T30

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T30 Geöffnet
Linke Seite des T30 mit Luftauslass, 2x PCMCIA, Line-Out, Line-In, Mikrofoneingang
Rechte Seite des T30 mit Power-On LED, UltraBay
Rückseite des T30 mit RS-232, LPT, RJ11, RJ45, 2xUSB1.0, S-Video, Stromanschluss
Ecke des T30
Nub des T30

Das T30 ist das erste und einzige Modell der T3X-Serie. Grund dafür war der kurze Auftritt des Intel mobile Pentium 4-M Prozessors welcher wesentlich mehr Strom benötigte und mehr Abwärme produzierte als sein Vorgänger, der mobile Pentium-III-m. Später führte Intel die erfolgreiche Centrino-Technologie ein, welche wieder gewohnt stromsparende Prozessoren beinhaltete (verbaut ab dem T40).

Das T30 ist der Nachfolger des T23 und wurde im Zeitraum Mai 2002 bis Januar 2004 hergestellt.


T30 Akku (offen),passt auch in T23

wesentliche Unterschiede zum Vorgänger (T23):

  • Intel mobile Pentium 4-M Prozessor
  • bessere Grafikkarte
  • max. 2GB Ram (inoffiziell, offiziell sind 1GB max angegeben)
  • Einführung von Bluetooth in der T-Serie (an ausgewählten Modellen)
  • Einführung von Ultranav (Trackpoint + Touchpad Kombination)


Technische Daten

CPU:

  • Intel Mobile Pentium 4-M (Northwood)
    • 1.6GHz, 1.8GHz, 1.9GHz, 2.0GHz, 2.2GHz 2.4GHz

Aufrüstbarkeit: Es gehen bis 2,6GHz (SL6WZ) Quelle ricekin/Thinkpad-Forum.de


Chipsatz:

  • Intel 845MP Chipsatz
  • AD1881A AC'97 Audio controller


Grafikchip:

  • ATI Mobility Radeon 7500 (16MB)


Display:


Speicher:

  • 256MB PC2100
  • maximal sind laut Datenblatt 1GB möglich (2GB inoffiziell)


Festplatten:

Es ist standardmäßig eine IDE Festplatte mit

  • 20GB, 40GB, 60GB, 80GB, 100GB oder 120GB in der Bauhöhe 9,5 mm verbaut.

Aufrüstbarkeit: HDD bis max. 320GB getestet (WesternDigital Scorpio Blue 320GB IDE WD3200BEVE), läuft einwandfrei. Quelle Gaku/Thinkpad-Forum.de


Erweiterungen

  • UltraBay Plus mit einer der folgenden Komponenten:
    • DVD-Rom Laufwerk
    • CD-RW/DVD-Rom Combolaufwerk
  • MiniPCI Slot 1 mit einer der folgenden Komponenten:
    • leer
    • IBM High Rate Wireless LAN Mini-PCI Adapter mit Modem II
    • Cisco Aironet Wireless 802.11b
  • CDC Slot mit einer der folgenden Komponenten:
    • leer
    • Modem Daughter Card (MDC)
    • Bluetooth Daughter Card (BDC)
  • Cardbus 2x Typ II oder 1x Typ III


Weitere Besonderheiten:

  • IBM Embedded Security Subsystem 2.0
  • UltraNav (TrackPoint / Touchpad-Combo)


Schnittstellen:

  • 2x USB 1.1 Anschluss
  • IrDA Infrarot Schnittstelle
  • PS/2 Mausanschluss
  • Parallele Schnittstelle
  • Serielle Schnittstelle
  • VGA Monitor Anschluss
  • S-Video Anschluss
  • Stereo Kopfhörer Ausgang
  • Stereo Line In
  • Mikrofon Mono Eingang
  • Eingebautes Mikrofon


Abmessungen & Gewicht:

  • 304mm x 250mm x 36.6mm (mit Standard-Akku)
  • 2.22kg-2.33kg (mit Standard-Akku & optischem Laufwerk)

Erfahrungsberichte

Ich habe in den letzten Monaten sehr aufmerksam die immer wiederkehrenden Diskussionen um Kaufentscheidungen für oder gegen die IBM T23 und T30er Serie verfolgt. Als ehemaliger Besitzer eines Thinkpad T23 musste ich oftmals über die teils schon arg übertriebenen Lobeshymnen schmunzeln, die diesem Notebook gegenüber dem angeblich "schwarzem Schaf" T30 gewidmet wurden- denn so leistungsfähig wie es hier oftmals dargestellt wird ist ein Thinkpad T23 wahrlich nicht.

Wie auch immer- allen Unkenrufen zum Trotz habe ich mich schließlich entschlossen, mein zwar treues, aber mittlerweile altersschwaches 600X durch ein Thinkpad T30 zu ersetzen. Wichtig war mir dabei vor allem, dass es gut erhalten sein und so nicht schon beim ersten Eindruck mit störenden Mängeln aufwarten sollte.

Nach kurzer Suche habe ich dann von "danage", einem User hier aus dem Forum, ein gebrauchtes Office-Gerät erstanden, das aufgrund seines Einsaztgebietes naturgemäß nur wenige Gebrauchsspuren aufweist. An dieser Stelle übrigens ein Dankeschön für die freundliche und schnelle Abwicklung und die Geduld, mit der er all meine endlosen Fragen beantwortet hat- gleichfalls eine Empfehlung an alle, die jemals mit ihm handeln möchten. :)

Seit einer Woche nun habe ich mein T30 und möchte nach ausgiebigen Tests und täglich langer Arbeit mit dem Gerät meine Erfahrungen mit euch teilen- auch, um dem angekratzen, schlechten Ruf, den dieses Notebook hier anscheinend inne hat, auf die Sprünge zu helfen.


1. Gehäuse:

Das äußere des T30 erscheint wie eine Mischung aus der alten 600er Serie und einem T23: im direkten Vergleich ist das T30 genauso dick wie ein 600X, vom Aufbau her aber wie ein T23 gestaltet und wirkt grundsolide. "A Laptop like a Tank" ist hier ein wahrhaft treffender vergleich. Ob´s gefällt, ist Geschmackssache; möglicherweise ist es nicht gerade das eleganteste aller Gehäusedesigns, aber zweifellos eins der besseren, das dem Betrachter gleich das Gefühl von wirklicher Qualität vermittelt. Selbiges gilt für die Tastatur, die IBM-typisch eine Wohltat ist und neben den Standard-Tasten außerdem über zwei äußerst praktische Extra-Tasten zum Vor- und Zurückblättern sowie Audiosteuerungsknöpfe im Bereich der F-Tasten vefügt. Letztere sind beim T30 in Vertiefungen eingefasst, was doch deutlich haltbarer und solider erscheint als die schief sitzenden, länglichen Adäquate des T23. Überraschenderweise wirkt das Gehäuse trotz der ausladenden Abmessungen in keinster Weise klobig. Ein weiterer Vorteil liegt im vorhandenen Touchpad- längst nicht alle Benutzer kommen mit Trackpoints zurecht- denn obgleich ich immer mit Freude damit arbeite, kam und kommt es immer wieder zu peinlichen Situationen, wenn ein Freund oder Bekannter kurz etwas mit meinem 600X machen will und an der Bedienung des roten Knubbles scheitert. :D Solche Probleme sind mit dem T30 auf jeden Fall Geschichte. An dieser Stelle sei noch kurz daraufhin gewiesen, dass ein T30 keinen Motherboardbruch erleidet, wenn man es an der Handballenauflage anhebt. Klar, sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber genau das ist laut einigen Threads hier im Forum schon einigen T4x-Nutzern passiert... ;)


2. Prozessor:

Der Streit- und Knackpunkt des T30. Hohe Verlustleistung, "Heizkraftwerk", völlig ungeeigent für ein Notebook, langsamer als ein Pentium III Tualatin, Rückschritt von Intel... all das kann man hier im Forum darüber lesen. Tatsache ist: ein Pentium 4-M ist wesentlich schneller als eine 1,2 GHz P3-CPU. Mit noch so schönen Argumenten lässt sich das nicht totreden. Den spürbaren Geschwindigkeitsschub merkt man beim T30 in Verbindung mit DDR-RAM vor allem beim Starten von größeren Anwendungen, Videowiedergabe und -bearbeitung und überhaupt allem, was viel Rechenleistung verlangt. Beispiel: eine DVD mit einer Länge von knapp anderhalb Stunden konnte meine 1,9-GHz-CPU in etwa 40 Minuten mit DVDx in eine AVI-Datei verwandeln. Das ist mit einem T23 schlichtweg nicht möglich. Falls jemand daran zweifelt, schicke ich ihm oder ihr gerne einen Screenshot von DVDx, das eindeutig eine Geschwindigkeit von etwa 40 fps bescheinigt. Wenn´s sein muss kann ich die CPU ja sogar noch bis 2600 MHz aufrüsten (nicht, dass das nötig wäre)- während ich mich beim T23 für alle Zeiten mit maximal 1,2 GHz begnügen muss. Tatsache ist aber auch, dass sich der P4-M sehr schnell aufheizt, wenn er gefordert wird. 3D-Spiele oder eben Videorendering bringen ihn fast sofort ins Schwitzen- das ist aber überhaupt kein Problem, da der Lüfter diese Hitze mühelos aus dem Gehäuse befördert und das Notebook an der Unterseite eben definitiv nicht heiß wird. Wen das Lüftergeräusch in den Wahnsinn treibt, wird mit dem T30 nicht glücklich werden. Aus einem leise rauschenden Lüfter mache ich mir aber absoulut nichts und verwende daher auch nicht "TPFanControl." Zudem muss man fairerweise sagen, dass die Hitzeentwicklung fast sofort stoppt, wenn die CPU-Auslastung wieder nachlässt und der Lüfter anschließend auch zuverlässig herunterfährt bzw. sogar ausgeht. Gerade T43p- und T60-User sollten sich in diesem Punkt nicht über das T30 aufregen; mehr Lüfterthreads als diese beiden Modelle hat wohl kein anderes Notebook von IBM je verursacht. Unbestritten ist auch, dass der P4-M nicht gerade stromsparend ist. Ich teile diese Ansicht, bin aber trotzdem vollauf zufrieden mit dem T30, mit dem ich mithilfe eines Akkus, der laut ThinkVantage gerade noch 49% seiner ursprünglichen Kapazität hat, etwa 1:15 h ohne Energiesparfunktionen arbeiten kann. Wieviel dann mit einem neuen Akku erst möglich ist kann sich jeder errechnen- und falls das noch nicht reicht gibt es schließlich die Möglichkeit eines Zweitakkus. Abschließend zu diesem Thema möchte ich jedem, der sich zwischen T23 und T30 entscheiden muss, ans Herz legen, sich trotz der vielen Vorurteile für den Pentium IV zu entscheiden. Ein Tualatin ist sicherlich schnell genug zum Surfen, zur DVD-Wiedergabe, zum Verwalten von Musiksammlungen. Wer aber mit XP arbeitet, iTunes, Firefox, ICQ und Office gleichzeitig nutzt, wird mit dem P3-M nicht zufrieden sein. Der Unterschied ist spürbar!!


3. Arbeitsspeicher:

Aufrüstbar bis 2048 MB, doppelt so schnell wie herkömmlicher SD-RAM. Wer zu den Unglücklichen gehört, denen eine Speicherbank flöten geht, kann sich entscheiden zwischen 1 GB RAM und einer Reparatur- wer noch kein T30 hat, kauft von privat eines der letzten Modellreihen, die diesen Fehler nicht mehr haben. Ansonsten hilft gerade die doppelte Speicherbandbreite (evt. noch DualChannel) in Verbindung mit dem P4-M dem T30 zu einem deutlichen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem T23. Ich selbste habe 1024+256 MB installiert- und Performance-Einbrüche unter XP kenne ich nur noch von früher. Da hatte ich nämlich 768 MB SD-RAM mit 1,13 GHz im T23. ;)


4. Grafikkarte:

Natürlich ist eine ATI Radeon Mobility 7500 nicht der Hammer- für normales Arbeiten unter Windows und Linux (da sogar mit 3D-Oberfläche), Videowiedergabe aller Formate, grafisch aufwendige Anwendungen mit viel Schnickschnack wie z.B. iTunes aber mehr als ausreichend. Spiele laufen in Verbindung mit dem P4-M je nach Erscheinungsjahr nur bedingt- 16 MB reichen eben nicht für Half-Life 2... ;) Auf jeden Fall aber ist die Grafiklösung im T30 wesentlich schneller und kompatibler als die SuperSavage des T23. Sie bietet zuverlässige 3D-Unterstützung und kann sich bei Verwendung der IBM-eigenen Treiber selbsttätig heruntertakten, um Energie zu sparen ("als ob´s darauf bei dem Prozessor noch ankäme", werden die T23-Verfechter jetzt sagen. Die sollten aber lieber mal still sein, da ausgerechnet der Grafikchip die hardwareseitig größte Schwäche des T23 ist) Ich jedenfalls bin heilfroh, im T30 keine Exoten-Lösung, sondern einen allgemeinverträglichen ATI-Chip zu haben, der mich im Gegensatz zur Savage des T23 noch nicht in den Wahnsinn getrieben hat. Google-Earth-Fan? Läuft auf dem T30 absolut flüssig- lief auch auf meinem T23, allerdings recht ruckelig...


5. Display:

Das erste Display der T-Serie, das Auflösungen außerhalb der nativen TFT-Anzeige auch in annehmbarer Qualität anzeigen kann! 800X600 ist in der T2x-Serie samt und sonders eine Katastrophe. Das Bild wird derart schlecht interpoliert, dass kleine Schriftarten nicht mehr lesbar sind- das bringt den Benutzer eines T23 im Übrigen in die Zwickmühle. Wenn z.B. ein Spiel mit der Savage-Karte zusammenarbeitet, hat er oder sie die Wahl: 1024x768 in annehmbarer Qualität aufgrund der 16 MB Shared-Memory und des langsamen Chips fast unspielbar, oder 640x480 ruckelfrei in miserabler Darstellung. :D Abgesehen davon kräftige Farben und keinesfalls schlechter als das des T23. DVD-Wiedergabe ist ohne Schlieren möglich.


6. Kommunikation:

Integriertes WLAN ist auf jeden Fall ein Vorzug des T30 gegenüber der T2x-Serie. Auch ansonsten lässt sich das T30 nicht lumpen- LAN, Modem, Infrarot, VGA, DVI (via Dock), COM und LPT-Anschluss sind mit drin. Über die zwei PCMCIA-Steckplätze kann man nachrüsten, was dem Notebook fehlt: USB 2.0!!! Ein wirklicher Schwachpunkt, den ich aber verschmerzen kann- und über den ich lache, wenn ich sehe, wie vielen T4x-Series im Laufe der Zeit das USB "ausgeht"... einen solchen Fehler hat das T30 jedenfalls nicht :D Bluetooth kann man sehr günstig über die Mini-PCI-Schnittstelle nachrüsten und via UltraBay 2000 sind optische Laufwerke bei eBay sehr günstig zu haben und evt. nachzurüsten.


7. Gesamteindruck:

Ich bereue nichts! Gerade weil ich mich über ein halbes Jahr mit einem T23 herumgeärgert hab und dessen Schwächen noch gut in Erinnerung habe, bin ich mit dem T30 sehr zufrieden. Umfangreiche Flash-Animationen , Digitalkamera- Bilder mit Auflösungen von 3504x2336, die Verwendung von iTunes oder auch einfach mehrere Anwendungen auf einmal haben mein T23 aus der Fassung gebracht. Das Ganze hatte nichts mit schlecht konfiguriertem Windows zu tun- ich stamme noch aus der Pentium 233-Generation mit 32 MB RAM, die jeden überflüssigen Prozess argwöhnisch beäugt und entfernt hat... :D Umso ärgerlicher war ich über die relativ eng gesteckten Leistungsgrenzen vom T23. Dagegen hab ich es noch nicht schaffen können, die des T30 zu erschöpfen- und das, obwohl letzteres nur unwesentlich teurer ist als ein gut erhaltenes T23. In jedem Fall würde ich all denen, die ihre Nächte damit verbringen, schlaflos über einer Kaufentscheidung zu brüten, zum Thinkpad T30 raten. Gleichzeitig möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich es wirklich schade finde, wie endgültig dieses wirklich leistungsfähige, solide Modell als "schwarzes Schaf" verurteilt wurde- und das bloß wegen des verbauten Prozessors, dessen Hitze"problem" die aktuellen Thinkpads geerbt haben. Bloß Fiepen- das kann mein T30 nicht....

Beste Grüße, Kman.

--Kman 10:06, 25. Aug. 2009 (CEST)


Bekannte Probleme

  • Ausfall von RAM-Slots [1]
  • Flexing
  • Der Einbau einer WLAN-Karte, die nicht in der Teile-Liste des T30 aufgeführt wird, führt zur Fehlermeldung "Error 1802 No authorized network card built in" quittiert. Abhilfe durch: 1802_Error_umgehen

Technische Skizzen oder Schaltpläne

FAQ


Treiber


Grafiktreiber-Unterstützung unter Windows 7


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