Festplatte abschalten

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Anleitung für Vista

  • Spin-Down im Power-Profil aktivieren: Festplatte abschalten nach 1 Minute (die niedrigste Einstellung)
  • Timestamp-Intervall in der Regstry hochsetzn (z.B. auf 60 Minuten) nach dieser Anleitung
  • Write-Cache aktivieren: Im Gerätemanager unter Festplatte–Eigenschaften, siehe Bild.
Einstellungen für Write Caching
  • nun muss man zunächst das System etwas benutzen, damit der RAM-Cache mit typischen Zugriffsdaten befüllt wird
  • wenn man das System immer nur durch Sleep/Resume aus- bzw. einschaltet, bleibt der Inhalt des RAM-Cache erhalten. Natürlich wird er durch ein Reboot gelöscht, dies sollte man also vermeiden.
  • Im Prinzip müsste der RAM-Cache auch bei Hibernation erhalten bleiben, es scheint hierbei aber einen Fehler im Speichermanagement von Vista zu geben. Nachtrag: soll inzwischen behoben sein.
  • nach einiger Zeit sollte es keine Lesezugriffe auf die Platte mehr geben
  • sobald man Dateien öffnet bzw. Programme startet, auf die zuvor nicht zugegriffen wurde (oder der Zugriff so lange her ist, dass diese Daten nicht mehr im RAM-Cache liegen) muss natürlich trotzdem lesend auf die Platte zugegriffen werden.
  • mit Vistas Ressourcenmonitor kann man sich die CPU-Last der Prozesse sowie die Aktivitäten der Festplatte anzeigen lassen (Aufruf aus Task-Manager, Tab "Leistung", dann "Ressourcenmonitor"). Dort sieht man schön, wie die lesenden Zugriffe verschwinden, siehe Bild.
Dateizugriffe im Ressourcenmonitor
  • mit Überwachen–Anhalten/Starten lässt sich das bisherige Protokoll zurücksetzen, so dass man nur die neuen Zugriffe sieht.
  • Obwohl der Write-Cache schreibende Zugriffe abfangen sollte, gibt es offenbar aber noch immer zahlreiche schreibende Festplatten-Zugriffe, die die Platte aufwecken. Dies deutet auf einen Fehler im Write-Caching von Vista hin.
  • Im Ressourcen-Monitor sieht man, dass auf diverse Log-Dateien zugegriffen wird (schreibend). Hinzu kommen Schreibzugriffe von Firefox, Thunderbird, Skype oder anderen aktiven Anwendungen. Eigentlich müssten diese Schreibzugriffe durch das aktivierte RAM-Caching unterbunden werden und stattdessen nur in den RAM-Cache gehen. Die Platte müsste für "Dirty Writeback Time" aus bleiben, bis der Cache-Inhalt zurückgeschrieben wird. Leider kann man unter Windows die Dirty-Writeback-Time nicht wie etwa unter Linux ändern.
  • wenn man die Dienste entschlackt, gehen die Festplattenzugriffe auf ein Minimum zurück und die Festplatte geht komplett aus.
  • Leider läuft sie nach 30 Sekunden bis 5 Minuten wieder an (je nach Konfiguration der Dienste). Eine längere Auszeit erreicht man auf Geräten mit Flash-Speicher (Turbo-Memory oder Hybridplatten) – was bei eingeschaltetem RAM-Caching aber einegtlich keinen Effekt haben dürfte. Der genaue Grund dafür ist bislang nicht bekannt. Ob die zu kurze Dirty-Writeback-Time als Erklärung ausreicht ist zweifelhaft, denn das Verhalten deutet auf weitere Implementierungsprobleme im Write-Caching unter Windows hin. Mehr hierzu unter Turbo-Memory und Linux_Stromsparen#Festplatte_abschalten.
  • Dank des Tools hdParm für Windows kann man die Festplate auch unter Windows abstellen. Es erfolgen keine Zugriffe mehr und die Platte bleibt aus. Turbo-Memory ist dafür nicht erforderlich (und bringt auch keinen Nutzen).

Qsicon inArbeit.png Einfluss von hdparm auf die Hintergrund-Aktivitäten des Betriebssystems und von Firefox anylysieren und beschreiben.

Dienste konfigurieren

Ein wesentlicher Grund für die Zugriffe ist die Vista-Leistungsbewertung und -Überwachung, die die Festplattenaktivität und einige weitere Systemparameter überwacht. Dieses an sich nützliche Feature muss man deaktivieren.

Qsicon inArbeit.png Anleitung hierzu.

Außerdem muss man folgende Dienste abschalten (unter Systemsteuerung–Verwaltung–Dienste den Starttyp von "Automatisch" auf "Manuell" oder gleich auf "Deaktiviert" stellen):

  • Volumenschattenkopien (mit vssadmin Resize-Shadowstorage begrenzen) und Dienst auf manuell setzen wie im Artikel Vista-Partition verkleinern beschrieben
  • Auto-Defragmentierung aus (stattdessen ab und zu manuell defragmentieren)
  • Windows-Defender in seinen Optionen alles deaktivieren, dann den Dienst deaktivieren
  • Auslagerungsdatei nur auf c: von Windows verwalten lassen (nichts unternehmen)
  • Readyboost und Readydrive in der ITM-Konsole aktiviert lassen und nur den Dienst Readyboost deaktivieren
  • Superfetch und Prefetch (nur auf Bootoptimierung stellen – TweakVI)
  • Windows-Suche aka Indizierung (abstellen!) – Contextsuche mit Unreal-Commander viel schneller
  • Nero-Indizierung (abstellen!)
  • DiskKeeper (Dienst auf manuell)
  • Diverse Logs in diversen Programmen deaktivieren
  • ... mit Autoruns aufräumen und mit ProcessExplorer weitere Schuldige identifizieren (SysInternals)
  • hdParm für Windows installieren und bei Bedarf auf hdparm -B 1 -S 1 -M 128 hda setzen, allerdings vor Ruhezustand oder Energie-Sparen folgendes Kommando ausführen: hdparm -S 0 -B 255 -M 255 hda, sonst kann es vorkommen, daß hdparm diese Ruhemodi verhindert

Credit to Chris alias Hogan

Changelog: 02.10.08 / aktualisiert / Hogan

Qsicon inArbeit.png

  • Genauere Beschreibung, was die Dienste im Einzelnen machen, wodurch sie den Spin-Down der festplatte beeinträchtigen und ob man sich durch das Abschalten irgendwelche unerwünschten Effekte einhandelt bzw. welche Funktion dann nicht mehr gehen.
  • Spezielles Problem: Firefox-Cache und -Temp.
  • Erklärung zum Zusammenspiel mit dem Write-Cache

Hinweise

  • Temp der HD auslesen geht mit SMART, gibt jedesmal ein Spin-up. Sollte man also unterlassen.
  • Thread hierzu im ThinkPad-Forum
  • wer eine Hybridfestpaltte hat, sollte deren Flash-Speicher einschalten, bzw. überprüfen, ob er richtig konfiguriert ist. Wie, steht hier
  • HKEY_LOCAL_MACHINE > SOFTWARE > Microsoft > Windows > CurrentVersion > Reliability von 1 auf 0 (verhindert das periodische Schreiben eines Zeitstempels)
  • Large SystemCache=1 setzen (dadurch werden auch größere Dateien in den Cache geladen, empfehlenswert ab 2 GB RAM)
  • Ram-Disk anlegen nach dieser Anleitung
  • Firefox-Cache auf Ramdisk: Persönlichen Ordner 'Anwendungsdaten'. Dort zu Mozilla – Firefox – Profiles – default ...: Datei prefs.js. Öffnen und die Zeile:
user_pref("browser.cache.disk.parent_directory", "Z:");

einfügen. Der Buchstabe 'Z' steht hier für ein Laufwerk Z, hier die RAM-Disk.

  • Profiles-Ordner in RAM-Disk verschieben (History, Formulardaten usw.)
  • Umgebungsvariablen auf Ramdisk verlegt (--> System--> Erweitert--> Umgebungsvariablen): Im ersten Fenster jeweils bei TEMP und TMP die Ramdisk angeben, im zweiten Fenster unten für TEMP und TMP jeweils das gleiche). Zu beachten ist, dass die Ramdisk groß genug sein sollte, sonst kann es sein, dass es beim Entpacken von Archiven oder bei Installationen Fehlermeldungen gibt.
  • Auslagerungsdatei deaktivieren (dann brauch man allerdings mind. 2 GB RAM, sonst wird's u.U. sehr langsam).

Windows XP

Das Zugriffsverhalten auf die Festplatte ist unter XP prinzipiell ähnlich wie unter Vista. Unterschiede betreffen:

  • XP hat kein Superfetch oder Readyboast und auch die Defragmentierung wird etwas anders gehandhabt
  • es kann nicht mit Flash-Speicher umgehen (Turbo-Memory oder Hybridplatten)

Wegen der fehlenden Flash-Unterstützung ist es bislang nicht möglich, die Festplatte unter Windows XP ganz abzuschalten.


Linux

siehe Linux_Stromsparen#Festplatte_abschalten