600x

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Ein gut erhaltenes 600x von vorne.
Die legendäre Tastatur des 600x mit deutschem Layout
DVD-Laufwerk im Ultraslimbay Schacht des 600x. Mittels Umbau können auch DVD-Brenner eingebaut werden.
600x von links.
600x von rechts.
Auf dem 600x lassen sich durchaus Spiele spielen. Hier ein Foto von Counterstrike 1.3, das mit 800x600 Auflösung flüssig läuft. Das Spiel gibt die Option die Grafik von der CPU berechnen zu lassen.

Das 600X ist eines der stabilsten Thinkpads, die je gebaut wurden. Die Gehäuse des 600x zeichnen sich durch extreme Verwindungssteifigkeit aus. Darüber hinaus wurde das 600x seiner Zeit für die angeblich "beste" Tastatur in einem Notebook gerühmt.

Wie bei den ThinkPad 390 und 570 Modellen bricht IBM mit dem klassischen Lunchbox-Design der ThinkPad 300er, 500er und 700er Serien. Das ThinkPad 600 weist bereits eine ähnliche Gehäuseform seines späteren Nachfolgermodells, dem ThinkPad T20 auf. Produziert wurde dieses Modell von Dezember 1999 bis Februar 2001 und kostete umgerechnet zwischen € 2.801.- und € 3.790.-


Technische Daten

Aufgeführt werden die ursprünglich erhältlichen Varianten sowie mögliche maximale Ausbaustufen.

CPU:

  • Intel Mobile Pentium III Coppermine; 256kb L2 Cache
    • 450 Mhz, 500 Mhz
  • Intel Mobile Pentium III Coppermine; 256kb L2 Cache
    • 650 Mhz

Die 650 MHz CPU verfügt über die Speedstep-Technologie (serienmässig nur in den Modellen 2645-5Fx und 2645-9Fx - das x steht für das ursprüngl. Zielland, also zB. Ländercode G=Germany, U=USA, länderspezifische Unterschiede sind nur bei den Tastaturen und Netzteilen bekannt)

Aufrüstmöglichkeit: Pentium III, Bauart: MMC-2, verfügbar: 450, 500, 650, 700, 750, 800 und 850MHz Bei Mainboards ohne Speedstep-Technologie laufen die Prozessoren mit 650MHz und mehr ohne weitere Maßnahmen evtl. mit 150MHz weniger.

Grafikchip:

  • Neomagic MagicGraph256ZX, mit 4 MB Ram und ohne 3D-Beschleunigung

Display:

  • 13.3" TFT Display mit 1024x786 max. 24-bit Farben (XGA) extern max. 1280x1024 max. 16-bit Farben (SXGA)

Speicher:

  • 64 MB (auf dem Mainboard aufgelötet)

Aufrüstbarkeit: maximal sind 576MB (1x64MB + 2x256MB) möglich verfügbare RAM-Module: 32MB, 64MB, 128MB oder 256MB (144 polig SDRAM SODIMM PC-100 low density)

Festplatten: Es ist standardmäßig eine 2,5" IDE Festplatte mit:

  • 6GB oder 12GB verbaut.

Aufrüstbarkeit: Alle HDs mit PATA bzw. IDE Anschluss (baubedingte Höhe: bis zu 12,5 mm) Es sind Festplatten bis 160GB problemlos einbaubar (getestet mit fabrikneuer Samsung SpinPoint M5P 160GB (HM160HC)). Auch Kapazitäten von 250 GB oder mehr sollten möglich sein, solange sie einen IDE-Anschluss haben und vom Hersteller ein Programm zur Anpassung der Geometriedaten zur Verfügung gestellt wird bzw. das Programm von Ontrack unterstützt wird. Außerdem wurden bereits CF-Karten mit CF-auf IDE Adapter im Festplattenslot des 600x erfolgreich getestet.

Eine 320 GB WD - Festplatte läuft mit Windows XP SP1 und Windows 7 out of the Box.

Chipsatz:

  • Intel 440BX

Erweiterungen / Optionen ab Werk:

  • UltraslimBay mit einer der folgenden Komponenten:
    • CD-Rom Laufwerk (bootable)
    • DVD-Rom Laufwerk (bootable)

Aufrüstbarkeit: Disketten-, CD-, DVD-, CDRW/DVD-, DVD-RW-Laufwerke sind erhältlich für die Ultraslimbay. Außerdem 2nd HDD-Adapter und Ultraslimbay-Akkus. Extrem selten anzutreffen sind die LS120- und ZIP-Laufwerke.

  • MiniPCI Steckplatz mit einer der folgenden Komponenten::
    • Mini-PCI Modem Karte

Aufrüstbarkeit: Wireless-LAN Karten von zum Beispiel IBM, Broadcom, Intel oder Atheros funktionieren auch. Bei allen Combokarten steht leider BIOS-bedingt nur eine Funktion zur Verfügung.

Sonstige Schnittstellen:

  • 1x USB 1.1
  • Cardbus 32bit / PCMCIA 8+16bit (2x Steckplätze Typ 2 bzw. 1x Typ 3)
  • IrDA Infrarot Schnittstelle
  • parallele Schnittstelle
  • serielle Schnittstelle (9pol. Sub-D)
  • SXGA Monitor Anschluss
  • Stereo Kopfhörer Ausgang
  • Stereo Line In Eingang
  • Mikrofon Mono Eingang
  • Dockingport für SelectaBase
  • Anschluß für externes Diskettenlaufwerk
  • TV-out (nur bei einigen wenigen Modellen)
  • Aufnahmemöglichkeit von Kensington(tm)-Schlössern zum Diebstahlschutz

Aufrüstbarkeit: TV-out, wenn nicht bereits vorhanden - erfordert TV-out-Karte, TV-out-Adapterkabel (ggf. Selbstbau) und entsp. Plastikhalter (oder man kneift vom vorh. Halter die TV-out-Lochabdeckung ab)

Netzteil:

  • ab Werk: Eingang 100-240V~, Ausgang 16V=, 3,6Ah, 54W

Aufrüstbarkeit: alternativ passt auch (zB. von T2x-T4x) Eingang 100-240V~, Ausgang 16V=, 4,5Ah, 72W

Praxistip: Wenn's richtig mobil sein soll, greift man zur US-Version. Das Netzteil hat nur einen 2-poligen Anschluß für ein Eurosteckerkabel, das sehr viel weniger Platz benötigt.

Bootmöglichkeiten: Bei entspr. BIOS-Einstellungen sind folgende Geräte bootfähig:

  • Diskettenlaufwerk extern am Floppy-Anschluß
  • Diskettenlaufwerk intern im UltraBay-Schacht
  • IDE-Gerät im Festplattenschacht
  • IDE-Gerät im UltraBay-Schacht
  • PCMCIA-Karte mit eigenem BIOS bzw. BIOS-Erweiterung im 600x (zB. IBM TokenRing Adapter, Adaptec SCSI-Adapter (nicht alle))

nicht bootbar sind u.a. der interne USB-Anschluß, die IBM USB 2.0-PCMCIA-Karte, die IBM Firewire-PCMCIA-Karte

Maße und Gewichte:

  • äussere Abmessungen (zusammengeklappt, ohne Netzteil und eingestecktes Zubehör):
    • 30,0cm breit, 24,1cm tief, 3,9cm hoch
  • Gewicht, betriebsbereit (installiert: HDD, opt. Laufwerk, Modemkarte, TV-out, Akku - ohne weiteres, eingestecktes Zubehör):
    •  ? Gramm
  • Gewicht, betriebsbereit 'lightweight' (installiert: HDD, UltraBay Traveller-Blende, Modemkarte, TV-out, leeres Akkugehäuse)
    •  ? Gramm
  • Leergewicht (nicht installiert: HDD, UltraBay-Gerät, Mini-PCI-Karte, Akku, Netzteil, weiteres Zubehör)
    •  ? Gramm
  • Netzteil (original):
    • 10,8cm breit, 6,0cm tief, 3,0cm hoch (nur Grundkörper, ohne sämtl. Kabel)
    •  ? Gramm (incl. 0,5m Anschlußkabel zur Steckdose)
    •  ? Gramm (ohne Anschlußkabel zur Steckdose)
  • Netzteil (US-Ausführung, 4,5Ah, 72W)
    • 11,3cm breit, 4,9cm tief, 2,8cm hoch (nur Grundkörper, ohne sämtl. Kabel)
    • 348Gramm (incl. 1,8m Anschlußkabel zur Steckdose)
    • 263Gramm (ohne Anschlußkabel zur Steckdose)

Allgemeines zum 600x

Das 600x wurde von IBM von Ende 1999 bis Mitte 2000 produziert. Es ist das letzte Modell der sehr erfolgreichen 6er Reihe von IBM. Es gab damals folgende Modellreihen mit PIII:

240x: 10,4 Zoll Display; kein opt. Laufwerk; sehr leicht.

570e: 13,3 Zoll Display; kein opt. Laufwerk; ca. 1,8 Kilo.

600x: 13,3 Zoll Display; mit opt. Laufwerk, ca. 2,3 Kilo.

390x: 14 / 15 (/selten 12) Zoll Display, mit opt. Laufwerk; schwer.

Das 600x bewegt sich also in der Mitte der "damals" angebotenen Größen und stellt einen Kompromiss aus Leistung und Beweglichkeit dar. Es füllte ungefähr die Rolle aus, die heute das T-Modell zwischen den X- und den R-Modellen hat. Es war das erste IBM Notebook, das optional mit dem PIII Speedstep Prozessor ausgeliefert wurde: http://www.golem.de/showhigh2.php?file=/0001/5862.html&wort

Das 600x war zu seiner Zeit unglaublich teuer: Je nach Ausstattung kostet das ThinkPad 600X ab 13.529,- DM.? (o.g. Link).

Hardware

Die Hardware des 600x hat sich als relativ upgradefreudig erwiesen. Viele Upgrades wurden vermutlich zunächst gemacht, weil sie günstiger waren, als sich eines der Nachfolgemodelle T20 bis T22 neu zu kaufen. Heute sind die T20 bis T22 ungefähr genauso teuer. Das Aufrüsten ist daher wohl vor allem Liebhaberei. Für mich ist ein Grund, dass keines der Nachfolgermodelle wieder so stabil gebaut wurde wie das 600x. Außerdem hat es die imho beste (Notebook-)Tastatur aller Zeiten.

Der max. mögl. Ausbau wurde hier beschrieben: http://forum.thinkpads.com/viewtopic.php?t=34396 Einen Testbericht zum 600x mit fast max. Ausbau habe ich auf Seite 3 in diesem Thread geschrieben: http://www.thinkpad-forum.de/thread.php?postid=226842#post226842

CPU: Bei der 650 Mhz Variante unterstützen Prozessor und Mainboard Speedstep, d.h. der Prozessor senkt die Taktfrequenz von 650 auf 500 Mhz, wenn er nicht unter Last gesetzt wird. Bemerkenswert ist, dass der Wechsel zwischen den Taktfrequenzen nur verfügbar ist, wenn ein funktionierender Akku vorhanden ist: - am Netz mit funktionierendem Akku und im reinen Akkubetrieb: Wechsel zwischen 650 und 500 Mhz - am Netz ohne funktionierenden Akku: Die Taktfrequenz liegt bei konstant 500 Mhz.

Die 650 Mhz Speedstep CPU verbraucht, wenn sie auf 500 Mhz heruntergetaktet wird, weniger Energie. Die Spannung wird von 1,6 auf ca. 1,3 V herabgesetzt. Gleichzeitig sinken Stromaufnahme, Verlustleistung und Wärmeabgabe: http://hardware.thgweb.de/2000/11/29/mobile_cpus_kuehlung_und_energiespar_techniken/page7.html Ich frage mich vor diesem Hintergrund, ob es auch unter Wärmegesichtspunkten sinnvoll ist, eine 850 Mhz CPU in ein 600x mit nicht-Speedstep Mainboard einzubauen. Die würde dann immer mit 700 Mhz laufen, dabei allerdings evtl. weniger Wärme abgeben, als eine 500 Mhz CPU, die mit voller Geschwindigkeit läuft. Kann das jemand bestätigen?

Es gibt die Möglichkeit die CPU aufzurüsten. Es können nur MMC-2 Module verbaut werden, die es in Taktfrequenzen bis zu 850 Mhz gibt. All diese Module unterstützen Speedstep (Ausnahme: 450 und 500 MHz-Prozessoren) und takten ggf. 150 Mhz herunter. Eine Übersicht findet sich hier (Spalte MMC-2): http://hardware.thgweb.de/2000/12/07/mobile_cpus_ii_aufruesten_eines_notebooks_leichtgemacht/page19.html

Die Module sind sehr schwierig zu finden. Ebay Auktionen für die 850 Mhz Variante enden schon mal bei über 100 Euro: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&ih=009&sspagename=STRK%3AMEWA%3AIT&viewitem=&item=190108745427&rd=1&rd=1 Daher wäre es toll, wenn wir zusammentragen könnten, in welchen Notebooks MMC-2 CPUs außerdem verbaut wurden. Es erscheint mir günstiger, eine CPU aus einem dieser Notebooks auszubauen, als eine einzelne zu kaufen. Notebooks, in denen MMC-2 Module verbaut sind, sind unter anderem:

- Dell Inspiron 5000, 7500, 3800

- Einige Dell Latitude

- Sony Vaio PCG-F707

- xeron 800mtx

Festplatte:

Es können alle Festplatten mit IDE/PATA Schnittstelle verbaut werden. Festplatten mit SATA Schnittstelle können nicht verbaut werden. - die maximale Größe der Festplatten liegt bei 128 GB. Der Grund dafür liegt in der fehlenden 48bit Adressierung: http://www.tecchannel.de/storage/client/401778/index2.html Da jedoch Tests mit einer fabrikfrischen Samsung SpinPoint M5P 160GB (HM160HC)positiv verliegen (160GB in einer startbaren Partition)scheint das 600x (mit letztem BIOS) keiner Probleme mit der 48bit Adressierung zu haben. - es sind der Übertragungsgeschwindigkeit Grenzen gesetzt: Das 600x hat den Übertragungsmodus UDMA2 (Ultra-ATA 33), d.h. 33 MB/s gehen maximal über die Leitung. Diese Beschränkungen lassen eine Menge Spielraum offen. - Man kann Festplatten mit PATA-Schnittstelle wie diese einbauen: Hitachi 7K100 mit 100 GB, 7200 RPM - Man kann eine der ? noch recht teuren ? SSDs einbauen: http://geizhals.at/deutschland/a252884.html

Arbeitsspeicher:

Das 600x hat einen aufgelöteten (onboard) Speicherchip mit 64 MB Ram. Dieser lässt sich nicht entfernen, bei einem Defekt allerdings im BIOS mit einem Trick deaktivieren. Außerdem gibt es zwei Speicherbänke, die sich hinter einer Klappe des Gehäusebodens verbergen. Einbauen kann man PC100 SDRAM mit 144 Pin (Formfaktor), low profile (also 4kBytes refreshcycle). Low profile Module mit 256MB haben normalerweise 8 Chips pro Seite, 128MB Module jeweils nur 4. Diesen RAM gibt es mit bis zu 256 MB. Daher sind 256 + 256 + 64 = 576 MB Ram möglich.

Der Einbau erfordert ein Flashen des Bios auf die neueste Version: 1.11 http://www-307.ibm.com/pc/support/site.wss/document.do?lndocid=MIGR-4SSPZ8

Oft wird gesagt, man müsse nicht den RAM von IBM (ohnehin nur gelabelt) nehmen. Außerdem sollen sogar einige PC133 Riegel funktionieren. Ich habe versucht Toshiba RAM (gelabelt, Hersteller Samsung) einzubauen und das hat nicht geklappt. Ich würde aus meiner persönlichen Erfahrung heraus daher zum original RAM raten. Andere User hatten mit 256MB low-density-Modulen (also 4k refresh) keinerlei Probleme - meist sind diese Module daran erkennbar, daß auf jeder Modulseite je 8 Chips sitzen.

Grafikkarte:

Die 4 MB Grafikkarte ist einer der Schwachpunkte des 600x. Sie erlaubt z.B. nur einer Farbdarstellung von 24 Bit anstatt 32 Bit - das das TFT jedoch nicht von höchster Gute ist, fällt das nicht in's Gewicht. Der Windows Desktop sieht aber dennoch gut aus. Die Wiedergabe von DVDs ist außerdem problemlos möglich. Die Grafikkarte ist auf dem Mainboard aufgelötet und kann damit nicht getauscht werden. Der beste Tipp, die Grafikperformance des 600x zu erhöhen ist es, die Grafikwiedergabe nur in 16 Bit statt in 24 Bit erfolgen zu lassen. Das Abspielen von DVDs, aber auch die Textverarbeitung mit z.B. Word läuft dadurch deutlich problemloser.

Ich habe in dem Zusammenhang etwas über die PCMCIA-Karte von Margi gelesen, die durch ihren eigebauten MPEG-Beschleuniger die DVD Wiedergabe verbessern kann und die CPU von dieser Aufgabe befreit. Diese Karte, die es auch mit einem Label von Dell gibt, läuft im Modell 600 und 600e völlig problemlos - beim 600x wurde von Problemen mit fehlender Soundausgabe berichtet. Die Karte ist mit Win98 und Win2000 von Margi freigegeben, unter XP gab es von Margi nie eine Freigabe bzw. spezielle Treiber. Die Win2000-Treiber scheinen jedoch unter XP zu funktionieren.

Das 600x kann über die SelectaBase an die SelectaDock III angeschlossen werden. Diese Dockingstation hat mehrere PCI Slot in denen auch bestimmte Grafikkarten unterstützt werden. Es wurde allerdings von Geschwindigkeitsproblemen berichtet. Ein 2. USB-Anschluß wird vom ThinkPad über die SelectaBase bzw. SelectaDock III bereitgestellt. Die SelectaDock stellt einen IDE-Anschluß, einen SCSI-Bus sowie einen PCMCIA-Slot zur Verfügung. Zusätzlich können hier externer Monitor, Tastatatur und Maus angeschlossen werden, so daß dem ergonomischen Arbeiten am Schreibtisch nichts entgegensteht. Die SelectaDock übernimmt auch die Stromversorgung des ThinkPads per normalem Kaltgerätekabel (nicht Mickey Mouse) und durch die eingebauten Lautsprecher erhält man nochmals einen besseren Klang. Ingesamt ist die SelectaDock eine sehr nützliche und preiswerte Erweiterung - wenn man den nötigen Platz hat. Gebraucht erhält man dieses gute Stück normalerweise knapp über den Versandkosten.

Optisches Laufwerk:

Standardmäßig (je nach Modell) ist entweder ein CDROM-Laufwerk (12- oder 24-fach)oder ein DVD-ROM Laufwerk verbaut. Prinzipiell können jedoch alle IDE-Ultraslim(?)-Laufwerke eingebaut werden, wenn man den Einbaurahmen vom Originallaufwerk weiterverwendet. Da die Blende dieser Laufwerke nicht der Optik des 600x entsprechen wird, ist hier ggf. ebenfalls ein Umbau vom alten Laufwerk nötig und manchmal auch möglich. Beim Kauf eines anderen Laufwerks sollte man u.a. darauf achten, dass die Blende passt, sich also zumindest Auswurfknopf und ggf. auch Notauswurfloch an gleicher Stelle befinden. Zusätzlich ist zu beachten, dass Jumper für die Master/Slave/cable select-Einstellungen am Laufwerk vorhanden sind oder sich diese Einstellungen durch entspr. Firmware eintragen lassen. Normalerweise sollte es keine Probleme geben im Modus "cable select" oder "Master without present Slave". Auf dem IDE-Bus steht max. Ultra-DMA-2 mit 33MBytes/Sek. zur Verfügung, nach Einbau des neuen Laufwerks unbedingt die Einstellungen im Betriebsystem (Windows: Gerätemanager) prüfen, ob diese korrekt sind, da ansonsten das Laufwerk evtl. nicht die volle Leistung bringt. U.a. diese sollten funktionieren: http://forum.thinkpads.com/viewtopic.php?p=35201#35201

Konnektivität:

- Das 600x hat ein Modem über eine Mini-PCI Karte. - Es mag archaisch klingen, aber das 600x hat kein eingebautes LAN. Man kann dies über eine PCMCIA Karte nachrüsten. Diese Karten können vollkommen im PCMCIA Schacht verschwinden - es ist dann ein Adapter des Kartenherstellers auf RJ45 erforderlich. Alternativ gibt es von 3COM eine PCMCIA-Karte mit x-jack Anschluß, also einem ausfahrbaren RJ45-Anschluß. Das LAN-Kabel wird bei dieser Karte von oben in diese Einschub-RJ45-Buchse steckt - das ist zumindest am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, durch die Lage der PCMCIA-Slots aber nicht störend. - Ich selbst verwende eine PCMCIA WLan Karte. Und zwar von 3com die 108Mps 11g XJack PC Card. Modellnummer ist: 3CRXJK10075 Die Karte hat den großen Vorteil, dass die Antenne vollständig in den PCMCIA Schacht eingeschoben werden kann. So stört sie nicht beim Transport. Und man hat automtisch eine Art "Schalter" für das Ein- und Ausschalten des W-LANs. Die Antenne hat sehr guten Empfang. - Es ist möglich W-LAN oder auch Bluetooth (letzteres habe ich noch nicht gelesen, sollte aber möglich sein) intern nachzurüsten. Combo-Karten, also Steckkarten mit mehreren Funktionen (zB. W-LAN + Bluetooth, W-LAN + Modem) können leider nicht eingesetzt werden, da die BIOS-Erweiterung nebst Unterstützung für solche Karten fehlt. Es würde bei diesen Karten also nur eine Funktion zur Verfügung stehen. Die Antennen für's W-LAN können unterhalb der Tastaturabdeckung positioniert werden. Ein Einbau in den Displayrahmen ist wahrscheinlich nicht nur sehr schwierig (kaum Platz, speziell für die Kabel im Scharnierbereich), sondern auch nicht sinnvoll, da der Displayrahmen aus Kohlefaser (Magnesium oder gar Titan sind bei der 600er Serie entgegen anderslautender, landläufiger Meinung nicht verbaut), die solide Scharniermimik samt TFT-Halterungen und das Display selbst die Funksignale leider sehr gut abschirmen. Achtung: die Unterseite der Tastaturabdeckung ist elektrisch leitend - auch wenn's nicht so aussieht! Die Antennen sollten daher zwingend isoliert oder aber (besser!) die Beschichtung im Antennenbereich abgeschliffen werden. Einen Bericht im Forum gibt es hier: http://www.thinkpad-forum.de/thread.php?threadid=28032

Gehäuse:

Das Gehäuse besteht aus folgenden Komponenten (Danke an u.mac): - LCD-Deckel: IBM UltraCarbon (tm). Das ist ein kohlefaserverstärkter Kunststoff. Der Deckel ist gummiert, ähnlich wie bei den T-Modellen, so dass kleinere Kratzer nicht so sehr auffallen. Mit Schleifpapier (vorsichtig sein), können kleinere Kratzer wohl auch rausgeschliffen werden. Dabei entsteht ein "Sternenhimmeleffekt". - Body: auch IBM UltraCarbon (tm). - Tastaturabdeckung: vllt. nur glasfaserverstärkter Kunststoff (leider keine gesicherte Aussage mehr bei IBM zu finden), Innenseite elektrisch leitend beschichtet (vermutl. wg. EMV). Es sind 2 unterschiedliche Tastaturabdeckungen bekannt, Unterscheidungsmerkmal ist die Unterseite - entweder sibrig metallisch glänzend oder helles beige - elektrisch leitend sind beide Ausführungen!

Das Gehäuse ist einfach perfekt zusammengebaut. Es gibt keine offene Fugen. Nichts wackelt, v.a. nicht die Scharniere des Displays, die auch sonst auch nach Jahren noch das Display stabil in jeder Position halten.

Upgrades sind insofern also nicht nötig. Man kann allenfalls versuchen, das Gewicht zu reduzieren. Ich verwende mittlererweile unterwegs einen Ultraslimbay Dummy statt des DVD-Laufwerks, was das 600x spürbar leichter macht. Es gibt außerdem die Idee, aus einem alten Akku die Zellen zu entfernen und diesen als Akku-Dummy einzusetzen. Bei Gelegenheit werde ich das 600x einmal wiegen und Gewichte nachreichen.

Software

Betriebssystem:

Es wird empfohlen, das 600x mit WinXP Prof zu betreiben. Damit läuft das 600x stabil und ausreichend schnell für Word, ein Virenprogramm und Internet. WinXP hat den Vorteil, dass sehr viele Programme kompatibel sind. Ich halte die Performance des 600x unter WinXP für absolut ausreichend. Wer das 600x noch "schneller" machen will, kann es nach dieser Anleitung konfigurieren: http://www.winfuture-forum.de/index.php?showtopic=76390

Viele 600x wurden standardmäßig mit Win2000 ausgeliefert. Das Betriebssystem läuft ähnlich gut wie WinXP und ist ähnlich kompatibel zu aktueller Software. Es ist allerdings nicht wesentlich schneller. Außerdem fehlt das Feature Cleartype: http://de.wikipedia.org/wiki/Cleartype

Viele 600x wurden mit Win98 SE ausgeliefert. Dieses BS hat den Vorteil, dass es auf dem 600x wesentlich "zackiger" laufen soll. Allerdings ist es nicht zu allen Programmen kompatibel.

Grafiktreiber:

Gibt es Treiber, die für die Grafikkarte, Neomagic MagicGraph256ZX, besser sind als die von WinXP mitgelieferten? Speziell bei der Nutzung des TV-out-Anschlusses können andere Treiber helfen, da weit mehr Konfigurationsmöglichkeiten vorhanden sind. Ohne diese Treiber muss das ThinkPad ggf. mit verbundenem und eingeschaltetem TV gebootet werden - eine TV-out-Nutzung aus dem lfd. Betrieb heraus ist (manchmal) nicht möglich. Ich habe bisher nur das gefunden, was nicht so sehr weiterhilft: http://members.driverguide.com/driver/detail.php?driverid=113152

http://forum.thinkpads.com/viewtopic.php?t=39726

Lüfterkontrolle:

Unter Windows gibt es dank der Hilfe von Profiler endlich die Möglichkeit den Lüfter zu kontrollieren. Dazu ist das Programm PFControl 0.9 notwendig. Bisher ist allerdings nur eine manuelle Kontrolle möglich. http://fancontrol.de/view/

Unter Linux gibt es eine Möglichkeit, den Lüfter zu kontrollieren: http://ibm-acpi.sourceforge.net/ http://fancontrol.de/

Zeitgenössisches Zubehör vom Hersteller

Neben den "normalen Erweiterungen" über die am Gerät vorh. Anschlüsse gibt es einige Erweiterungen, die man teilw. selten vorfindet - woran der damalige Neupreis nicht unerheblich beteiligt war - und die den professionellen Anspruch dieses Geräts unterstreichen:

  • zum Einbau in das Geräteinnere:
    • folgende Erweiterungen sind erhältlich:
      • TV-out-Adapter
  • zum Einbau in das Geräte (von außen):
    • folgende Erweiterungen sind erhältlich:
      • Speichermodule mit 32MB, 64MB, 128MB und später 256MB
    • statt der verbauten Modem MiniPCI-Karte gab es vom Hersteller selbst keine Alternative
  • UltraSlimBay:
    • folgende Erweiterungen sind erhältlich:
      • 3,5" Diskettenlaufwerk FRU 05K8874
      • 12-fach CDROM-Laufwerk
      • 24-fach CDROM-Laufwerk FRU 05K9267
      • CD-/DVD-ROM-Laufwerk
      • Festplattenadapter für 2,5"-Laufwerke FRU 05K5338
      • LS120-Laufwerk
      • ZIP-Laufwerk FRU 37L1504
      • (Zusatz-)Akku mit ca. 3200mAh
    • zusätzl. gab es UltraSlimBay Erweiterungen von Drittanbietern
  • SelectaDock:
    • stellt folgende Anschlüsse zur Verfügung:
      • USB 1.1
      • parallele Schnittstelle
      • serielle schnittstelle (9 pol. Sub-D)
      • SXGA Monitoranschluß
      • Maus-/Tastaturport (bzw. beide über Y-Adapter)
      • Netzteilanschluß (zur Stromversorgung des angedockten ThinkPads)
      • Anschluß für SelectaBase III
    • optionales Zubehör für die SelectaDock:
      • Erweiterungssatz mit 2x Cardbus (bzw. PCMCIA 2x Typ II oder 1x Typ III) und Ethernetanschluss 10/100mBit/s
  • SelectaBase III:
    • Anschlußvoraussetzung: vorh. SelectaDock
    • stellt folgende Anschlüsse - zusammen mit der SelectaDock - zur Verfügung:
      • USB 1.1
      • parallele Schnittstelle
      • serielle Schnittstelle (9 pol. Sub-D)
      • SXGA Monitoranschluß
      • Maus-/Tastaturport (bzw. beide über Y-Adapter)
      • Netzteilanschluß (zur Stromversorgung des angedockten ThinkPads)
      • Anschluß für SelectaBase III
      • 2x Cardbus (bzw. PCMCIA 2x Typ II oder 1x Typ III)
      • SCSI-Busanschluß
      • 3,5" Standardlaufwerksanschluß (zB. HDD)
      • 5,25" Standardlaufwerksanschluß
      • 3x Standard-PCI-Steckkartensockel
      • 2x eingebaute Lautsprecher
  • externe Akkuladestation
    • Möglichkeit den (Zweit-)Akku betriebsbereit zu halten, Betrieb erfolgt über vorh. ThinkPad-Netzteil (nicht im orig. Lieferumfang enthalten!)
      • originaler Lieferumfang: Gehäuse mit Ladeelektronik, unterschiedl. Gehäuseaufsätze für die unterschiedl. Akkutypen der zeitgenössischen Modelle, Installations- und Bedienungsanleitung
  • externes UltraBay-Laufwerksgehäuse
    • quasi wie das ext. Diskettenlaufwerksgehäuse, nur das hiermit sämtl. UltraBay-Geräte betrieben werden können (Ausnahme: UltraBay-Akku) - Achtung: es werden nur Platten <120GB in dem Adapter unterstützt! FRU 37L1513
      • originaler Lieferumfang: Laufwerksgehäuse mit Anschlußkabel, PCMCIA-Karte (16-bit, daher langsam), 3x 1,5V AA Batterien, Standfuß für senkrechten Betrieb des Gehäuses, Installations- und Bedienungsanleitung

Reparaturen

Obwohl die 600x sehr robust sind, kann im Alter schonmal eine Komponente ausfallen.

Tip: die gelösten Schrauben nach einem Plan sortiert ablegen - sie sind unterschiedlich lang und können an falscher Stelle eingesetzt zu Beschädigungen führen. Laut HMM sind die Schrauben nach jeder Verwendung zu ersetzen, da sich die Nylonbeschichtung von den Schrauben ablöst und im Zweifelsfall die Schraube nicht mehr sicher hält. Unter Garantiegesichtspunkten im harten Businesseinsatz hat IBM mit dieser Vorgehensweise sicher recht - aber die ist ja nun schon einige Jahre abgelaufen. Ängstliche Naturen können ggf. mit flüssigen Schraubensicherungen arbeiten (in der Hoffnung, daß sich das Zeug mit dem Nylon verträgt und sich die Schrauben später nochmal lösen lassen - wirklich nötig ist das jedoch nicht. Ach ja... nach fest kommt ab - die Schrauben also nicht versuchen "anzuknallen". Bei den 600ern passt alles - wenn es richtig zusammengebaut wurde - richtig schön und gewaltfrei zusammen und nichts muß mit den Schrauben erst in Stellung gebracht werden. Auch sind die Gegenstücke, zB. in der Tastaturabdeckung, teilweise filigran eingesetzt und können ausreissen.

Display:

Das Display kann über die Jahre dunkler werden. Irgendwann kann sich dann ein leichter Gelbstich entwickeln. Daraus wird ein Rotstich. Und dann fällt die Leuchtstoffröhre des TFT völlig aus. Man muss davon ausgehen, dass in solchen Fällen keine neuen Austauschdisplays mehr verfügbar sind. Es kann allerdings die Röhre des TFT gewechselt werden. Eine Anleitung für Leute mit Lötkenntnissen gibt es hier: http://personal.bellsouth.net/d/r/drseng/ThinkpadCCFL/

Netzstecker:

Es gibt Fälle, in denen der Netzstecker LM324 des 600x seinen Geist aufgegeben hat. Eine Reparaturanleitung findet sich hier: http://thinkpad-forum.de/thread.php?threadid=20581

Lüfter:

Ich hatte mittlerweile drei 600x. Zwei von denen hatten eine eher lauten Lüfter. Beim dritten ist der Lüfter flüsterleise. Meine Vermutung ist, dass die Lüfter generell sehr leise sind und mit dem Alter lauter werden. Ein Lüftertausch ist dann ggf. eine gute Lösung zur Geräuschreduzierung. Es sind 2 Arten von Lüftern bekannt, die, die im 600, 600e und in der 500MHz-Version des 600x ihren Dienst verrichten sind identisch und eine Lüfterversion, die im 650MHz-Modell ab Werk geliefert wurde (erkennbar durch einen kleinen Vorflügel am normalen "Propeller"). Leistungsdaten der Lüfter sind bislang nicht gesichert bekannt geworden. Der Lüfter wird gepulst mit Strom versorgt - die Spannung bleibt also identisch bei jeder Geschwindigkeit, lediglich die Frequenz, also Anzahl der Stromstöße pro Minute variiert.

Tastatur- bzw. Lautsprecherkabel:

So solide die 600er-Reihe auch ist, irgendwann erwischt es wohl jeden ambitionierten Bastler, die Folienkabel von Tastatur oder (viel häufiger) Lautsprecher trennen sich von ihren Steckern. Dieser Fehler ist gern anzutreffen an Geräten, wo mit mangelnder Kenntnis/Sorgfalt die Stecker aus den Buchsen gezogen wurden. Nur in sehr wenigen Fällen gelingt es, die Folienkabel wieder lauffähig zu reparieren - im Normalfall ist ein Austausch des beschädigten Kabels fällig. Gebrauchtkabel sollte man nur aus bekannter Quelle erwerben, da dieser Fehler oft auftritt. Die De-/Montage der Steckverbindungen Tastaturabdeckung stellt selbst für den Ungeübten die einzige Hürde bei allen Arbeiten am ThinkPad dar.

Festplatte:

Die Festplatten, die seinerzeit ab Werk verbaut waren sind heute über 8 Jahre alt. Da darf man sich nicht wundern, wenn die anfangen Geräusche zu machen bzw. teilweise oder ganz den Betrieb einstellen. Das Geräusch, das sich anhört, als würden sich lose Teile im Festplattengehäuse befinden, ist bei den alten Platten hingegen völlig normal. Die 600er-Serie verdaut Festplatten bis 128GB (und ggf. mehr mit entspr. Festplattenmanagern). Sollte eine <128GB-Platte nicht erkannt werden, ist evtl. ein BIOS-Update des ThinkPads bzw. ein Firmwareupdate von Lenovo für die Festplatte erforderlich. Näheres siehe auf der Downloadseite bei Lenovo zum jeweiligen Gerätetypen.

Austauschbarkeit der Teile innerhalb der 600er Familie:

Tastatur, Tastaturabdeckung, Lautsprecher, TrackPoint, Tastenkappen und Tastenmechanik sind frei untereinander tauschbar, ebenso die Festplattenabdeckung, Festplattenkäfig, PCMCIA-Slot, Netzteil, und natürlich die kompl. externen Komponenten (PCMCIA-Karten, Diskettenlaufwerk, USB-Geräte, Drucker, IrDA-Geräte...).

Akku, BIOS-Batterie, Festplatte, Diskettenlaufwerk und UltraBay-Geräte sind frei untereinander tauschbar (Ausnahme UltraBay-Akku: passt nicht beim 600, es fehlen dem Mainboard die entspr. Kontakte).

Bei der BIOS-Batterie ist folgendes zu beachten:

BIOS-Batterien im Vergleich

Die Thinkpad 600er sind mit CR 2025 BIOS-Batterien ausgestattet. Außer, dass sie etwas flacher, als die CR 2032 sind, besitzen die 600er Batterien einen kleineren Anschlussstecker und eine andere Polung der Kabel.

Alle 13,3" Monitorteile sind frei untereinander austauschbar, ebenso die Subcard mit den Tastatur-, Lautsprecher- und Monitoranschlüssen (ggf. allerdings erst nach geringfügigen Anpassungen der Steckverbindung zum Mainboard).

Sämtliche 12" Monitorteile (zB. Deckel, LCD, innere Displayabdeckung, Inverter, Kabel, Scharniere) passen nicht an die 13,3" Geräte.

Die Unterschale vom 600x hat eine Klappe für die Mini-PCI-Kartenslot und eine andere Lage der Speicherslots. Ebenso bestehen Unterschiede bei den Audioanschlüssen und dem Floppyconnector... wenn man nicht extrem bastelwütig ist, passt das Mainboard also nicht in die anderen Modelle und die Mainboards der anderen Modelle nicht in die Unterschale des 600x. Die Unterschalen vom 600 und 600e sollten untereinander austauschbar sein, ebenso die Mainboards.

Die TV-out-Karte beim 600x ist anders als beim 600e und kann leider auch nicht passend gemacht werden (Ausschnitt am Floppyconnector ist anders) - anders herum müsste es passen, jedoch finden sich Berichte, dass die Karte anschl. nicht funktioniert.

Modemkarte ist beim 600 und 600e proprietär und untereinander tauschbar. Das 600x hat eine Mini-PCI-Modemkarte - somit nicht den den beiden anderen 600ern kompatibel (jedoch sollten reine Modemkarten (keine Combo-Karten) aus anderen Geräten funktionieren, wenn denn die Anschlußbuchse auf der Karte identisch ist).

Prozessor ist beim 600 mit MMC-1 Sockel, alle PentiumII MMC-1-CPUs passen - beim 600e und 600x MMC-2 Sockel und untereinander tauschbar. Da jedoch das 600e nur einen Pentium II Prozessor hat, bietet sich der Einsatz des Prozessors im 600x nicht wirklich an. Achtung: im 600e muß evtl. der on-Board-Speicher ausgeschaltet werden und ggf. sind andere Speichermodule (PC100) erforderlich, damit das 600e anschl. mit dem Pentium 3 läuft. Zusätzl. muß der Cache auf dem Mainboard deaktiviert werden, da dieser bei den P III-Modulen auf der Prozessorplatine sitzt. Dazu gibt's einen feinen Thread bei "Wim's BIOS Pages".

Die Lüfter sind generell nicht sep. demontierbar bei allen Modellen und nur samt Kühlkörper+Heatpipe tauschbar und passen physisch in allen Modellen, beim 600x mit 650MHz ab Werk wurde seitens IBM jedoch ein modifizierter Lüfter mit Vorflügel eingesetzt. Technische Daten sämtl. Kühler und Lüfter sind leider unbekannt. Da jedoch auch 600e-Modelle von P II 366MHz erfolgreich seit Jahren mit P III 850MHz betrieben werden - bei gleichem Lüfter - ist der Lüfterunterschied vermutl. zu vernachlässigen.

Speicher ist beim 600x generell PC100 (genaue Spezifikation siehe oben), 600 und 600e (mit Pentium II) brauchen generell nur PC66. Die PC100-Riegel vom 600x sollten in allen Geräten laufen. Ausnahme: 600 hat einen Bug in der Speicherverwaltung und kann in einem der beiden Slots max. einen 128MB mit PC66 verdauen! RAM mit PC66 ist für's 600x nicht spezifiziert und würde, wenn er denn liefe, mit 50% höherem Takt betrieben. Kann gehen, muß aber nicht - und keiner kann sagen, wie lange das gutgeht. Es wurde im amerikanischen Forum berichtet, daß es auch (frühe?) 600e-Modelle mit diesem Speicherfehler gibt.

häufige Error-Codes

  • 00161: Bios Batterie leer
  • 00163: Datum & Zeit stehen auf Standard
  • 00192: Lüfter funktioniert nicht

--> alle 3 Fehler resultieren meist aus einer leeren Bios Batterie (CR2025 mit Löhnfahne)

  • I9990301: Festplatten Fehler
  • I9990302: Bootsektor Fehler
  • I9990305: Kein Bootfähiges Gerät

Onboard-Speicher abschalten

Nach dem Upgrade eines 600E auf einen PIII (FSB steigt von 66MHz auf 100Mhz), oder defekten Onboard Speicher kann es nötig sein, diesen abzuschalten:

Ins BIOS gehen und da in den CMOS-Editor (cancel bei der Error-Meldung --> du kommst ins Test-Menü, da zurück ins Hauptmenü gehen mit cancel, dann config, strg+d).

Der Wert in Zeile 20, Spalte B von 80 auf 81 ändern, mit F2 speichern.

Gerät danach direkt abschalten. Beim nächsten mal sollte der Error weg sein.

Achtung: Nach einem Bios-Reset oder einer leer Bios-Batterie werden die Werte auf "default" gesetzt, der Fehler kommt dann wieder.

Generelle Bugs, kleine Mängel und sonstige Unzulänglichkeiten

Allgemeines:

Das 600x ist fast fehlerfrei, nahezu sogar perfekt - selbst aus heutiger Sicht. Im jahrelangen Betrieb fallen jedoch folgende Sachen auf:

ACPI/APM-Kompatibilität

Das 600x stammt aus der Hochzeit von APM, also aus der Win98, Win2k und WinNT-Zeit. Der ACPI-Berieb ist unter WinXP möglich und wird empfohlen, mit der Kompatibilität ist es jedoch nicht soweit her. Speziell die Akkus werden nicht optimal behandelt und fallen - im Gegensatz zu anderen, zeitgleichen Modellen - frühzeitig aus. Dabei sind sie häufig nicht technnisch defekt, sondern "nur logisch". IBM hat damals diese Akkus mit einer eigenen Intelligenz ausgestattet und je nach BIOS-Version funktioniert das ganze recht gut (ältere Versionen) bis eben nicht so gut (zB. letzte BIOS-Version). Die letzte Version ist jedoch empfohlen bzw. nötig, um WinXP mit vollem Speicherausbau betreiben zu können - das gilt leider auch für WinXP mit APM.

Dieser Kompatibilitätsmangel dürfte auch verantwortlich sein für die nicht sonderlich gute Lüftersteuerung (ohne Zusatzsoftware)

BIOS-Unterstützung von Mini-PCI-Combokarten fehlt

Ohne eine entspr. BIOS-Erweiterung sind Combokarten im 600x nicht leider nicht brauchbar, da dann nur eine Funktion zur Verfügung steht und selbst diese nicht per Hotkey (zB. Fn+F5) ansteuerbar ist.

von USB-Geräten kann nicht gebootet werden

Leider kann weder über den internen USB 1.1 Anschluss noch über die IBM PCMCIA USB 2.0-Karte gebootet werden. Eine generelle Bootmöglichkeit von PCMCIA ist im BIOS gegeben und auswählbar.

ServicePack 3 von Microsoft sorgt teilweise für Streß

Bei den 600x mit oder ohne Speedstep-Board kann es im Verlauf zur Installation des falschen Prozessortreibers kommen.

Beispiel: 600x mit 850/700Mhz Speedstep-Prozessor im non-SpeedStep-Board: Nach Neustart bleibt das 600x im Windows-Logo hängen (wo unten der Balken hin- und hersaust. Stromkabel 'raus... same procedure... 'mal Fn+F2 drücken... Balken läuft ein Stück und steht... Fn+F2... immer wieder Fn+F2... irgendwann landet man dann auf dem Desktop und Fn+F2-t sich durch bis zum Gerätemanager.

Im Gerätemanageer Intel(r) Pentium(r)III processor auswählen. -> Eigenschaften -> Treiber -> Aktualisieren <-- das auswählen

-> Nicht mit dem Netz verbinden. -> Software von einer Liste oder best. Quelle installieren -> nicht suchen, sondern den zu installierenden Treiber selbst wählen

Dann gibt es drei Treiber zur Auswahl: - Intel PentiumIII Prozessor (Standard) - Intel Prozessor <-- den auswählen - Prozessor (unbekannt)

Dann muss das 600x neu gestartet werden.

Das 600x zeigt dann folgendes Verhalten: - Start mit Netzteil ohne Akku: immer 700 Mhz - Start mit Akku ohne Netzteil: immer 700 Mhz - Start mit Akku und Netzteil: immer 850 Mhz

Beispiel: 600x mit 650/500Mhz SpeedStep-Prozessor im SpeedStep-Board: kein Problem mit SP3 (Akku eingelegt + 230V während des Updates)

Beispiel: 600x mit 650/500Mhz SpeedStep-Prozessor im SpeedStep-Board - Neuinstall. XP: KEIN Akku eingelegt bei der Neuinst. ... verhält sich anschl. wie non-SpeedStep... es ist eine Fn+F2 Session nötig bei reinem Akkubetrieb - mit "nur 230V" alles ok... Treiberwechsel wie oben beschrieben erforderlich!!! K.A., ob das am fehlenden Akku lag (keine Lust, es nochmal mit Akku zu installieren).

Treiber


Weblink

(Viele der Informationen hier im Wiki stammen aus dem verlinkten Thread und wurden vom Autor selbst (adam-green) hierher kopiert.)

MMC 2 - Prozessoren modifizieren