760

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760ED
760ED verfügt über eine VIVO-Schnittstelle (Video-In/Video-Out)

Das ThinkPad 760 erschien im Oktober 1995 als das achte Modell der 7er-Serie (Tablet- und Subnotebooks mitgezählt).

Mit insgesamt 12 Modellvarianten war die 760er Modellreihe das variantenreichste Thinkpad vor dem Jahr 2001.

Wesentliche Unterschiede zum Vorgänger (755CDV):

  • schnellere CPU (Intel Pentium)
  • größere Festplatte
  • größeres Display und höhere Auflösungen
  • mehr RAM
  • ab 760Exx mit Cardbus (32 Bit statt PCMCIA 16 Bit)


Modellübersicht

Sortiert nach Produktionsdatum
760C 760CD 760L 760LD 760EL 760 ELD
CPU (Pentium 1) 1) 90/60 oder 120/60 MHz 90/60 oder 120/60 MHz 90/60 MHz 90/60 MHz 100/60, 120/60, 133/66MHz 100MHz
Grafik Trident CYBER9320, 1 MB DRAM, Local Bus Trident CYBER9320, 32 bit SVGA accelerator, 1 MB EDO DRAM PCI,Trident CYBER9385(760EL)
Display 10,4" o. 12,1" SVGA 256 Farben TFT 12,1" SVGA 256 Farben TFT 10,4" VGA 16,4 Mio Farben TFT 10,4" VGA 16,4 Mio Farben TFT 11,3" SVGA DSTN 256 Farben/12,1" SVGA TFT 64k Farben 12,1" SVGA TFT 64k Farben
RAM 8MB, 64MB max. EDO 8/16/32MB max. 72/80/104MB EDO 8MB, max. 72MB EDO
HDD 720MB / 1,08GB EIDE 1,2" EIDE 810MB EIDE 810MB EIDE 810MB/1,35/ 1,08/2,1GB EIDE 810MB
Abmessungen in mm 2) 10,4": 297x210x44 12,1": 297x210x49 297x210x54 297x210x44 297x210x50 11,3": 297x210x50 12,1" 297x210x54 /297x210x51 297x210x54
Gewichte 2) 10,4": 2,76kg 12,1": 3,08kg 3,38kg 2,95kg 3,26kg 11,3": 2,75kg/3,04kg 12,1": 3,18kg/2,91kg 3,30kg
Produktions- zeitraum Okt 1995 -Okt 1996 Okt 1995 -Okt 1996 Feb 1996 -Okt 1996 Feb 1996 -Okt 1996 Mai 1996 -Jul 1997 Mai 1996 -Mai 1997
760E (SVGA) 760ED (SVGA) 760E (XGA) 760ED (XGA) 760XL 760XD
CPU (Pentium 1) 1) 120/60 oder 133/66 MHz 133/66MHz 150/60MHz 133/66MHz 166/66MHz 166/66MHz
Grafik Trident CYBER9320, 32 bit SVGA Accelerator, 1 MB EDO DRAM, 70 ns PCI Trident CYBER9385, 64 bit SVGA accelerator, 2 MB EDO DRAM Trident CYBER9385, 64 bit SVGA accelerator, 1 MB EDO DRAM, 70 ns PCI Trident CYBER9385, 64 bit SVGA accelerator, 2 MB EDO DRAM, 70 ns PCI
Display 12,1" SVGA TFT, 64k Farben 12,1"SVGA TFT 262k Farben 12,1" XGA TFT, 64k Farben 12,1" XGA TFT, 64k Farben 12,1" SVGA TFT, 64k Farben 12,1" XGA TFT, 64k Farben
RAM 8/16MB, max. 72/80/104MB 70 ns, non-parity, 3.3 Volt, EDO 16MB, max. 80MB 70 ns, non-parity, 3.3 volt, EDO 3) 16/32MB, max. 104MB 70 ns, non-parity, 3.3 volt, EDO 32MB, max. 104MB 70 ns, non-parity, 3.3 volt, EDO
HDD 810MB/1,08/1,2GB 1,2GB 2,1GB 2,1GB 2,1GB 3,0GB
Abmessungen in mm 2) 297x210x54 297x210x54 297x210x51 297x210x51 297x210x54 297x210x51
Gewichte 2) 3,20/3,07kg 3,35kg 2,91kg 3,02kg 3,05kg 3,18kg
Produktions- zeitraum Mai 1996 -Jan 1997 Mai 1996 -Jan 1997 Okt 1996 -Okt 1997 Okt 1996 -Okt 1997 Apr 1997 -Jan 1998 Apr 1997 -Jan 1998

1) Der Wert hinter dem "/" ist die Taktrate des FSB

2) je nach Ausstattung

3) bei XGA-Modellen Max. RAM: 104 MB mit "ThinkPad Proven Option"

Technische Daten

760ED Anschlüsse
760ED mit hochgeklappter Tastatur
Festplatte im Caddy ...
... und ohne
760-er Li-Ion Akku
760ED Motherboard (FRU 11J7665)
BIOS- und Standby-Batterien
Sintech-Adapter für 760er-Thinkpads anpassen
Ausgebaute 760er HDD neben einer normalen PATA-HDD
Netzteil des 760EL (links) mit Vergleich
Größenvergleich R51-760EL-X40

Aufgeführt werden die ursprünglich erhältlichen Varianten sowie mögliche maximale Ausbaustufen.

CPU :

Lüfter: Nur 760XD und 760XL verfügen über einen Lüfter, alle andere sind lüfterlos und werden passiv gekühlt. Der Lüfter springt bei ca. 60°C an und schaltet sich erst dann aus, wenn die Temperatur auf unter 50°C sinkt.

Aufrüstbarkeit: Der Prozessor befindet sich auf der Unterseite des Motherboards, geschützt von einem Schutzblech. Um an den CPU heranzukommen, muss praktisch der gesamte Laptop zerlegt werden. Der Prozessor selbst ist in Form einer CPU Card ausgeführt, es ist aber kein MMC-Modul. Man kann also den Prozessor aufrüsten, wenn man sich eine CPU Card aus einem anderen 760-er besorgen kann. Maximale Ausbaustufe ist dabei Pentium 166 MHz MMX. Diese finden sich nur in 760XD und 760XL. Es wurden bereits folgende Konfigurationen erfolgreich getestet:

  • Pentium 166 MHz MMX aus einem 760XL in einem 760ED. Der Prozessor wird von Windows 98SE und Damn Small Linux (Kernel 2.4) richtig erkannt.

Grafikchip:

Aufrüstbarkeit: Alle von IBM verbauten Kombinationen aus Grafikkarte und Mainboard sind aufeinander abgestimmt, d.h. Aufrüsten ist nicht möglich. Versucht man beispielsweise eine Cyber 9385 mit 2MB Video RAM samt Bildschirm aus einem 760ED (XGA) in ein 760XL (SVGA) zu verbauen, welches den gleichen Grafikchip, nur mit einem MB Video RAM hat, so lässt sich das 760XL danach nicht mehr einschalten.

Display:

Speicher:

Aufrüstbarkeit: je nach Modell 4, 8 , 16, 32 MB EDO RAM 60ns in 144-pin SO-DIMM Form-Faktor in zwei RAM-Bänken Maximale Ausbaustufe je nach Modell: 40 MB - 80 (104) MB

  • Getestete Speichermodule:
    • IBM FRU 42H2768 | 16 MB | 70ns | (2Mx64)
    • IBM FRU 42H2817 | 64 MB | 60ns | (8Mx64)
    • Kingston KTM-760ELD/16 | 16 MB
    • Kingston KTM760X/64-CE| 64 MB | 60 ns
  • Die Arbeitsspeichermodule werden in eine Adapterkarte (DIMM Adapter Card, siehe Bild) eingesteckt. Um die Adapterkarte bei 760XD und 760XL zu erreichen, muss man Festplatten-Caddy herausnehmen und die schützende Kupferfolie hochklappen. Bei allen anderen Modellen ist die Karte über eine Plastikabdeckung auf der Unterseite erreichbar. Auf der Adapterkarte befinden sich zwei DIMM-Speicherbänke, 8 MB sind aufgelötet. Auch auf dem Motherboard sind 8 MB aufgelötet (je nach Modell). Eine normale Adapterkarte erkennt von einem Speichermodul in der 2 . Speicherbank maximal 32 MB RAM. In der 1. Speicherbank werden ebenfalls maximal 32 MB RAM erkannt. So kommt man auf maximal 8MB + 8MB + 32MB + 32MB = 80MB RAM. Die Adapterkarten von 760XD und 760XL können jedoch mehr Speicher erkennen: 64 MB in der 2. Speicherbank. Damit diese erkannt werden, muss der aufgelötete Speicher mittels eines DIP-Schalters (von oben gesehen Schalter nach links) abgeschaltet werden. Dann erreicht man die maximalen 8MB + 64MB + 32MB = 104MB RAM. Es ist aber auch möglich, die Adapterkarte eines XD- oder XL-Modells in ein anderes 760-er-Modell zu verbauen, um die maximale Speicherkapazität zu erreichen. Folgende Konfigurationen wurden bereits erfolgreich getestet:
    • Adapterkarte aus einem 760XL (FRU 46H5768) in einem 760ED. Die Karte ist mit zwei 64 MB Modulen von Kingston (KTM760X/64-CE) bestückt. 104 MB werden erkannt und funktionieren einwandfrei.

Festplatten:

Aufrüstbarkeit: 8 GB HDD wurden schon erfolgreich im 760 XD verbaut, 10 GB HDD werden nicht in ihrer vollen Größe erkannt.

  • Anstatt einer Festplatte lässt sich auch eine CF-Karte verwenden, die man dann über einen IDE-CF-Adapter anschließt. Dazu siehe diese Fotostory. Handelt es sich um einen Sintech-Adapter, so muss ein Pin weggebogen werden, damit man den Adapter richtig anschließen kann. Der Master-Slave-Jumper auf dem Adapter muss natürlich in der Position Master stehen. Es wurden bereits folgende CF-Karten erfolgreich getestet:
    • Transcend TS1GCF80 (1GB, 80x, SLC, schnell)
    • Extrememory Premium (4GB, 60x, MLC, sehr langsam)
    • Transcend TS1GCF80 (8GB, 133x, SLC, schnell)

Audio:

  • MWave MDSP2780 Audio- und Modem-Controller
  • ESS1688 Audio controller

Aufrüstbarkeit: die einzige bis heute bekannte Aufrüstungsmöglichkeit besteht darin, eine MWave-Karte in einem 760XD durch eine ESS-Karte aus einem anderen Modell der Serie zu ersetzen. Dann kann man aber nicht mehr den internen Modem nutzen (da Teil der MWave). Siehe dazu auch diesen Thread auf ThinkPad-Forum.de Andere Kombinationen funktionieren offenbar nicht. So lässt sich beispielsweise ein 760ED (MWave) nach dem Einbau einer ESS aus einem 760XL nicht mehr einschalten.

  • 760XL/XD verfügen offenbar über hochwertigere Lautsprecher, als der Rest der Serie. Siehe dazu auch diesen Beitrag auf ThinkPad-Forum.de

näheres siehe hier.

Chipsatz:

  • Intel 430MX "Mobile Triton"

Erweiterungsschacht:

  • UltraBay Thick mit einer der folgenden Komponenten:
    • CD-Rom Laufwerk
    • 1,4" Floppy Laufwerk

Aufrüstbarkeit: Es konnte eine zweite Festplatte im Caddy oder ein zweiter Akku im UltraBay eingebaut werden.

Akku:

  • 760L und 760LD haben einen NiMH-Akku, alle anderen Modelle einen Li-Ion-Akku
  • NiMH-Akkus haben einen Schalter, mit dem man Aufladen des Akkus verhindern kann

Weitere Besonderheiten:

  • LCD-Display oberhalb der Tasten F2-F6 mit Betriebszustandsanzeigen (Power, HDD, etc)
  • hinten anhebbare Tastatur zum ergonomischeren Schreiben
  • Tastatur kann zum Ausbau von HDD, Ultrabay-Laufwerk und Akku ohne Werkzeug vorne angehoben und senkrecht gestellt werden

Sonstige Schnittstellen:

  • Cardbus Slot (2x Typ 2, 1x Typ 3)
  • IrDA Infrarot Schnittstelle
  • Parallele Schnittstelle
  • Serielle Schnittstelle
  • PS/2 Mausanschluss
  • VGA Monitor Anschluss
  • Stereo Kopfhörer Ausgang
  • Mikrofon Mono Eingang
  • Eingebautes Mikrofon
  • Externer Floppy-Anschluss bei einigen Modellen, über Adapter auch Gameport
  • Video-In / Video-Out (je nach Modell, spezielles Kabel nötig)
  • interner Modem / S-Video Ausgang (je nach Modell)
  • Docking-Anschluss

Erfahrungsberichte

Linux: Da 760-er ThinkPads für die heutigen Verhältnisse sehr leistungsschwach sind und teilweise exotische Hardware verbaut haben, ist es nicht einfach, eine passende Linux-Distribution zu finden. Was mehr oder minder aktuelle Distros anbelangt, so lassen sich Damn Small Linux, Deli Linux und Puppy Linux installieren und verwenden. Keine von diesen Distributionen funktioniert jedoch Out-of-the-Box, d.h. ohne Frickeln wird man da kaum auskommen. Damn Small Linux wird standardmäßig mit dem TinyX Server geliefert. Dieser untertüzt aber keine alten Trident-Cyber-Grafikchips, die in 760-er TPs verbaut sind. Man kann jedoch 640x480x16 booten und dann den normalen X-Server installieren. Ist dieser richtig konfiguriert, so kann man auch die native Auflösung einstellen. Alternativ kann man zu einer alten Distribution greifen, zum Beispiel Mandrake 9.2 (2.4-Kernel). Solch alte Distros werden zwar nicht mehr geupdatet bzw. gepatcht, doch da zu ihrem Erscheinungszeitpunkt die 760-er ThinkPads noch verbreitet waren und nicht als veraltet galten, hat man da in der Regel gute Chance auf eine passable Hardware-Unterstützung.

Betriebssystemempfehlung: Definitiv Windows 98. Unter Linux wird die Hardware unzureichend unterstützt, unter Windows 2000/XP funktioniert der Cardbus nicht.

Funktionierende PCMCIA-Karten: IBM 10/100 Etherjet Cardbus Adapter (FRU 08L3160), Accton EN2216 Ethernet PC Card, Zyxel ZyAIR B-120 (802.11b, funktioniert unter Linux nicht), SMC SMC2635W Ez Connect 2.4 GHz 11 Mbps Wireless Cardbus.

Ein kritischer Erfahrungsbericht von Myon

Obwohl ich fast ein Jahr lang an den 760er ThinkPads gebastelt habe, bin ich mittlerweile froh, diese losgeworden zu sein. Daher fällt mein Erfahrungsbericht nicht so positiv aus, wie man es vielleicht aufgrund meiner umfangreichen Mitarbeit an diesem Artikel erwarten würde. Doch da dieser Abschnitt speziell für solche subjektive Meinungen gedacht ist, gebe ich einfach mal meinen Senf dazu. Was habe ich also gegen die 760er-Serie?

Erstens ist die Performance selbst bei dem Spitzenmodell 760XD (166MHz, XGA, max 104 MB RAM) sehr bescheiden. Dass man von einem so alten Laptop keine Leistung auf dem Niveau eines Vierkerners erwarten soll, ist klar. Doch komischerweise kann man bereits auf einem Pentium 2 mit 333MHz recht passabel Im Internet surfen und Filme schauen kann, während ein Pentium I - System alleine durch Word 97 und einen MP3-Player im Hintergrund schon mal ordentlich ins Schwitzen gebracht wird. Ich selbst kann mich noch gut an die Zeit ums Jahr 2000 erinnern, als ich meine ersten Schritte im Internet machte und unter dem Tisch ein Pentium I 100MHz mit 16MB RAM und 1GB HDD stand. Die Performance des Rechners reichte fürs Surfen problemlos aus und ich musste mich höchstens über die langsame Verbindungsgeschwindigkeit beklagen. Doch was damals ging, geht heute oft nicht oder nur bedingt. Die modernen Webseiten (wohlgemerkt auch ohne Flash) enthalten soviel Werbung, hochauflösende Bilder, komplexe CSS-Tabellen und Javascript-Anweisungen, dass der Prozessor beim Surfen sehr wohl gefordert wird. Mit einem Pentium I unter der Haube merkt man das leider recht schnell und dazu noch sehr deutlich. Dieser Umstand ist natürlich nicht wirklich als Kritik an der 760-Serie zu verstehen, denn als sie noch aktuell war, gehörten die Dinger zu den leistungsfähigsten Notebooks, die es auf dem Markt gab. Heutzutage sind sie aber zu leistungsschwach, um noch mehr oder minder produktiv eingesetzt zu werden.

Ebenfalls sagt mir die Ergonomie nicht zu: Die angehobene Tastatur ist für mein Empfinden zu wackelig und die kleine Grundfläche wird durch übermäßige Höhe erkauft. Auch das Gewicht ist nicht zu Unterschätzen. Selbst das klobige und nicht auf Mobilität getrimmte Z61m wiegt weniger, als ein "kleiner" 760-er.

Die Wahl des Betriebssystems gehört zu den weiteren Besonderheiten der 760-er Serie. Am besten wird die verbaute Hardware von Windows 9x unterstützt, was aber für viele keine Option ist. Erst recht nicht, wenn eine Internetverbindung bestehen soll, es sei denn, man möchte den armen Botnetzbetreibern etwas Rechenpower schenken. Windows 2000 geht zwar, dann aber ohne Cardbus, also nur mit uralten 16-Bit Karten. Unter Linux schaut das ganze leider nicht besser aus. Auch dort gibt es keine Cardbus-Unterstützung, außerdem gehen nur 2.4.x Kernel ohne große Probleme.

Nicht zu unterschätzen sind auch die Kosten, die man in die Instandsetzung eines 760-er investieren muss, sofern man kein komplettes Gerät hat. Am schlimmsten ist es, wenn das TP ohne Netzteil und/oder Festplatten-Caddy kommt. Beide besitzen keine marktüblichen Anschlüsse, sodass man wohl oder übel die Originalteile kaufen muss. Diese werden sowohl bei eBay als auch im Forum für gutes Geld verkauft, da man ohne sie das Notebook nicht vernünftig nutzen kann. Ebenfalls gravierend sind fehlende Floppy- und CD-Laufwerk. Da 760-er nicht von CD booten können, braucht man wirklich beide Laufwerke und dazu noch Smartboot und eine Festplatte, um ein Betriebssystem zu installieren. Kauft man sich also ein 760xx ohne alles für 5-10€, so darf man im Nachhinein 30-40€ für die fehlenden Bauteile ausgeben und eventuell für noch mehr Geld zusätzliche PCMCIA-Karten (Ethernet, WLAN, USB, CF-Adapter) nachkaufen. Apropos WLAN: Das geht mehr oder weniger vernünftig nur dann, wenn man entweder auf die Verschlüsselung komplett verzichtet, oder nur das unsichere WEP nutzt. Durch WPA2 wird die CPU derart ausgelastet, dass danach nichts mehr geht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man grundsätzlich schon sehr genau wissen muss, warum man sich ein 760-er ThinkPad kauft. Sollte es eine bereits bestehende Sammlung erweitern oder zum Anschließen alter LPT-Geräte bzw. zum Verwenden alter DOS-Software benutzt werden, so ist dagegen grundsätzlich nichts einzuwenden, sofern man ein komplettes Gerät (mit Netzteil, Festplatte, Akku und Laufwerken) erhält und dabei maximal 20-30 € bezahlt. Ein höherer Preis wäre durch nichts zu rechtfertigen, denn im Unterschied zu Butterfly, S30, 240 usw. handelt es sich bei den ThinkPads der 760-er Serie mitnichten um Sondermodelle oder seltene Sammelstücke. Weißt man aber nicht so genau, was das alte ThinkPad machen soll und spielt dabei mit dem Gedanken, daraus eine Surfstation/Schreibmaschine/Linux-Testrechner oder Ähnliches zu machen, so wird man höchstwahrscheinlich am Ende nur enttäuscht und frustriert sein. Für solche Zwecke ist nämlich ein 600-er, 770-er, 570-er oder zur Not 390-er ThinkPad weitaus besser geeignet, wobei der preisliche Unterschied zu einem 760-er minimal ist.

Bekannte Probleme

Kein Cardbus unter Windows 2000/XP

Booten von CD nicht möglich: Trotz der Möglichkeit, über Ultrabay Thick ein CD-Laufwerk anzuschließen, können die ThinkPads der 760er-Serie nicht von einer CD booten. Damit wird die Installation eines neuen Betriebssystems auf eine leere Festplatte unnötig erschwert. Als Lösung bietet es sich an, zuerst eine Diskette mit Smart Boot Manager zu erstellen und den Bootmanager auf die Festplatte zu installieren. Smart Boot Manager kann dann den Laptop von einer bootfähigen CD booten. Auf diese Weise lässt sich dann Windows oder Linux installieren.

Download Smart Boot Manager

Cardbus nur unter Windows 9x: Bestimmte Modelle der 760er-Serie (z.B. 760ED, 760XL, 760XD) verfügen über 32-Bit-PCMCIA-Anschluss (Cardbus). Dieser lässt sich aber nur eingeschränkt nutzen. Der für den PCMCIA-Betrieb zuständige Chip TI1130 von Texas Instruments funktioniert ab Windows 2000 nur im 16-Bit-Modus. Auch unter Windows NT 4 oder 3.51 funktioniert Cardbus nicht (siehe Link). Dies bedeutet, dass sich die Cardbus-Karten ausschließlich unter Windows 95/98 verwenden lassen. 16-Bit-PCMCIA-Karten sind aber nicht nur langsam und veraltet, sondern auch kaum mehr zu finden und unterstützen weder USB, noch Firewire oder Bluetooth. Wer also den Laptop mit dem neueren Windows 2000 oder gar XP betreiben möchte, muss auf viele über Cardbus nachrüstbare Schnittstellen komplett verzichten. Unter Linux funktioniert Cardbus standardmäßig nicht. Für den 2.6.15.1-Kernel gibt es einen Patch (oder hier), welcher den 32-Bit-Modus aktivieren soll. Dieser muss aber beim Kernel-Kompilieren per Hand eingebunden werden.

ACPI-Probleme: Gegenüber Windows 98 meldet sich ein ThinkPad der 760er-Reihe als ACPI-Laptop an, weshalb ACPI auch standardmäßig verwendet wird. Diese ThinkPads haben aber eine fehlerhafte ACPI-Implementierung, was häufig zu Problemen bei Standby und Hibernate führen kann. Deswegen empfiehlt es sich, Windows 98 stattdessen im APM-Modus zu betreiben. Hierfür muss bei der Installation des Betriebssystems eine spezielle Treiberdatei (APMINST.INF) eingebunden werden. Die genaue Vorgehensweise wird hier im Abschnitt "Installing to a blank hard disk drive" beschrieben.

IBM MWave: In vielen Modellen (z.B. 760ED, 760XD, 765D) findet man eine kombinierte Sound- und Modem-Karte IBM MWave MDSP2780. Im Vergleich zu der in anderen Modellen (z.B. 760XL, 760EL, 765L ) verbauten ESS1688 hat MWave wesentlich schlechtere Klangeigenschaften und funktioniert unter Windows 95/98 nur nach der Installation eines IBM-Treibers, der aber über Autoexec.bat gestartet wird. Der MWave-Treiber für Windows 2000 ist nur als inoffizielle Beta-Version vorhanden (nach mw2000r2.exe googeln). Angeblich soll aber auch der Treiber für NT 4.0 einwandfrei funktionieren. Unter Linux lässt sich MWave nur sehr umständlich in Betrieb nehmen, da man zuerst den entsprechenden DOS-Treiber in den Arbeitsspeicher laden und erst danach Linux starten muss. Besitzer eines 760XD können aber die MWave-Karte durch eine passende ESS ersetzen (siehe Audio:Aufrüstbarkeit).

Anleitungen,Schaltpläne und Technische Skizzen

WLan mit Cardbus-Karte

Aktivieren PC Card

Nach Einbau einer WLan Cardbus-Karte (z.B. D-Link DWL-G650+) bleibt diese inaktiv. Im Gerätemanager findet man in den Eigenschaften der WLan-Karte auf der Registerkarte "Allgemein" folgende Meldung: Das Gerät wurde deaktiviert, da im Bios kein IRQ freigegeben ist. (Code 29) Aktivieren Sie das Gerät im Bios Dieses Problem tritt bei vorinstalliertem Windows 98 von einer IBM CD auf.

Um die WLan-Karte aktivieren zu können, muss das ThinkPad-Tool "ThinkPad Configuration" installiert sein.

Dieses Tool starten, am rechten Rand "PC Card slots" auswählen und im folgendem Dialog auf "Enable". Nach "OK" Anklicken wird man aufgefordert, das Gerät "PCIC- oder kompatibler PCMCIA-Controller" zu deaktivieren. Ist dies erfolgt, kann nach einem Rechnerneustart auf die Cardbus WLan-Karte zugegriffen, das Windows Netzwerk konfiguriert und nach neuerlichem Reboot über WLan auf das Internet zugegriffen werden.

Ein clean Install von einer originalen Windows 98-CD lässt dieses Problem erst gar nicht auftreten. Es wurden ausschließlich die Windows-Treiber verwendet und zusätzlich das Tool ThinkPad Configuration installiert. Beim Downloads aus dem Internet brach jedoch ständig die Verbindung nach Übertragung einiger hundert Kilobytes ab. Innerhalb eines WLans konnten aber problemlos auch 20 MByte große Dateien von einem ThinkPad auf das andere kopieren. Dieses Problem kann durch Verwenden einer anderen WLankarte gelöst werden.

Hinweise:

  • D-Link DWL-610 (11 MBit) macht Probleme bei Internet-Verbindungen
  • D-Link DWL-G650+ (54 MBit b/g) arbeitet ohne Probleme
  • Nach Installation des inoffiziellen Windows 98 Service Packs 2.1d kommt es zu rhythmischen Aussetzern der WLan-Verbindung im 3-5 Sek. Intervall.


USB 2.0 Cardbus

Viele Cardbus USB 2.0 Karten verfügen auf der mitgelieferten Treiber-CD auch über Windows 98SE - Treiber. Nach Installation und Systemneustart steht USB 2.0 zur Verfügung. Zur Verwendung von USB-Sticks installiert man einen universellen USB-Stick-Treiber Bericht und getestete Geräte download

Hinweise: Nach Auswerfen der Cardbus USB 2.0-Karte wird sie in einigen Fällen erst wieder nach einem Reboot erkannt. Sollte nach Gebrauch der USB 2.0-Karte die Cardbus WLan-Karte nicht mehr funktionieren, muss diese im Programm "ThinkPad Configuration" wieder auf "enabled" gestellt werden.

Hardware MPEG-Decoder (760CD/ED/XD) einrichten und verwenden

760CD, 760ED und 760XD haben einen Hardware MPEG-Decoder eingebaut. Diesen erkennt man daran, dass man im Gerätemanager ein "PCI Multimedia Video Device" sieht, für den Windows keinen Treiber hat. Hierfür soll man den MPEG-Treiber für ThinkPad 770, DVDExpress - MPEG features IV package for Windows 95/98 - ThinkPad 770 (mptpdw9x.exe) nehmen, dieser funktioniert einwandfrei. Danach den Treiber ThinkPad MPEG Features I for Windows 95/98 version 1.11 (HVVF12US) (mptpfw95.exe) herunterladen und nach C:\driver\w9x\mpeg2 entpacken.

Dann Start -> Einstellungen -> Systemsteurung -> Hardware -> Weiter -> Weiter -> Nein, das Gerät ist nicht in der Liste -> Nein, Hardware in der Liste wählen -> Audio, Video und Gamecontroller -> Diskette ... -> Durchsuchen -> C:\driver\w9x\mpeg2\oemsetup.inf -> [MCI] CD-i/VideoCD -> Fertigstellen -> Neustarten.

Nach dem Neustart auf die gleiche Weise [MCI] IBM MPEG-2 installieren, wieder neustarten. Damit der Decoder auch verwendet werden kann, braucht man Mediamatics DVDExpress, welches auf den entsprechenden ThinkPads seinerzeit vorinstalliert war. Andere Player/Codecs können auf den IBM Decoder nicht zugreifen.

Auf der Lenovo-Seite findet man zwar eine kostenlose Update-Version von DVDexpress, diese setzt aber voraus einen bereits installierten Player voraus. Nachdem DVDExpress von IBM installiert wurde, können auch manche andere Player auf den Decoder zugreifen, z. B. Ace Media Player.

Media Player Classic und VLC scheinen dabei aber große Probleme zu haben, Windows Media Player kann gar keine MPEG-2-Videos abspielen. Die Qualität der Wiedergabe kann man beispielsweise mit kostenlosen Beispielvideos nachprüfen, die auf dieser Seite von Hewlett Packard bereitgestellt werden. Dabei wird das MPEG-1-Video (fighter.mpg) von DVDExpress auf einem 760ED (166MHz MMX, 104MB RAM, 8GB CF 133x) rückelfrei abgespielt, bei dem MPEG-2-Video (squirrel.mpg) hat man leichte Rückler und Klangaussetzer. Ohne den Decoder ist das Video allerdings praktisch nicht abspielbar.

Bei den Beispielvideos von SnapStream Enterprise TV Solutions (alle MPEG-2), wird fair.mpg (352x240, 2 Mbit/s) rückelfrei abgespielt, good.mpg (352x480, 4 Mbit/s) nahezu rückelfrei. Eine Video-CD (MPEG-1, 1392 Kbit/s) wird ohne Rückler abgespielt, DVD's rückeln dagegen recht heftig.
Fazit: Wenn man es geschafft hat, den Decoder einzurichten und sich den Player zu besorgen, kann man sich am passenden 760er Video-CDs und entsprechend aufbereitete MPEG-2 Dateien rückelfrei anschauen.

Video-In/Video-Out-Schnittstelle (760CD/ED/XD) einrichten und verwenden

ThinkPad 760CD, 760ED und 760XD verfügen über eine Video-In/Video-Out Schnittstelle. Video-Out verwalet man über die Schaltfläche Video-Capture/TV-Out in ThinkPad Configuration Utility

Um auch die Video-In-Schnittstelle verwenden zu können, muss man zuerst den Grafiktreiber für Windows 95/98 von der Lenovo-Treiberseite herunterladen und installieren. Dann braucht man den Video Capture Driver II (v1.13) for Windows (vctpgw95.exe). Dieser wird nach C:\drivers\w9x\capture entpackt. Anschließend geht man folgendermaßen vor:

Start -> Einstellungen -> Systemsteurung -> Hardware -> Weiter -> Weiter -> Nein, das Gerät ist nicht in der Liste -> Nein, Hardware in der Liste wählen -> Audio, Video und Gamecontroller -> Diskette ... -> Durchsuchen -> C:\driver\w9x\mpeg2\oemsetup.inf -> Trident TGUI968x/938x/969x, Capture V 1.13 -> Fertigstellen -> Neustarten.

Nach dem Neustart auf die gleiche Weise Trident TGUI968x/938x/969x, Codec V 1.13 und Trident TGUI968x/938x/969x, MCI Overlay V 1.13 installieren. Hat alles geklappt, so findet man unter

Systemsteuerung -> Multimedia -> Geräte -> Videoaufnamegeräte

einen Trident Video Capture Driver. Video-Capturing kann man dann mit jedem passenden Programm machen, z.B. mit VirtualDub 1.9.6:

Virtualdub starten -> File ... -> Capture Avi ... -> Device -> Trident Video Capture Driver (VFW).

Leider lassen sich Video-Geräte nur über ein proprietäres IBM-Kabel anschließen, welches man heutzutage kaum noch findet. Ab und zu tauchen sie bei Ebay auf, wenn man nach sowas wie "ibm 760 video" sucht. Diejenigen, die mit dem Lötkolben gut umgehen können, finden hier ein Kabelschema sowie entsprechende Tipps.

Neue große (> 6GB) Festplatte installieren

Das BIOS von 760er ThinkPads kann keine Festplatten adressieren, die großer als 6 GB sind. Für moderne Betriebssysteme wie Windows 2000/XP oder Linux, ist das aber kein Problem, weil sie BIOS beim Zugriff auf die Festplatte umgehen können. Somit lassen sich auch große Festplatten ohne Probleme verwenden. Ganz anders sieht es aber mit Windows 95/98 aus. Diese verlassen sich massiv auf das BIOS des Rechners und da dieses mit einer großen Festplatte nicht klar kommt, hängt sich Windows 9x bereits während des Bootvorgangs auf. Abhilfe schafft eine von Ontrack entwickelte Technologie namens Dynamic Drive Overlay.

Zuerst wird eine spezielle Bootdiskette erstellt, welche den Disk Manager startet. Dieses Programm identifiziert die eingesetzte Festplatte und die Fähigkeiten des BIOS. Danach muss der Anwender das von ihm anvisierte Betriebssystem wählen und die Partitionierung der Platte vornehmen. Das Dateisystem richtet sich an das gewählte Betriebssystem, für Windows 98 also FAT32. Anschließend wird die Festplatte mit speziellen Parametern formatiert und es wird ein Bootloader installiert. Dieser lädt vor dem Start des Betriebssystems einen Treiber, der die Kommunikation zwischen dem Betriebssystem, dem BIOS und der Festplatte überwacht und entsprechend anpasst. Auf diese Weise kann Windows 9x auf die gesamte Festplatte zugreifen.

Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass die Festplatte dann mit keinem anderen Programm formatiert oder partitioniert werden darf, sonst wird sie nicht mehr von Windows 9x erkannt. Ab der Version 9.57 kann der installierte Bootloader den Bootvorgang an eine bootbare CD weiterleiten, somit wird Booten von CD auch ohne Smart Boot Manager möglich.

Früher wurde Disk Manager von allen führenden Festplattenherstellern kostenlos zum Herunterladen angeboten, inzwischen macht das offenbar nur noch Samsung Der Besitz einer Samsung-Festplatte wird dabei durch Eingabe der Seriennummer nachgewiesen. Ansonsten googelt man einfach nach fujitsu dmdisk oder hitachi dmdisk und wird schnell fündig.

FAQ

  • F: Wie kann man die Tastatur hochklappen?
    • A: Einfach die Entriegelungsschieber, mit denen man den Deckel öffnet, nicht nach vorne, sondern nach hinten ziehen.
  • F: Wie kommt man ins BIOS (Easy-Setup)?
    • A: Beim Starten F1 gedrückt halten.
  • F: Warum kann man in Easy-Setup so gut wie gar nichts einstellen?
    • A: Weil die Einstellungen über eine spezielle Software vorgenommen werden. Unter DOS heißt das Programm PS2.exe, unter Windows greift man zu ThinkPad Configuration Utility.
  • F: Stimmt es, dass es im Easy Setup versteckte Menüs gibt?
    • A: Ja, allerdings handelt es sich um spezielle Einstellungen, mit denen man nicht spielen sollte, da das Risiko, das ThinkPad zu schrotten, recht hoch ist. Die Einstellungen erreicht man folgendermaßen:
      Im Menü "Config" Strg+D drücken : Ruft XCMOS Utility auf. Damit kann man die Werte von bestimmten CMOS-Registern editieren. Verlassen mit F3.
      Im Menü "Test" Strg+A drücken: Blendet Einstellungen zum sogenanntem Looptest ein. Damit können ausgewählte Hardware-Komponenten in einer Endlosschleife getestet werden.
      Im Menü "Test" Strg+E drücken (davor aber Strg+A drücken): Zeigt eine Liste mit Fehlern, die im Laufe von Hardware-Tests registriert wurden
      Im Menü "Test" Strg+K drücken (davor aber Strg+K drücken): Interaktiver Test für die Tastatur.
  • F: Wovon kann das ThinkPad 760 booten?
    • A: FDD, HDD, Netzwerk und PCMCIA.
  • F: Kann man von CD booten?
    • A: Jein. BIOS kann das nicht. Man kann aber einen Bootmanager (z.B. Smart Boot Manager) verwenden, der das Booten von CD ermöglicht.
  • F: Das ThinkPad hat sich aufgehängt, was kann man nun machen?"
    • A: Den Schalter ein paar Sekunden nach hinten gedrückt halten oder die rote Reset-Taste auf der Rückseite (zwischen Docking- und VGA-Asnchluss) betätigen.
  • F: Haben die 760er ein eingebautes Mikrofon?
    • A: Ja, in der rechten oberen Ecke des Bildschirms.
  • F: Nach langem Arbeiten wird die Unterseite sehr heiß. Wie kann man die Betriebstemperatur absenken?
    • A: ThinkPad Configuration Utility installieren, damit die Stromsparfunktionen des Prozessors benutzt werden können. Nach Möglichkeit nur eine PCMCIA-Karte und nur im oberen Steckplatz betreiben.
  • F: Jedes Mal, wenn der Deckel geöffnet wird, wird die Tastatur etwas angehoben. Kann man dies verhindern?
    • A: Ja, einfach die beiden Plastickstücke (neben der Esc- und Bild-nach-Oben-Taste) leicht nach hinten schieben. So wird die Tastatur arretiert und bleibt immer in der flachen Position.
  • F: Wenn ich die Tastatur im laufenden Betrieb hochklappe, wechselt das ThinkPad in den Standby-Modus. Woher weiß es, dass die Tastatur hochgeklappt wurde?
    • A: Auf der Unterseite der Tastatur, ganz am vorderen Rand befindet sich ein kleiner Schalter. Sobald der Schalter nicht gedrückt ist, weiß das ThinkPad, dass die Tastatur hochgeklappt wurde.
  • F: Wie kann ich Daten zwischen dem ThinkPad und meinem PC/Notebook tauschen?
    • A: Floppy, CF-Karte in einem CF-PCMCIA-Adapter, LAN über eine PCMCIA-Netzwerkkarte, WLAN über eine PCMCIA-WLAN-Karte, USB-Stick über eine PCMCIA-USB-Karte, Infrarot-Anschluss.
  • F: Das ThinkPad hängt sich häufig auf, manchmal schon ein paar Minuten nach dem Einschalten, manchmal erst eine Stunde später.
    • A: Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um ein Speicherproblem. Manche Speichermodule werden zwar richtig erkannt und funktionieren soweit, verursachen allerdings das beschriebene Verhalten.
  • F: Wenn ich im DOS arbeite (640x480), wird das Bild verkleinert in der Mitte des Bildschirms dargestellt. Kann man es auch skalieren, damit der ganze Bildschirm gefüllt wird?
    • A: Ja, unter DOS das IBM-Tool ps2.exe mit folgenden Parametern starten: ps2.exe f8 enable. Ab jetzt kann man mit Fn-F8 zwischen skalierten und zentriertem Bild umschalten.
  • F: Ich habe Windows 98 installiert, kann allerdings kaum Freeware finden, die das alte Betriebssystem noch unterstützt.
  • F: Warum gehen CMOS-Einstellungen nach Abklemmen der Tastatur verloren?
    • A: In der Tastatur befindet sich die BIOS-Batterie (neben einem der Lautsprecher).
  • F: Ich habe an meinem 760er gebastelt, nun schaltet sich der Laptop beim Starten des Betriebssystems kommentarlos aus.
    • A: Überprüfen Sie das Folienkabel, mit dem die Tastatur an das Motherboard angeschlossen ist. Möglicherweise ist es beschädigt.
  • F: Hier wird viel von 32-Bit- und 16-Bit-PCMCIA-Karten geredet. Kann man sie optisch voneinander unterscheiden?
    • A: Ja, die 32-Bit-Karten (Cardbus) haben an der Anschlussseite einen charakeristischen goldfarbenen Metallstreifen, siehe auch diesen Wikipedia-Artikel, Unterabschnitt "Kompatibilität".
  • F: Welche Linux-Distributionen laufen auf einem 760er?
    • A: Neue Distros: Damn Small Linux, Puppy Linux, Deli Linux; Ältere Distros: Suse 7.2, Suse 8.1, Mandrake 9.0, Slackware bis 7.1, ...
  • F: Ich habe Linux installiert und kämpfe gerade mit XFree / XServer ...
    • A: Hier ein paar kleine Tipps:
    • 800x600: hsync = 28-49, vsync = 43-73
    • 1024x768 hsync = 31.5-48.5, vsync = 50-70
    • X11-Trident-Treiber kann keine 2D-Beschleunigung für 800x600x16, näheres hier
    • Damn Small Linux kommt mit TinyX-Server, er kann den Trident-Chip höchstens mit 640x480x4 (Vesa) ansteuern. Darum XFree86-Extension herunterladen und einbinden. Siehe hier, hier und hier.

Treiber

Weblinks