der im A30 und A30p zum Einsatz kam, bot mit UDMA100 einen wesentlich höheren Datendurchsatz, als es mit UDMA33 bei den 440BX-Chipsätzen der A20-/A21- und A22-Systeme möglich gewesen war. Ausgewählte Modelle wiesen zudem serienmäßig die neuen Kommunikationsoptionen WLAN und Bluetooth auf, wobei IBM in den Oberschalen wie schon bei den Vorgängern jeweils vertikal zwei Antennen verbaute, um die Sende- und Empfangsleistung zu verbessern.

Die Tastatur der A30- und A30p-Modelle wies zudem am linken Rand sechs zusätzliche Schnellwahltasten auf, die vor allem die Online-Navigation erleichtern sollten. Selbst bei der Gestaltung des Gehäuses gab es Neuheiten: Während die meisten Modelle der A20-/A21- und A22-Baureihen eine Unterschale aus ABS-Kunststoff aufwiesen und die Oberschale aus Titan-Composite bestand, hatte IBM die Unterschale der A30- und A30p-Systeme aus glasfiberverstärktem ABS und die Oberschale aus normalem ABS gefertigt. Die Edelstahl-Scharniere wurden zudem nicht mehr unter Kunststoffabdeckungen versteckt, sondern waren nun offen sichtbar.

IBM lieferte die A30-Baureihe mit drei verschiedenen CPU-Takten aus: Während die schwächste Variante „nur“ 933 Mhz schaffte, wurde mit den beiden stärkeren CPU's mit 1 Ghz und 1,133 Ghz jeweils die Gigahertz-Grenze erreicht und überwunden. Der A30p erhielt dagegen ausschließlich die 1,2 Ghz-Tualatin-CPU – den schnellsten in Stückzahlen frei erhältlichen mobilen Pentium III, den es je gab.

Die rosa Pads drücken von unten gegen die entsprechenden Bausteine
Links ein neues Bezel mit, rechts ein altes ohne Kupferplatte
SATA-Adapter für Ultrabay 2000 mit 320GB-SATA-2-Festplatte WD Scorpio 3200BEVT
MiniPCI-WLAN-Karte und Modem- und Ethernet-CDC-Karte im A30

Da es Intel nicht schaffte, den Tualatin mit Taktfrequenzen höher als 1,2 Ghz zu liefern, wurde im März 2002 – ein halbes Jahr nach Einführung der A30- und A30p-Systeme – mit dem A31 und A31p ein noch leistungsstärkeres Modell vorgestellt. Diese Systeme, die bis in das Jahr 2004 hinein gebaut wurden, unterschieden sich äußerlich nicht vom A30 und A30p. Die Nomenklatur war ebenfalls beibehalten worden – der A31p repräsentierte wie der A30p die technologische und Leistungsspitze. Die beiden Serien unterschieden sich lediglich unter der Haube: Die A31 und A31p nutzten den mobilen Pentium 4-Prozessor mit Codenamen Northwood von Intel und den für diese CPU optimierten 845MP-Chipsatz („Brookdale“). Damit wurde auch schnellerer DDR-Arbeitsspeicher eingeführt, und mit der Ati FireGL-GPU mit 64 MB dediziertem DDR-SDRAM taugte der A31p sogar für anspruchsvolle Spiele. Bei den Displays gab es eine kleine Neuerung: Einige Modelle mit SXGA+-Auflösung wurden nun ebenfalls mit den erstklassigen IPS-FlexView-Displays ausgestattet, während die ersten A30 mit dieser Auflösung noch Twisted Nematic-Displays besaßen. Die Pentium 4-CPU's wurden in den A31/A31p-Systemen in Taktfrequenzen von 1,4 bis 2,0 Ghz verbaut. Da in der Zwischenzeit jedoch noch schnellere Prozessoren mit Northwood-Kern verfügbar sind, können die Rechner bis auf 2,6 Ghz aufgerüstet werden, sofern man auch die Kühlung entsprechend aufrüstet.

Mit diesen Ausstattungsmerkmalen repräsentierten die A30p- und A31p-Systeme seinerzeit die absolute Leistungsspitze, was auch dazu führte, dass sie für verschiedene Weltraummissionen ausgewählt wurden. http://www-03.ibm.com/ibm/history/exhibits/space/space_thinkpad.html


Technische Schwachstellen

Wie bei den meisten neueren Mobilrechnern aller Hersteller traten auch bei den A30- und A31-Baureihen nach einer gewissen Zeit die sogenannten Flexing-Schäden auf. Hierbei handelt es sich um kalte Lötstellen an der GPU und/oder den VRAM-Bausteinen, die vor allem dann entstehen, wenn das Gerät nach längerer Betriebsdauer erwärmt ist und dann auf- oder zugeklappt wird. Durch den dabei entstehenden mechanischen Druck auf die Hauptplatine lösen sich mit der Zeit an den besonders exponiert liegenden GPU- und/oder VRAM-Bausteinen Lötpunkte. Da die Platinen in SMD-Technik gefertigt sind, wird dieses Schadensbild durch die nur noch oberflächlich gegebene Lötung begünstigt. IBM hat dieses Problem rasch erkannt und mit Modifikationen bei den Gehäusen gegengesteuert: So sind neuere A30- und A31-Gehäuse mit Druckpads, die auch gleichzeitig die entstehende Wärme ableiten sollen, ausgestattet.

Zudem wurde, um dem Druck der Scharniere auf die Hauptplatine beim Zuklappen entgegenzuwirken, am Keyboard-Bezel bei den neueren Systemen hinten links eine Kupferplatte mit einer Ausgleichlasche angeklebt, die gegen das linke Scharnier drückt.

Als dritte Maßnahme gegen das berüchtigte Flexing wurden an der Rückseite der Geräte zusätzliche Metallplättchen an den Geräteanschlüssen angeschraubt, um die Gehäusesteifigkeit zu erhöhen. Dies alles zusammen mit einer effektiven Kühlung der Systeme (insbesondere der A31-Rechner wegen deren sehr stark aufheizender Pentium 4-CPU) kann Flexingschäden zuverlässig verhindern.


Zukunftssicherheit

Aufgrund der ehemals im Vergleich zu vielen anderen Notebooks exorbitant hohen Preise für die A3x-Serien sind diese Systeme noch vielfach produktiv im Einsatz. Zudem bieten die Rechner wegen ihrer mannigfaltigen technischen Innovationen auch heute noch einige Alleinstellungsmerkmale. So gibt es gegenwärtig am Markt kein einziges Mobilsystem, das eine solche Vielfalt an Erweiterungsmöglichkeiten bietet wie die A30-/A31-Rechner. Aufgrund der weiten Verbreitung der Ultrabay 2000 werden auch heute noch neue Komponenten dafür von Drittanbietern auf den Markt gebracht. So werden für die inzwischen gängigen SATA-Festplatten spezielle Ultrabay 2000-Adapter angeboten. Mit diesen Adaptern, die auch für den neuen SATA-2-Standard ausgelegt sind, kann ein ThinkPad A30(p)/A31(p) im Höchstfall mit derzeit (Stand Juni 2010) 2,32 Terabyte interner Festplattenkapazität betrieben werden.

Zudem können auch SSD's zu einem Geschwindigkeitsschub verhelfen. Die derzeit (Stand Juni 2010) größten SSD's für die A3x(p)-Serie mit PATA-Schnittstelle haben Kapazitäten von 256 GB, ziehen also mit herkömmlichen Festplatten allmählich kapazitativ gleich. In absehbarer Zeit dürften auch Blue Ray-Brenner für die Ultrabay 2000 verfügbar sein. Außerdem bietet die A3x-Serie durch die Integration von einem MiniPCI- und zwei CDC-Slots in jedem Gerät vielfältigste Kombinationsmöglichkeiten von Netzwerkoptionen. So ist es problemlos möglich, neben den gängigen LAN- und Modemoptionen auch noch WLAN-Karten und Bluetooth-Adapter einzubauen und das Gerät somit für jede erdenkliche Verbindung zur Außenwelt zu rüsten. Hierbei sind jedoch bei Verwendung neuer WLAN-Adapter mit bestimmten Chipsätzen u.U. einige Modifikationen sowohl des Rechner-BIOS als auch des auf den Karten verbauten EEPROM's nötig, um Fehler beim Start des Rechners zu vermeiden.

Insgesamt gesehen sind die Geräte dieser Baureihen somit auch mittelfristig für zukünftige Anforderungen gut gerüstet.

Bekannte Probleme

Flexing

Siehe unter Hitzeproblematik.

Energieversorgung

Das A31(p) arbeitet mit einem 43 Wh starken Hauptakku. Es sind keine alternativen Kapazitäten verfügbar. Aufgrund des großes Energiebedarfs - bedingt durch Pentium 4-Prozessor und FlexView-Panel - kann mit dem A31(p) nur etwa zwei Stunden ohne Steckdose gearbeitet werden. Abhilfe schaffen hier Zusatzakkus, die im linken Wechselschacht Platz finden und mittlerweile für kleines Geld zu haben sind. Daher und wegen ihres geringen Gewichtes kann man, falls erforderlich, gleich mehrere dieser Stromversorger mitführen und hat so vernünftige Laufzeiten zum kleinen Preis.

Hitzeproblematik

Das A31 und insbesondere die Professional-Version A31p neigen zu thermischen Problemen, die im Extremfall zum Ausfall des Mainboards führen können. Durch ungünstige Lage von Prozessor und Grafikchip in unmittelbarer Nähe entsteht ein Hitzeherd, der für die beiden Komponenten an sich zwar nicht unbedingt gefährlich ist (der Pentium 4-M beispielsweise ist bis zu 100 Grad zugelassen) aber dafür sorgt, dass sich andere Bauteile und vor allem die Hauptplatine ausdehnen und nach dem Abschalten wieder zusammenziehen. Diese ständige mechanische Belastung kann über die Jahre Lötzinn und Leiterbahnen spröde und brüchig werden lassen. Im ungünstigsten Fall genügt dann schon das Auf- und Zuklappen des Displaydeckels zum Bruch dieser Komponenten, was sich meistens in massiven Bildstörungen und schließlich Ausfall des Boards bemerkbar macht. Abhilfe schafft hier ein perfides Mittel: der Lüfter sollte stets kräftig kühlen. IBM hat dieses Problem inzwischen erkannt und stellt ein BIOS-Update zur Verfügung, das den Lüfter in den Dauerbetrieb versetzt. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, Kühlkörper und Lüfter stets in staub- bzw. einwandfreiem Zustand zu halten und die Luftzufuhr nicht zu behindern. (z.B. durch Surfen im Bett) Neue Mainboards für den A31 und insbesondere den A31p sind relativ teuer, allerdings lassen sich beschädigte Boards reparieren.


ATI Mobility FireGL 7800 - Fluch und Segen

Der Grafikchip des A31p ist für die damaligen Verhältnisse sehr gut und bietet eine Menge Leistung: viele 3D-Anwendungen und Spiele laufen damit noch problemlos. Allerdings verursacht diese Lösung eine Menge Abwärme und trägt damit nicht unwesentlich zu den thermischen Problemen des A31p bei. Leider bietet ATI inzwischen keine Treiber mehr für die Mobility FireGL 7800 an, sodass nach reiflicher Recherche der von Lenovo im Rahmen der Hardwareunterstützung bereitgestellte Treiber die einzige Möglichkeit ist, die Grafikkarte zu nutzen. Es empfiehlt sich also - nur für alle Fälle - eine Sicherung anzulegen. Leider funktioniert das Media Center der Firma Microsoft (enthalten in Windows MCE2005) nicht mit der FireGL; dafür ist der Grafichip wohl zu alt oder wird - als waschechte CAD-zertifizierte Grafiklösung - nicht unterstützt. Selbiges gilt für Microsofts Betriebssystemoberfläche "Aero"; Windows Vista unterstützt Grafichips, die älter als die der Radeon 9000 sind, nicht. Die FireGL7800 basiert auf der Radeon 7500 und bietet nur AGP4x, was Vista Aero grundsätzlich ausschließt.


Anleitungen,Schaltpläne und Technische Skizzen

FAQ

Treiber

Besonderheit:

Damit die Scrollfunktion mit Trackpoint und mittlerer "Maustaste" in den neuen Firefox-Versionen funktioniert, ist es ratsam, den Trackpointtreiber eines neueren Thinkpad-Modells (z.B. für T60 bis T520)zu installieren.

Auch wenn die A3* dort nicht als unterstützte Modelle aufgeführt sind, funktioniert dieser ohne Probleme.

Weblinks

Hardware Maintenance Manual (September 2003) - ThinkPad A30/p, A31/p